Juckreiz
Viele Schwangere haben Hautjucken, besonders in der zweiten Schwangerschaftshälfte. Der Juckreiz ist einerseits hormonell bedingt und wird andererseits durch die Überdehnung der Haut verursacht. Auch die verstärkte Schweißbildung in Hautfalten, zum Beispiel unter den Brüsten, kann die Haut reizen.
Abhilfe schafft locker sitzende Kleidung aus glatten, angenehm zu tragenden Stoffen. Beim Waschen ist eine pH-neutrale Waschlotion günstig, die man sparsam verwenden sollte. Dagegen trocknet Seife die Haut leicht aus. Bäder mit Meersalz, Kieselerde oder einem Ölzusatz können lindernd wirken. Zum Eincremen nach dem Duschen oder dem Bad empfiehlt sich eine feuchtigkeitspendende Körperlotion, die Harnstoff enthält (Urea).
Wenn der Juckreiz anhaltend stark ist oder mit Wundsein und Ausschlag einhergeht, ist eine ärztliche Abklärung wichtig.
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Häufig gestellte Fragen
Meine Brustwarzen tun mir weh. Was kann ich dagegen tun?
Während der Schwangerschaft schüttet der Körper das Hormon Prolaktin aus, das die Milchbildung anregt. Es aktiviert die bislang untätigen Milchdrüsen und lässt das Drüsengewebe wachsen. Das hat zur Folge, dass die Brustwarzen manchmal schmerzen und sich wund anfühlen. Linderung verschaffen warme Umschläge mit einem beruhigenden Öl oder ein warmes Vollbad mit einem entsprechenden Badezusatz. Das hilft gegen Spannungsgefühle und Schmerzen in der Brust. Seife dagegen trocknet die Haut aus und reizt sie noch mehr; deshalb ist es besser, zum Waschen nur klares Wasser zu verwenden. Büstenhalter sollten möglichst aus weicher Baumwolle sein, da sie hautverträglicher ist als die meisten Synthetikstoffe.
Meine Füße und Hände sind abends oft stark geschwollen. Ist das ein Problem?
Ursache für geschwollene Hände und Füße sind meist Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme). Sie können zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft auftreten, besonders häufig aber in den letzten Schwangerschaftswochen. Normalerweise sind Ödeme kein Grund zur Sorge. Sie können jedoch auch Anzeichen für eine Präeklampsie sein. Deshalb ist es wichtig, die Ärztin oder den Arzt darüber zu informieren. Dann kann festgestellt werden, ob es weitere Symptome einer Präeklampsie gibt, etwa eine rasche Gewichtszunahme (mehr als ein Kilogramm pro Woche), Bluthochdruck und erhöhte Eiweißkonzentration im Urin.
Wechselduschen, leichte Massagen und das Hochlagern der Beine können bei geschwollenen Beinen Linderung verschaffen. Sehr wichtig ist, genügend zu trinken, um den Stoffwechsel und die Ausscheidung von Schadstoffen zu fördern. Obst, Gemüse und besonders Kartoffeln helfen, die Wassereinlagerungen auszuschwemmen.


