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11. und 12. Schwangerschaftswoche

Körper und Gliedmaßen des Fötus sind nun deutlich ausgeprägt. Sein Versorgungsbedarf steigt, und in gleichem Maße wächst auch die Plazenta. Die äußeren Geschlechtsorgane bilden sich.


In der zwölften Schwangerschaftswoche sind die Arme und Beine schon gut ausgebildet. An den Händen sind die Finger schon klar zu unterscheiden, und an den Füßen beginnen sich die Zehen zu formen. Bald sind schon gezielte Bewegungen einzelner Gliedmaßen erkennbar.

Die Lunge ist noch inaktiv

Die Lunge ist zwar schon ausgebildet, sie wird das Ungeborene aber erst nach seiner Geburt mit Sauerstoff versorgen. Bis dahin stellt die Mutter den lebensnotwendigen Sauerstoff im Austausch über ihr eigenes Blut zur Verfügung. In der Nabelschnur verlaufen drei Blutbahnen. Über die dickere Vene fließt frisches, sauerstoffreiches Blut in die Blutbahnen des Fötus, über die zwei dünneren Arterien werden die Abfallstoffe abtransportiert.

Mit dem Kind wächst auch die Plazenta

Die Plazenta leitet Sauerstoff und Nährstoffe aus dem Blut der Mutter an das Ungeborene weiter und filtert dabei viele, aber nicht alle Schadstoffe heraus. Das feine Gefäßsystem der Plazenta übergibt die wichtigen Stoffe an das Blut des Fötus. Je größer er wird, desto höher ist auch sein Versorgungsbedarf. Deshalb wächst die Plazenta in gleichem Maße wie das Ungeborene. Am Ende der zwölften Schwangerschaftswoche ist die Plazenta so groß wie eine Faust.

Die Geschlechtsorgane wachsen

Nach den inneren haben sich jetzt auch die äußeren Geschlechtsorgane herausgebildet. In den Hoden wird das männliche Hormon Testosteron gebildet, in den weiblichen Eierstöcken "schlummern" bereits Millionen zukünftiger Eizellen.

Der Fötus ist gegen Ende des dritten Schwangerschaftsmonats etwa fünf Zentimeter groß.

Publikationen zum Thema

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Laue, Birgit
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Häufig gestellte Fragen

Deckt eine vegetarische Ernährung den Nährstoffbedarf für Mutter und Kind?

Eine vielseitige vegetarische Ernährung, die Milch, Milchprodukte und Eier enthält, deckt in der Regel den Nährstoff- und Vitaminbedarf ebenso wie eine Ernährung mit Fleisch.

Vegetarierinnen sollten aber besonders darauf achten, dass sie ausreichend Eisen, B-Vitamine und Eiweiß zu sich nehmen. Eine Ernährungsberatung kann Tipps zu einer ausgewogenen vegetarischen Ernährung während der Schwangerschaft geben. Im Zweifel ist es sinnvoll, sich ärztlich beraten zu lassen. Falls ein Vitamin- oder Eisenmangel besteht, wird die Ärztin oder der Arzt dies feststellen und bei Bedarf ein Nahrungsergänzungsmittel verschreiben.

Schadet Passivrauchen meinem Kind?

Dass Zigarettenrauch dem Ungeborenen schwere Schäden zufügen kann, ist bekannt. Auch Passivrauchen ist schädlich, da Schadstoffe, die über die Atemluft aufgenommen werden, in den kindlichen Blutkreislauf gelangen. Bestimmte krebserregende Stoffe, die im Zigarettenrauch enthalten sind, können sich in verqualmten Räumen konzentrieren und werden auch von Nichtrauchern eingeatmet.

Schwangere sollten daher Räume, in denen geraucht wird, möglichst meiden. Wichtig ist außerdem, dass Raucherinnen und Raucher in Gegenwart Schwangerer auf ihre Zigarette verzichten. Dies gilt vor allem für werdende Väter. Ihnen kommt eine besondere Verantwortung zu, ihrem Kind zuliebe mit dem Rauchen aufzuhören oder es zumindest deutlich einzuschränken.

Schadet es meinem ungeborenen Kind, wenn ich in der Schwangerschaft Geschlechtsverkehr habe?

Es gibt nur sehr wenige Risikofaktoren, die eine Einschränkung des Geschlechtsverkehrs während der Schwangerschaft nahe legen. Dazu gehören Anzeichen einer drohenden Fehlgeburt in der Frühschwangerschaft oder eine zu tief sitzende Plazenta. Auch bei Mehrlingsschwangerschaften in den letzten Wochen vor der Geburt oder bei Anzeichen vorzeitiger Wehen ist Vorsicht geboten. Treten nach dem Geschlechtsverkehr immer wieder Blutungen auf, sollte die Schwangere die Ärztin oder den Arzt um Rat fragen.

Abgesehen von diesen Fällen gibt es keinen Grund, warum eine Schwangere keinen Sex haben sollte. Die Außenschichten der Fruchtblase halten auch starken Druck von außen aus. Da das Ungeborene zudem im Fruchtwasser schwimmt, wird es auch bei Stößen und Erschütterungen nicht verletzt.

Eine Infektion des ungeborenen Kindes durch Geschlechtsverkehr ist für gewöhnlich ausgeschlossen: Der Schleimpfropf, der den Muttermund versiegelt, macht das Eindringen von Bakterien und Keimen in den Uterus unmöglich. Allerdings sind Geschlechtskrankheiten wie eine Chlamydien-Infektion, Herpes, Tripper oder AIDS eine Gefahr für das ungeborene Kind. Zum Schutz von Mutter und Kind sollten hier unbedingt Kondome verwendet werden.

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