Chlamydien-Infektion

Chlamydien sind Bakterien, die Erkrankungen der Schleimhäute im Bereich der Augen, der Atemwege und im Genitalbereich auslösen können. Eine Chlamydien-Infektion im Genitalbereich gehört zu den Geschlechtskrankheiten und wird meist beim Sex über Körperflüssigkeiten übertragen.

Eine Chlamydien-Infektion bleibt oft unbemerkt, weil sie in drei von vier Fällen keine Beschwerden verursacht. Zu den Symptomen gehören unter anderem Brennen beim Wasserlassen, Juckreiz in der Scheide und gelblicher Ausfluss. Bei Männern kann die Infektion zu einer Harnröhrenentzündung mit starkem Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen führen.

Eine unbehandelte Chlamydien-Infektion kann zu Entzündungen der Eierstöcke und Eileiter, zu Unfruchtbarkeit, einer Eileiterschwangerschaft oder einer Früh- oder Fehlgeburt führen. Für das Kind besteht die größte Gefahr einer Infizierung mit Chlamydien während der Geburt: Die Keime können beim Durchtritt des Kindes durch den Geburtsweg übertragen werden und eine Augen- und Lungenentzündung verursachen.

Eine Chlamydien-Infektion muss rasch ärztlich behandelt werden. Wichtig ist, dass der Partner mitbehandelt wird. Um auch symptomlose Infektionen rechtzeitig entdecken zu können, gehört ein Test auf Chlamydien zu den Schwangerschafts-Vorsorgeuntersuchungen.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 06.03.2011