Auswahl der Praxis

Stellt sich nach einer gewissen Wartezeit keine Schwangerschaft ein, wollen die meisten Paare mögliche Ursachen abklären lassen. In der Arztpraxis sollte man sich medizinisch und vor allem menschlich gut behandelt fühlen.

Paar am Empfang einer Arztpraxis © BZgA/HN/Eichhöfer

Um die Ursachen von Fruchtbarkeitsstörungen herauszufinden, werden grundsätzlich sowohl die Frau als auch der Mann untersucht. Häufig werden bei beiden Einschränkungen der Fruchtbarkeit gefunden.

Viele Frauen gehen regelmäßig zur Beratung oder Untersuchung in eine gynäkologische Praxis. Bei dieser Gelegenheit können sie ihre Frauenärztin oder ihren Frauenarzt darauf ansprechen, dass eine gewünschte Schwangerschaft auf sich warten lässt. Möglicherweise finden sich schnell Hinweise auf die Ursache, zum Beispiel wenn die Frau von Zyklusunregelmäßigkeiten berichtet und ein Verdacht auf eine hormonelle Störung besteht. Übersteigen die notwendigen Untersuchungen die medizinischen Möglichkeiten der gynäkologischen Praxis, empfiehlt sich die Überweisung an eine Praxis oder Klinik (Fertilitätsklinik), die auf Fortpflanzungsmedizin (Reproduktionsmedizin) spezialisiert ist.

Für die Untersuchung des Mannes sind urologische oder andrologische Praxen (Andrologie = Männerheilkunde) zuständig.

Spezialpraxen und Kliniken

Inzwischen gibt es vielerorts Spezialpraxen und Kliniken für die Beratung und Behandlung von Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch. In den meisten dieser Zentren für Reproduktionsmedizin wird eine Vielzahl von Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten angeboten.

Wichtige Qualitätskriterien für die Auswahl einer Praxis oder Klinik sind neben der Erfahrung der einzelnen Ärztinnen und Ärzte:

  • die verständliche Vermittlung von Informationen,
  • die Klarheit des Vorgehens bei allen Untersuchungen und Behandlungen
  • und Zeit und Fähigkeit zum Gespräch.

Ausschlaggebend bei der Entscheidung für eine Praxis oder Klinik sollten nicht nur deren Erfolgszahlen bei einzelnen Reproduktionsverfahren sein. Erfolgszahlen sind stets Durchschnittswerte, die nicht für jeden Einzelfall gelten. Hier kann es helfen, die eigene Frauenärztin oder den Frauenarzt um eine Einschätzung zu bitten. Nicht zuletzt kommt es darauf an, sich in der Praxis wohl zu fühlen und Vertrauen entwickeln zu können.

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 08.11.2012