Verstopfung
Die hohe Konzentration der Hormone Östrogen und Progesteron im Blut führen zur Entspannung der Muskeln des Verdauungstraktes. Dadurch wird der Darm träger, und Verstopfung ist eine häufige Folge.
Regelmäßige Bewegung und eine ballaststoffreiche Kost (Vollkornprodukte, Obst, Gemüse und Trockenfrüchte) helfen, die Darmmuskulatur aktiv zu halten. Wichtig ist auch ausreichendes Trinken, am besten Wasser, verdünnte Säfte oder Kräutertee. Ein Glas warmes Wasser nach dem Aufstehen regt die Verdauung an.
Wer unter Verstopfung leidet, verzichtet besser auf verdauungshemmende Nahrungsmittel wie Schokolade, Bananen und Weißmehlprodukte. Abführmittel und Einläufe sind in der Schwangerschaft tabu.
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Häufig gestellte Fragen
Es fällt mir schwer, auf Sport zu verzichten. Wie aktiv kann ich während der Schwangerschaft noch sein?
Bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft müssen gesunde Frauen nicht auf Sport verzichten. Allerdings sind Sportarten, die mit hoher Sturz- und Verletzungsgefahr, schnellen, abrupten Bewegungen und/oder Gegnerkontakt verbunden sind, sowie anspruchsvolle Kraft- und Dehnübungen auch für Trainierte nicht zu empfehlen.
Ansonsten ist es nicht nur erlaubt, sondern auch sinnvoll, die Lieblingssportart weiterhin zu betreiben – aber in angepasster, also moderater Form. Das Training sollte nie erschöpfen, sondern beleben und Spaß machen. Wichtig ist, erste Anzeichen von Überanstrengung ernst zu nehmen: Wird die Luft zum Atmen knapp oder steigt die Pulsfrequenz über 140 Schläge pro Minute, ist es Zeit, eine Pause zu machen oder das Training zu beenden.
Ich muss sehr oft zur Toilette gehen. Was kann ich gegen meine Blasenschwäche tun?
Mit fortschreitender Schwangerschaft drückt das Gewicht des Kindes immer mehr auf die Blase. Das führt zu häufigerem Harndrang, wobei oft nur wenig Urin ausgeschieden wird. Vor allem in den letzten Schwangerschaftswochen kann die Blase wegen des Platzmangels immer weniger Urin aufnehmen. Weil das Schwangerschaftshormon Progesteron entspannend auf die Blasenmuskulatur wirkt, kann es zudem auch leichter zu unfreiwilligem Harnabgang kommen.
Gegen Blasenschwäche im letzten Schwangerschaftsdrittel lässt sich leider nicht viel tun. Auf keinen Fall sollte man weniger trinken, da es dann leicht zu Harnweginfektionen kommen kann. Frauen, die regelmäßig und vom Beginn der Schwangerschaft an Beckenbodenübungen machen, haben oft weniger Beschwerden. Ein konsequentes Beckenbodentraining kann auch einer Blasenschwäche nach der Geburt vorbeugen.


