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Müdigkeit

Vor allem in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft sind viele Frauen häufig müde. Die Müdigkeit wird durch die Hormonumstellung, den veränderten Stoffwechsel und den anfangs oft niedrigen Blutdruck hervorgerufen. Manche Schwangere haben auch einen Eisenmangel.

Ausreichend Schlaf und Entspannung sind in der Schwangerschaft besonders wichtig, gegen Tagesmüdigkeit hilft ein Nickerchen zwischendurch. Wechselduschen, viel Bewegung an frischer Luft und Rosmarinbäder können aktivierend wirken.

Bei Eisenmangel erleichtert Vitamin C in Obst und Gemüse dem Körper die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung. Mageres Fleisch, grünes Gemüse wie Brokkoli, Grünkohl und Mangold, Vollkornprodukte, Eigelb, Sonnenblumenkerne und Aprikosen enthalten viel Eisen. Eisenpräparate sollten nur in Absprache mit der Ärztin oder dem Arzt eingenommen werden.

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Häufig gestellte Fragen

Kann es meinem Kind schaden, wenn ich großen Ärger oder Stress habe?

Starke Gefühle – ob positiv oder negativ – regen die Produktion des „Stresshormons“ Adrenalin und anderer Substanzen im Körper an. Sie gelangen über die Plazenta auch ins Blut des ungeborenen Kindes. Ist die Mutter nervös, kann auch das Kind nervös werden: Es macht sich durch Tritte und Stöße bemerkbar oder dreht sich im Bauch hin und her. Gewöhnlicher Alltagsstress ist aber kein Grund zur Beunruhigung.

Man weiß zwar inzwischen, dass große Gefühlsbelastungen das Ungeborene beeinflussen und das Risiko einer Frühgeburt erhöhen können. Aber es kommt entscheidend darauf an, wie eine werdende Mutter mit belastenden Situationen umgeht. Sie kann darauf achten, sich allzu starkem Druck so gut wie möglich zu entziehen und bei Stress für Ausgleich und Entspannung zu sorgen.

Natürlich lassen sich Stress und Ärger während der neun Monate einer Schwangerschaft nicht vollständig vermeiden. Das bedeutet aber nicht, dass das Kind durch jede Belastung Schaden nimmt: Die meisten Kinder kommen selbst nach schwierigen Schwangerschaften gesund zur Welt und entwickeln sich normal.

Muss ich meine Katze abschaffen, wenn ich schwanger bin?

Katzen können Toxoplasmose übertragen, eine normalerweise harmlose Infektion. Eine Erstinfektion während der Schwangerschaft kann jedoch zu schweren Schäden an Augen und Gehirn des Kindes führen. Wenn bestimmte Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden, ist es aber nicht nötig, sich in der Schwangerschaft komplett von Katzen fernzuhalten oder das eigene Tier abzugeben.

Schwangere, die eine Katze haben, können durch eine Blutuntersuchung feststellen lassen, ob sie gegen Toxoplasmose immun sind. Wenn ja, besteht keine Gefahr der erneuten Ansteckung.

Hat eine Schwangere keine Toxoplasmose-Antikörper im Blut, kann die Tierärztin oder der Tierarzt feststellen, ob ihre Katze Überträgerin der Krankheit ist. Ist die Katze keine Überträgerin, sollte die Schwangere darauf achten, dass sich das Tier nicht infiziert – zum Beispiel, indem sie die Katze nicht aus der Wohnung lässt und sie nicht mit rohem Fleisch füttert.

Ist die Katze jedoch Überträgerin, sollte das Katzenklo weit weg von den Wohnräumen aufgestellt und feucht gehalten werden, sodass es nicht staubt. Um das Infektionsrisiko zu mindern, sollte die Schwangere das Katzenklo möglichst nicht selbst reinigen.

Stimmt es, dass Schwangere unkonzentriert und vergesslich sind?

Viele Schwangere klagen über Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit, und in der Tat haben zahlreiche psychologische Studien Schwangeren eine herabgesetzte Außenwahrnehmung, eingeschränkte Gedächtnisleistungen und verminderte Konzentrationsfähigkeit bescheinigt. Die möglichen Ursachen sind jedoch umstritten. Man weiß bis heute nur wenig darüber, ob und wie sich die körperlichen Veränderungen in der Schwangerschaft auf das Gehirn und die kognitiven Fähigkeiten auswirken.

Manche Fachleute vermuten, dass die Gefühlsschwankungen werdender Mütter ihre Wahrnehmung negativ beeinflussen können oder dass die hormonellen Veränderungen die Hirnleistung der Frauen herabsetzen.

Eine Anfang 2010 veröffentlichte australische Studie, an der mehr als 1200 junge Frauen teilgenommen hatten, widerspricht solchen Vermutungen jedoch. Sie überprüfte die kognitiven Leistungen der Teilnehmerinnen nicht nur während ihrer ersten Schwangerschaft, sondern auch in der Zeit davor und danach. In Gedächtnistests und Konzentrationsübungen zeigten sich dabei keine Unterschiede.

Die australischen Forscherinnen und Forscher stellten allenfalls fest, dass sich die Aufmerksamkeit Schwangerer oft auf andere Themen richtet als auf ihren Beruf. Zudem wirkten sich Müdigkeit und körperliche Belastungen auf ihre Konzentrationsfähigkeit aus. Nicht zuletzt würden Schwangere Anzeichen für Vergesslichkeit sehr genau wahrnehmen.

Ob nun Vergesslichkeit und Konzentrationsstörungen in der Schwangerschaft objektiv nachweisbar sind oder auf einer veränderten Wahrnehmung der Schwangeren beruhen – falls sie auftreten, sind sie kein Grund zur Sorge. Wichtig ist, sich als werdende Mütter genug Ruhe und Entspannung zu gönnen, um Müdigkeit und Erschöpfung vorzubeugen.

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