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Rückenschmerzen

Vor allem im letzten Schwangerschaftsdrittel bekommen Schwangere nicht selten Rückenbeschwerden. Bei Frauen, die bereits vor der Schwangerschaft Rückenprobleme hatten, können sie sich verstärken. Die Ursache ist vor allem das zunehmende Gewicht des Bauches: Es drückt nach vorne, strapaziert Bänder und Muskeln und zieht die Wirbelsäule ins Hohlkreuz.

Durch die Schwangerschaftshormone sind zudem die Sehnen und Bänder, die die Knochen verbinden, weicher als sonst, damit sie sich während der Geburt besser dehnen können. Dadurch kann es zu Reizungen und Irritationen im Bereich der Lendenwirbelsäule und des Beckens kommen. Auf all diese Veränderungen reagiert die Rückenmuskulatur oft mit Verspannungen.

Regelmäßige Bewegung hilft, Rückenschmerzen vorzubeugen. Geeignet sind zum Beispiel Schwimmen, Yoga und flottes Spazierengehen (Walking). In der Schwangerschaftsgymnastik werden Übungen gezeigt, die die Rückenmuskulatur kräftigen. Entlastend ist auch, auf eine gute Haltung zu achten und Schuhe mit weichen Sohlen und flachen Absätzen zu tragen. Schweres Heben und langes Stehen sollten in der Schwangerschaft vermieden werden.

Gegen akute Rückenschmerzen helfen Wärme, Entspannung und sanfte Lockerungsübungen. Wärmepackungen sind nicht zu empfehlen, da sie vorzeitige Wehen auslösen könnten. Ein warmes Wannenbad oder eine nicht zu heiße Wärmflasche entspannen die Muskulatur ebenso gut. Auch eine leichte Massage mit einem Massageöl kann hilfreich sein – allerdings nicht im Bereich des Kreuzbeins, denn dies könnte Kontraktionen in der Gebärmutter auslösen. Bei stärkeren Beschwerden, die über mehrere Tage unvermindert anhalten, ist ärztlicher Rat sinnvoll.

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Häufig gestellte Fragen

Meine Brustwarzen tun mir weh. Was kann ich dagegen tun?

Während der Schwangerschaft schüttet der Körper das Hormon Prolaktin aus, das die Milchbildung anregt. Es aktiviert die bislang untätigen Milchdrüsen und lässt das Drüsengewebe wachsen. Das hat zur Folge, dass die Brustwarzen manchmal schmerzen und sich wund anfühlen. Linderung verschaffen warme Umschläge mit einem beruhigenden Öl oder ein warmes Vollbad mit einem entsprechenden Badezusatz. Das hilft gegen Spannungsgefühle und Schmerzen in der Brust. Seife dagegen trocknet die Haut aus und reizt sie noch mehr; deshalb ist es besser, zum Waschen nur klares Wasser zu verwenden. Büstenhalter sollten möglichst aus weicher Baumwolle sein, da sie hautverträglicher ist als die meisten Synthetikstoffe.

Meine Füße und Hände sind abends oft stark geschwollen. Ist das ein Problem?

Ursache für geschwollene Hände und Füße sind meist Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme). Sie können zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft auftreten, besonders häufig aber in den letzten Schwangerschaftswochen. Normalerweise sind Ödeme kein Grund zur Sorge. Sie können jedoch auch Anzeichen für eine Präeklampsie sein. Deshalb ist es wichtig, die Ärztin oder den Arzt darüber zu informieren. Dann kann festgestellt werden, ob es weitere Symptome einer Präeklampsie gibt, etwa eine rasche Gewichtszunahme (mehr als ein Kilogramm pro Woche), Bluthochdruck und erhöhte Eiweißkonzentration im Urin.

Wechselduschen, leichte Massagen und das Hochlagern der Beine können bei geschwollenen Beinen Linderung verschaffen. Sehr wichtig ist, genügend zu trinken, um den Stoffwechsel und die Ausscheidung von Schadstoffen zu fördern. Obst, Gemüse und besonders Kartoffeln helfen, die Wassereinlagerungen auszuschwemmen.

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