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Schwangerschaftsstreifen

In der Schwangerschaft vergrößert sich der Bauchumfang nicht selten um etwa 40 Zentimeter. Dadurch werden die Haut und das darunterliegende elastische Bindegewebe manchmal bis über die Belastungsgrenzen gedehnt. Durch diese Überdehnung können feine Risse in der Unterhaut entstehen. Bei einigen Frauen zeigen sie sich als bläulich schimmernde Streifen meist am Bauch, häufig auch an Brust und Hüften.

Meist ist ein anlagebedingt schwaches Bindegewebe, ein sehr großes Kind oder eine Mehrlingsschwangerschaft die Ursache. Die Streifen bleiben nach der Geburt als feine Linien oder Narben zurück, die aber in der Regel nur schwach sichtbar sind.

Schwangerschaftsstreifen kann man durch sorgfältige Hautpflege und Massagen ein wenig vorbeugen: Regelmäßiges Einmassieren von Vitamin-E-haltigem Öl, Mandel- oder Jojobaöl sowie gezielte Zupf- und Knetmassagen fördern die Dehnungsfähigkeit der Haut. Auch Massagen mit der Trockenbürste, Gymnastik, Schwimmen und Wechselduschen verbessern die Durchblutung und damit die Elastizität der Haut und des Bindegewebes.

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Häufig gestellte Fragen

Ist das Kind im Mutterleib gegen Stöße von außen gut geschützt?

Die mit Flüssigkeit gefüllte Fruchtblase besteht aus mehreren Zellschichten. Zusammen sind sie so robust, dass sie selbst unter großem Druck von außen nicht reißen. Zudem schwimmt das Ungeborene im Fruchtwasser, sodass es durch Stöße und Erschütterungen zwar in Bewegung gerät, sich aber in der Regel nicht verletzen kann.

Bei kleineren Unfällen wie leichten Stößen oder Stürzen bietet die Gebärmutter genügend Schutz. Bei Schmerzen oder Blutungen jedoch sollte unbedingt die Ärztin oder der Arzt befragt werden.

Stimmt es, dass ich in der Schwangerschaft für zwei essen kann?

In der Schwangerschaft braucht eine Frau mehr Nährstoffe als sonst, damit das ungeborene Kind ausreichend versorgt wird und sich gesund entwickeln kann. Da ist es nur natürlich, dass Schwangere auch mehr Appetit haben. Die Vorstellung, „für zwei“ essen zu müssen oder zu dürfen, ist allerdings überholt.

Der zusätzliche Energiebedarf des Ungeborenen liegt bei etwa 200 bis 300 Kilokalorien pro Tag. Das entspricht etwa einem halben Liter Milch oder einem Käsebrot. Da der Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen in der Schwangerschaft steigt, ist es besonders wichtig, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Dies lässt sich normalerweise durch einen abwechslungsreichen Speiseplan mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten erreichen. Extra-Portionen sind nicht nötig.

Eine häufig zu lesende Empfehlung ist, dass die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft etwa zehn bis 15 Kilogramm betragen sollte. Solche Angaben sind jedoch nur ungefähre Richtwerte: So wie jede Schwangerschaft anders verläuft, variiert auch die Gewichtszunahme von Frau zu Frau. Bei jeder Vorsorgeuntersuchung wird das Gewicht kontrolliert. Solange dabei keine zu geringe oder übermäßige Gewichtszunahme festgestellt wird, braucht man sich um das Gewicht keine Gedanken zu machen.

Meine Brustwarzen tun mir weh. Was kann ich dagegen tun?

Während der Schwangerschaft schüttet der Körper das Hormon Prolaktin aus, das die Milchbildung anregt. Es aktiviert die bislang untätigen Milchdrüsen und lässt das Drüsengewebe wachsen. Das hat zur Folge, dass die Brustwarzen manchmal schmerzen und sich wund anfühlen. Linderung verschaffen warme Umschläge mit einem beruhigenden Öl oder ein warmes Vollbad mit einem entsprechenden Badezusatz. Das hilft gegen Spannungsgefühle und Schmerzen in der Brust. Seife dagegen trocknet die Haut aus und reizt sie noch mehr; deshalb ist es besser, zum Waschen nur klares Wasser zu verwenden. Büstenhalter sollten möglichst aus weicher Baumwolle sein, da sie hautverträglicher ist als die meisten Synthetikstoffe.

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