Hitzewallungen
In der Schwangerschaft und in der Stillzeit sind die Stoffwechselvorgänge beschleunigt und auch das Blut fließt schneller. Deshalb erzeugt der Körper mehr Wärme. Zudem sind die Blutgefäße der Haut erweitert und geben mehr Wärme nach außen ab. Dadurch kann es zu Hitzewallungen und Schweißausbrüchen kommen. Das ist zwar lästig, aber ganz normal.
Wer lockere Baumwollkleidung in mehreren Schichten nach dem Zwiebelprinzip trägt, kann sich während einer Hitzewallung bequem „entblättern“ und rasch Erleichterung verschaffen. Eine wirksame Sofortmaßnahme ist es auch, kühlendes Wasser über die Unterarme laufen zu lassen. Wer viel schwitzt, sollte ausreichend trinken, um den Flüssigkeitshaushalt wieder auszugleichen. Äußere Auslöser für eine Hitzewallung können neben überheizten Räumen zum Beispiel starker Kaffee oder Tee, scharfe Gewürze, gegrilltes oder scharf angebratenes Fleisch sein.
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Häufig gestellte Fragen
Meine Brustwarzen tun mir weh. Was kann ich dagegen tun?
Während der Schwangerschaft schüttet der Körper das Hormon Prolaktin aus, das die Milchbildung anregt. Es aktiviert die bislang untätigen Milchdrüsen und lässt das Drüsengewebe wachsen. Das hat zur Folge, dass die Brustwarzen manchmal schmerzen und sich wund anfühlen. Linderung verschaffen warme Umschläge mit einem beruhigenden Öl oder ein warmes Vollbad mit einem entsprechenden Badezusatz. Das hilft gegen Spannungsgefühle und Schmerzen in der Brust. Seife dagegen trocknet die Haut aus und reizt sie noch mehr; deshalb ist es besser, zum Waschen nur klares Wasser zu verwenden. Büstenhalter sollten möglichst aus weicher Baumwolle sein, da sie hautverträglicher ist als die meisten Synthetikstoffe.
Meine Füße und Hände sind abends oft stark geschwollen. Ist das ein Problem?
Ursache für geschwollene Hände und Füße sind meist Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme). Sie können zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft auftreten, besonders häufig aber in den letzten Schwangerschaftswochen. Normalerweise sind Ödeme kein Grund zur Sorge. Sie können jedoch auch Anzeichen für eine Präeklampsie sein. Deshalb ist es wichtig, die Ärztin oder den Arzt darüber zu informieren. Dann kann festgestellt werden, ob es weitere Symptome einer Präeklampsie gibt, etwa eine rasche Gewichtszunahme (mehr als ein Kilogramm pro Woche), Bluthochdruck und erhöhte Eiweißkonzentration im Urin.
Wechselduschen, leichte Massagen und das Hochlagern der Beine können bei geschwollenen Beinen Linderung verschaffen. Sehr wichtig ist, genügend zu trinken, um den Stoffwechsel und die Ausscheidung von Schadstoffen zu fördern. Obst, Gemüse und besonders Kartoffeln helfen, die Wassereinlagerungen auszuschwemmen.


