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Das Knorpelskelett des Kindes verfestigt sich weiter, im Mund sind die ersten Anlagen der Zähne erkennbar. Die Organreifung schreitet weiter zügig voran: Die Verdauung funktioniert bereits, nur die Lunge ist noch nicht fertig entwickelt. Weil sie für das Leben im Mutterleib nicht gebraucht wird, reift sie erst kurz vor der zeitgerechten Geburt vollständig aus.
Am Ende des sechsten Monats wiegt der Fötus etwa 800 Gramm und ist ungefähr 30 Zentimeter groß.
Das Gehirn entwickelt sich rasant
In diesen Wochen bilden sich auch die Furchen in der Hirnrinde, insgesamt entwickelt sich das Gehirn jetzt besonders schnell. Die beiden Schädelhälften sind nun schon fest genug, um es gut zu schützen.
Die Schädelknochen sind aber noch nicht miteinander verwachsen und können sich gegeneinander verschieben. Dies ermöglicht das weitere Wachstum des Gehirns und erleichtert bei der Geburt den Weg durch das mütterliche Becken.
Das Kind beginnt zu blinzeln
In der 26. Woche öffnen sich die Augenlider, die bisher fest geschlossen waren. Das Kind kann jetzt sogar schon blinzeln.
Nun wird auch ein Schlaf-Wach-Rhythmus erkennbar. Der Fötus schläft jetzt zuweilen mehrere Stunden am Stück.
Immer größer und schwerer
Noch ist das Ungeborene zart und seine Haut erscheint runzelig, weil es ihr an Fettgewebe fehlt. Dies ändert sich in den nun folgenden Wochen bis zur Geburt: Es wächst zwar nur noch weniger als zwei Zentimeter pro Woche, legt dafür aber alle sieben Tage etwa 200 Gramm an Gewicht zu.
Am Ende des siebten Monats ist das Kind etwa 35 Zentimeter groß und wiegt rund 1200 Gramm.
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Häufig gestellte Fragen
Ich bin in der 24. Woche und spüre mein Kind manchmal den ganzen Tag nicht. Bewegt es sich zu wenig?
In den mittleren Schwangerschaftsmonaten sind die Kindsbewegungen häufig nur schwach zu spüren. Vor allem bei der ersten Schwangerschaft werden sie daher oft nicht als Bewegungen des Kindes wahrgenommen, sondern fälschlich als Magengrollen oder Blähungen gedeutet. Auch sind die Aktivitäten des Kindes im Mutterleib in dieser Zeit noch nicht regelmäßig: An manchen Tagen ist das Kind ständig in Bewegung, an anderen verhält es sich eher ruhig. Hinzu kommt oft, dass das Ungeborene nachts, wenn die Mutter ruht, aktiver ist als tagsüber. Es ist also nicht ungewöhnlich, dass mitunter einen ganzen Tag lang keine Kindsbewegungen zu spüren sind.
Wie kann ich das Risiko senken, an einer Listeriose zu erkranken?
Listeriose-Bakterien finden sich unter anderem in Rohmilchprodukten, in rohem Fleisch, auf ungewaschenem Gemüse sowie in der Rinde von Weich- und Schimmelkäse.
Schwangere Frauen können einer Listeriose-Infektion vorbeugen, wenn sie auf den Genuss von Rohmilch, Rohmilchprodukten und rohem Fleisch verzichten, Käserinde großzügig abschneiden, Fleisch gut durchgaren und Obst und Gemüse vor dem Verzehr gründlich waschen.
Kann es sein, dass meine Sehkraft in der Schwangerschaft nachgelassen hat?
Ein Nachlassen der Sehkraft in der Schwangerschaft ist vor allem im letzten Schwangerschaftsdrittel keine Seltenheit. Das Schwangerschaftshormon Progesteron bewirkt eine Lockerung des Gewebes im ganzen Körper. Davon können auch die Netzhaut und die Bindehaut der Augen betroffen sein. Die damit einhergehende Sehschwäche ist jedoch meist vorübergehend, und die Augen erholen sich nach der Geburt wieder.
Eine drastische Verschlechterung der Sehkraft oder andere Sehstörungen müssen allerdings ärztlich abgeklärt werden, denn sie können Anzeichen für einen Schwangerschaftsdiabetes, einen Bluthochdruck oder eine Präeklampsie sein.


