Wadenkrämpfe
Schmerzhafte Wadenkrämpfe treten häufig nachts oder in den frühen Morgenstunden auf. Sie können durch Überbelastung, Krampfadern, Blutarmut und/oder einen Mineralstoffmangel ausgelöst werden. Während der Schwangerschaft ist der Bedarf an Magnesium, Kalzium und Kalium erhöht; gleichzeitig werden diese Mineralstoffe durch stärkeres Schwitzen und häufigeres Wasserlassen vermehrt ausgeschieden.
Viel Magnesium und Kalzium enthalten zum Beispiel Vollkorn- und Milchprodukte, grünes Freilandgemüse, geschälte Mandeln und Nüsse sowie Bananen. Häufig wird Schwangeren zusätzlich die Einnahme von Magnesiumpräparaten empfohlen.
Um Wadenkrämpfen vorzubeugen und die Muskulatur zu entlasten, empfiehlt es sich, flache, bequeme Schuhe zu tragen. Hilfreich ist außerdem alles, was die Durchblutung fördert: regelmäßige Bewegung, Wechselduschen, Massagen der Wadenmuskulatur vor dem Einschlafen, eventuell auch durchblutungsfördernde Salben. Wer keine Krampfadern hat, kann die Waden auf eine Wärmflasche oder ein Heizkissen legen.
Ist der Krampf einmal da, hilft es, die Wadenmuskulatur zu dehnen: Am besten im Stehen die Fußsohlen kräftig gegen den Boden drücken, dabei die Knie beugen. Im Liegen mit ausgestrecktem Bein die Zehen nach oben zum Körper hin ziehen und die Ferse nach unten drücken.
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Häufig gestellte Fragen
Meine Brustwarzen tun mir weh. Was kann ich dagegen tun?
Während der Schwangerschaft schüttet der Körper das Hormon Prolaktin aus, das die Milchbildung anregt. Es aktiviert die bislang untätigen Milchdrüsen und lässt das Drüsengewebe wachsen. Das hat zur Folge, dass die Brustwarzen manchmal schmerzen und sich wund anfühlen. Linderung verschaffen warme Umschläge mit einem beruhigenden Öl oder ein warmes Vollbad mit einem entsprechenden Badezusatz. Das hilft gegen Spannungsgefühle und Schmerzen in der Brust. Seife dagegen trocknet die Haut aus und reizt sie noch mehr; deshalb ist es besser, zum Waschen nur klares Wasser zu verwenden. Büstenhalter sollten möglichst aus weicher Baumwolle sein, da sie hautverträglicher ist als die meisten Synthetikstoffe.
Meine Füße und Hände sind abends oft stark geschwollen. Ist das ein Problem?
Ursache für geschwollene Hände und Füße sind meist Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme). Sie können zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft auftreten, besonders häufig aber in den letzten Schwangerschaftswochen. Normalerweise sind Ödeme kein Grund zur Sorge. Sie können jedoch auch Anzeichen für eine Präeklampsie sein. Deshalb ist es wichtig, die Ärztin oder den Arzt darüber zu informieren. Dann kann festgestellt werden, ob es weitere Symptome einer Präeklampsie gibt, etwa eine rasche Gewichtszunahme (mehr als ein Kilogramm pro Woche), Bluthochdruck und erhöhte Eiweißkonzentration im Urin.
Wechselduschen, leichte Massagen und das Hochlagern der Beine können bei geschwollenen Beinen Linderung verschaffen. Sehr wichtig ist, genügend zu trinken, um den Stoffwechsel und die Ausscheidung von Schadstoffen zu fördern. Obst, Gemüse und besonders Kartoffeln helfen, die Wassereinlagerungen auszuschwemmen.


