Barrieremethoden

Das Kondom für Männer und das Diaphragma für Frauen sind erprobte Barrieremethoden zur Empfängnisverhütung. Inzwischen gibt es für Frauen zusätzliche Alternativen.

Die Idee der mechanischen Empfängnisverhütung ist denkbar einfach: Eine Barriere verhindert, dass Samenzellen in die Gebärmutter eindringen können. Während das Kondom über den Penis gestülpt wird, um das Sperma abzufangen, beruhen Barrieremethoden für Frauen darauf, dass der Zugang zur Gebärmutter versperrt wird. Die Barriere wird vor dem Muttermund platziert.

Vor- und Nachteile

Die sichere Anwendung von Barrieremethoden verlangt etwas Übung. Das gilt für das Kondom ebenso wie für Diaphragma und die FemCap. Es gibt jedoch zahlreiche Informationsmaterialien, die die Anwendung der einzelnen Methoden anschaulich darstellen. Auch Gynäkologinnen und Gynäkologen sowie Familien- und Frauenberatungsstellen bieten Hilfestellung.

Barrieremethoden kommen stets unmittelbar vor dem Geschlechtsverkehr zum Einsatz. Das hat den Vorteil, dass eine ununterbrochene Anwendung wie bei der Pille oder der Spirale nicht erforderlich ist. Außerdem bleibt den Frauen ein Eingriff in den Hormonhaushalt mit den entsprechenden Nebenwirkungen erspart. Allerdings kann es auch bei den Barrieremethoden zu unerwünschten Begleiterscheinungen kommen. Viele Paare fühlen sich dabei zudem in ihrer Spontaneität beeinträchtigt.

Jederzeit verfügbar

Alle mechanischen Verhütungsmittel sind rezeptfrei erhältlich; ein Arztbesuch ist also nicht nötig. Die Kosten werden allerdings grundsätzlich nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 14.04.2015