Hilfe in schwierigen Lebenslagen: Die Familienhebamme

Familienhebammen betreuen Schwangere, Mütter und ihre Kinder in schwierigen Situationen auch über die normalerweise üblichen zwölf Wochen nach der Geburt hinaus.

© BZgA/HN/Eichhöfer
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Familienhebammen sind speziell ausgebildete Hebammen, die alleinerziehende Mütter oder Familien über die Regelleistungen der gesetzlichen Krankenkassen hinaus betreuen können. Neben der Begleitung während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett bieten sie meist auch eine häusliche Unterstützung bis zum vollendeten ersten Lebensjahr des Kindes an, wenn es in der Familie gesundheitliche oder soziale Probleme gibt – zum Beispiel bei früh geborenen Kindern, chronisch kranken Müttern oder bei minderjährigen Schwangeren. Bei besonderem Bedarf ist die Betreuung auch bis zu drei Jahre möglich.

Die Familienhebamme kann auch Gespräche oder Hilfen beim zuständigen Jugend- und Sozialamt, bei Erziehungs- oder Schwangerschaftsberatungsstellen, bei (Kinder-) Ärztinnen oder Ärzten vermitteln und die Frauen bei diesen Besuchen begleiten.

Familienhebammen arbeiten eng mit medizinischen und sozialen Diensten sowie karitativen Einrichtungen zusammen. Sie sind häufig bei Gemeinden, Wohlfahrtsverbänden oder Gesundheitsämtern angestellt oder arbeiten selbstständig. Normalerweise ist ihr Angebot für Frauen und Familien kostenfrei.

Da es noch nicht viele Familienhebammen gibt, ist es empfehlenswert, sich bei Bedarf frühzeitig zu informieren. Adressen vermitteln die Schwangerschaftsberatungsstellen und Gesundheits- oder Sozialämter.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 05.08.2016