Webanalyse / Datenerfassung

Wir möchten diese Website fortlaufend verbessern. Dazu wird um Ihre Einwilligung in die statistische Erfassung von Nutzungsinformationen gebeten. Die Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.

Welcher Dienst wird eingesetzt?

Matomo

Zu welchem Zweck wird der Dienst eingesetzt?

Erfassung von Kennzahlen zur Webanalyse, um das Angebot zu verbessern.

Welche Daten werden erfasst?

  • IP-Adresse (wird umgehend anonymisiert)

  • Gerätetyp, Gerätemarke, Gerätemodell

  • Betriebssystem-Version

  • Browser/Browser-Engines und Browser-Plugins

  • aufgerufene URLs

  • die Website, von der auf die aufgerufene Seite gelangt wurde (Referrer-Site)

  • Verweildauer

  • heruntergeladene PDFs

  • eingegebene Suchbegriffe.

Die IP-Adresse wird nicht vollständig gespeichert, die letzten beiden Oktette werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt weggelassen/verfremdet (Beispiel: 181.153.xxx.xxx).

Es werden keine Cookies auf dem Endgerät gespeichert. Wird eine Einwilligung für die Datenerfassung nicht erteilt, erfolgt ein Opt-Out-Cookie auf dem Endgerät, welcher dafür sorgt, dass keine Daten erfasst werden.

Wie lange werden die Daten gespeichert?

Die anonymisierte IP-Adresse wird für 90 Tage gespeichert und danach gelöscht.

Auf welcher Rechtsgrundlage werden die Daten erfasst?

Die Rechtsgrundlage für die Erfassung der Daten ist die Einwilligung der Nutzenden nach Art. 6 Abs. 1 lit. a der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Einwilligung kann auf der Datenschutzseite jederzeit widerrufen werden. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Datenverarbeitung bleibt davon unberührt.

Wo werden die Daten verarbeitet?

Matomo wird lokal auf den Servern des technischen Dienstleisters in Deutschland betrieben (Auftragsverarbeiter).

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in den Datenschutzhinweisen.

Fragen rund um die Schwangerschaft?
Beratungsstelle in Ihrer Nähe finden ...

Der Mutterpass: Wichtiger Begleiter durch die Schwangerschaft

Stand: 27.07.2026

Der Mutterpass ist ein wichtiges Dokument während der Schwangerschaft. Dort finden sich alle Ergebnisse der Vorsorgeuntersuchungen. In einem Notfall liefert der Mutterpass den Ärztinnen und Ärzten wichtige Informationen.

Was ist der Mutterpass?

Bauch einer Schwangeren wird während einer Vorsorgeunteruntersuchung abgetastet

Der Mutterpass begleitet die Frau während der ganzen Schwangerschaft: Er ist wie eine kleine Gesundheitsakte, die die Frau am besten immer bei sich trägt. Ausgestellt wird der Mutterpass direkt bei der Erstuntersuchung in der Schwangerschaft, also entweder in der Frauenarztpraxis oder bei der Hebamme. Der Mutterpass enthält als Basisinformation alle Gesundheitsdaten der (werdenden) Mutter wie zum Beispiel die Blutgruppe oder den errechneten Termin im voraussichtlichen Geburtszeitraum. Im Verlauf der Schwangerschaft notieren die Frauenärztin, der Frauenarzt oder die Hebamme bei jeder Untersuchung alle weiteren wichtigen Daten. Der Mutterpass dokumentiert so den Verlauf der Schwangerschaft und wie sich das Kind entwickelt.

Treten Probleme in der Schwangerschaft auf oder bestehen besondere Schwangerschaftsrisiken, wird auch das in den Mutterpass eingetragen. Bei der Geburt können sich die Geburtshelferinnen und Geburtshelfer dann anhand des Mutterpasses ein Bild vom gesundheitlichen Zustand von Mutter und Kind machen. In medizinischen Notfällen verschafft der Mutterpass dem ärztlichen Personal schnell wichtige Informationen.

Zum Durchklicken: Führung durch den Mutterpass

Der Mutterpass enthält zahlreiche Informationen zum Verlauf der Schwangerschaft. Viele der darin verwendeten Fachbegriffe und Abkürzungen sind ohne medizinische Vorkenntnisse jedoch nicht ohne Weiteres verständlich. In unserem Online-Mutterpass werden wichtige Begriffe daher direkt an den entsprechenden Stellen erläutert. Ergänzend stehen zu ausgewählten Themen kurze Erklärvideos zur Verfügung.

Hinweise zur Nutzung

In unserem Online-Mutterpass haben wir an vielen Stellen Erklärungen für Sie hinterlegt. Sie können sich im Mutterpass frei bewegen: Entweder Sie blättern mit den Pfeilen nach links und rechts oder Sie rufen unten über den Regler gezielt bestimmte Seiten auf.

  • +    gelb:  
    Diese Markierung zeigt an, dass sich hinter dem Begriff eine Erklärung befindet. Mit einem Klick können Sie sich die Erklärung anzeigen lassen.
  • Video:  
    Bei Begriffen mit diesem Symbol finden Sie ein Erklärvideo. Sie können es mit einem Klick abspielen.
  • Unterstreichung:   
    Ein Begriff ist unterstrichen? Dann gibt es auf familienplanung.de einen ausführlichen Text dazu. Sie können sich den Text mit einem Klick anzeigen lassen.
Deckblatt
Hinweise für Schwangere
Seite 1
Seite 2
Seite 3
Seite 4
Im Mutterpass lässt sich diese Seite aufklappen. Blättern Sie hier weiter, um die Seite anzusehen.
Weiße Seite
Seite 5
Seite 6
Seite 7
Seite 8
Im Mutterpass lässt sich diese Seite aufklappen. Blättern Sie hier weiter, um die Seite anzusehen.
Weiße Seite
Seite 9
Seite 10
Seite 11
Seite 12
Seite 13
Seite 14
Seite 15
Seite 16
Seite 17
Seite 18
Seite 19
Seite 20
Im Mutterpass lässt sich diese Seite aufklappen. Blättern Sie hier weiter, um die Seite anzusehen.
Weiße Seite
Seite 21
Seite 22
Seite 23
Seite 24
Im Mutterpass lässt sich diese Seite aufklappen. Blättern Sie hier weiter, um die Seite anzusehen.
Weiße Seite
Seite 25
Seite 26
Seite 27
Seite 28
Seite 29
Seite 30
Seite 31
Seite 32
Seite 33
Seite 34
Bereitstellung und Genehmigung zur Nutzung: Gemeinsamer Bundesausschuss

Hinweise zur Nutzung

  • +    gelb:  
    Diese Markierung zeigt an, dass sich hinter dem Begriff eine Erklärung befindet.
  • Video:  
    Bei Begriffen mit diesem Symbol finden Sie ein Erklärvideo.
  • Unterstreichung:   
    Ein Begriff ist unterstrichen? Dann gibt es auf familienplanung.de einen ausführlichen Text dazu.

Seite 2


Unterschiedliche Blutgruppen vertragen sich oft nicht. Erhält eine Frau Blut mit einer „falschen“ Blutgruppe, kann das schwere Folgen haben. Deswegen gehen Ärztinnen und Ärzte immer auf Nummer sicher und testen mehrfach die Verträglichkeit vor einer Bluttransfusion. Einer dieser Tests heißt „Kreuzprobe“.


In seltenen Fällen haben Schwangere Abwehrstoffe (Antikörper) im Blut, die sich gegen die roten Blutkörperchen des Kindes richten. Der Antikörper-Suchtest sucht nach solchen Antikörpern. Werden Antikörper gefunden, können die Ärztinnen oder Ärzte Maßnahmen ergreifen, um die Blutkörperchen des Kindes vor dem Angriff der Antikörper zu schützen.


Negativ: Bei Ihnen konnten keine solchen Antikörper nachgewiesen werden.


Positiv, Titer 1: Sie haben Antikörper, die die Blutkörperchen des Kindes angreifen können. Der Titer misst die Menge der Antikörper. Das hilft den Ärztinnen und Ärzten abzuschätzen, welche Maßnahmen nötig sind.


Steckt sich eine Frau in der Schwangerschaft zum ersten Mal mit Röteln an, kann das dem Kind schaden. Ist eine Frau nachweislich zweimal gegen Röteln geimpft, ist sie vor der Ansteckung sicher geschützt. Sie hat dann genug Abwehrstoffe (Antikörper) gegen Röteln im Blut. Das muss nicht kontrolliert werden. Die Impfung ist im Impfpass dokumentiert.


Röteln-Antikörpertest: Manchmal weiß eine Frau nicht mehr genau, ob sie gegen Röteln geimpft ist. Oder sie ist nicht geimpft, hatte aber schon einmal Röteln. Auch dann hätte sie bereits Abwehrstoffe (Antikörper) gegen Röteln gebildet und sie und ihr Kind wären geschützt. Im Blut der Frau lässt sich testen, ob sie Antikörper hat.


Negativ: Sie haben keine Röteln-Antikörper. Sie sind nicht gegen Röteln geschützt und sollten besonders aufpassen, sich nicht anzustecken.
Lesen Sie auch: Akute Krankheiten und Infektionen: Röteln


Positiv, Titer 1: Sie haben Antikörper gegen Röteln und sind vor einer Ansteckung mit Röteln geschützt.


bzw. IE/ml bedeutet Internationale Einheiten pro Milliliter. Es ist eine alternative Maßangabe. Es wird entweder der Titer oder dieser Wert angegeben.


Bei ergänzenden serologischen Untersuchungen handelt es sich um Blutuntersuchungen. Sie werden zum Beispiel durchgeführt, wenn der Verdacht auf eine frische Infektion mit Röteln besteht.


Influenza-Impfung: Bei schwangeren Frauen ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass eine Grippe (Influenza) einen schweren Verlauf hat. Deswegen empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) Schwangeren die Impfung gegen Grippe. Diese Impfung ist für das Ungeborene nicht schädlich.


Pertussis-Impfung: Eine Impfung schützt Schwangere vor Keuchhusten (Pertussis). Noch wichtiger ist, dass dieser Schutz auf das Kind übergeht. Als Neugeborenes ist das Kind dann vor schweren Verläufen geschützt. Deswegen empfiehlt die Ständige Impfkommission Schwangeren die Impfung gegen Keuchhusten. Diese Impfung ist für das Ungeborene nicht schädlich.

Seite 3

Chlamydia trachomatis A ist ein Bakterium, das unter anderem den Genitaltrakt besiedelt und sich über eine Urinprobe nachweisen lässt. Sind Sie mit Chlamydien infiziert, erhalten Sie ein Antibiotikum. Wird die Infektion nicht behandelt, ist das Risiko für eine Frühgeburt erhöht. Oder das Baby kann sich bei der Geburt anstecken, so dass es zu schweren Augenentzündungen oder einer Lungenentzündung kommen kann. 
Lesen Sie auch: Chlamydien-Infektionen in der Schwangerschaft 


Nukleinsäure bezeichnet die Moleküle, aus denen die Erbsubstanz besteht. Der Nukleinsäure-amplifizierende Test (NAT) erkennt schon kleine Mengen an Erbsubstanz. In diesem Fall sucht der Test nach Erbgut von Chlamydien. So lässt sich eine Infektion gut nachweisen.


Negativ bedeutet, dass sich keine Chlamydien nachweisen lassen. Sie sind also nicht mit Chlamydien infiziert.


Positiv bedeutet, dass Sie mit Chlamydien infiziert sind. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird die nächsten Schritte mit Ihnen besprechen.


In seltenen Fällen haben Schwangere Abwehrstoffe (Antikörper) im Blut, die sich gegen die roten Blutkörperchen des Kindes richten. Bei der Antikörper-Suchtest-Kontrolle wird nach solchen Antikörpern gesucht. Werden Antikörper gefunden, können die Ärztinnen oder Ärzte Maßnahmen ergreifen, um die Blutkörperchen des Kindes vor dem Angriff der Antikörper zu schützen. Hier handelt es sich um eine Wiederholung (= Kontrolle) des Tests im 2. Schwangerschaftsdrittel. Ein Beispiel für Antikörper sind die Antikörper gegen den Rhesusfaktor (siehe Erklärvideo auf Seite 2). 


Der Test auf Abwehrstoffe (Antikörper) gegen Röteln wird wiederholt, wenn eine Schwangere nicht vor Röteln geschützt ist. Das ist der Fall, wenn sie nicht gegen Röteln geimpft ist und auch noch nie zuvor an Röteln erkrankt ist und deswegen keine „natürlichen“ Abwehrstoffe (Antikörper) gegen Röteln hat. In der Röteln-Antikörpertest-Kontrolle zeigt sich also, ob die Frau sich nun in der Schwangerschaft angesteckt hat und somit mit Komplikationen zu rechnen ist. 
Lesen Sie auch: Krankheiten und Infektionen in der Schwangerschaft: Röteln-Infektion 


LSR ist die Abkürzung für Lues-Such-Reaktion. Lues ist ein anderer Name für die Krankheit Syphilis. Die Lues-Such-Reaktion ist ein Bluttest, der erste Hinweise auf eine Infektion mit Syphilis gibt. Schlägt der Test an, folgen weitere Untersuchungen. Erst dann lässt sich sicher sagen, ob die Schwangere Syphilis hat. 
Lesen Sie auch: Syphilis in der Schwangerschaft 


Serologische Untersuchungen sind Untersuchungen des flüssigen Bestandteils des Bluts. Dabei wird unter anderem nach Abwehrstoffen (Antikörpern) gesucht. In der Schwangerschaft lässt sich so zum Beispiel herausfinden, ob Sie bestimmte Krankheiten haben oder davor geschützt sind. Auch lässt sich klären, ob sich Ihre Blutgruppe und die Blutgruppe des Kindes vertragen.


HBs-Antigene sind Eiweiße, die ein Bestandteil des Hepatitis-B-Virus sind. Hat eine Schwangere Hepatitis B, lassen sich diese Antigene in ihrem Blut nachweisen. Schwangere mit Hepatitis B können ihr Kind bei der Geburt anstecken. Es gibt aber Medikamente, die verhindern sollen, dass das Kind dauerhaft erkrankt.
Lesen Sie auch: Krankheiten und Infektionen in der Schwangerschaft: Hepatitis B 


Positiv heißt: In Ihrem Blut wurden HBs-Antigene gefunden, Sie sind also mit Hepatitis B infiziert. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird mit Ihnen besprechen, wie Ihr Kind am besten vor der Erkrankung geschützt werden kann.
Lesen Sie auch: Krankheiten und Infektionen in der Schwangerschaft: Hepatitis B 


Negativ heißt: In Ihrem Blut gibt es keine Hinweise auf eine Hepatitis-B-Erkrankung.
Lesen Sie auch: Krankheiten und Infektionen in der Schwangerschaft: Hepatitis B 

Seite 4

Siehe Videos RhD-Unverträglichkeit auf Seite 2.


Ist in einer vorangegangenen Schwangerschaft eine Komplikation aufgetreten oder wurde zum Beispiel ein Kaiserschnitt gemacht? Dann kann das Einfluss auf die aktuelle Schwangerschaft oder Geburt haben.


Abort ist der medizinische Fachbegriff für Fehlgeburt. Eine vorherige Schwangerschaft hat also vor der 24. Woche geendet. In der Schwangerschaftsvorsorge wird dann besonders gut auf Anzeichen für eine erneute Fehlgeburt geachtet.


Abruptio ist der medizinische Fachbegriff für Schwangerschaftsabbruch. Diese Information wird vorsichtshalber abgefragt. Sehr wahrscheinlich hat ein früherer komplikationsloser Schwangerschaftsabbruch keinen Einfluss auf spätere Schwangerschaften.


Schwangerschaftsdauer in Wochen: Ihre letzte Geburt war deutlich vor oder nach dem errechneten Geburtstermin? Möglicherweise ist das bei der aktuellen Schwangerschaft ähnlich.


Sectio ist der medizinische Fachbegriff für Kaiserschnitt. Sie hatten bereits einen Kaiserschnitt? Dann wird Ihre Frauenärztin oder Ihr Frauenarzt genau mit Ihnen besprechen, warum der Kaiserschnitt gemacht wurde und ob das Konsequenzen hat für die nächste Geburt.


Der HIV-Antikörpertest ist ein freiwilliger Test. Damit lässt sich eine HIV-Erkrankung ausschließen oder feststellen. Ist eine Schwangere positiv, müssen die Ärztinnen und Ärzte das möglichst früh wissen. Dann lässt sich in den meisten Fällen verhindern, dass die Frau das Kind in der Schwangerschaft oder bei der Geburt ansteckt. 
Lesen Sie auch: Schwanger mit HIV

Seite 5

Anamnese meint, dass die Ärztin, der Arzt oder die Hebamme der Schwangeren Fragen zu ihrem Gesundheitszustand und vorangegangenen Schwangerschaften stellt.


Hier wird eingetragen, um die wievielte Schwangerschaft es sich handelt. Gravida ist lateinisch für Schwangerschaft. Gezählt werden alle Schwangerschaften, also auch Fehlgeburten oder Abbrüche.


Para ist ein lateinischer Begriff und beschreibt, wie viele Kinder Sie schon geboren haben. Eine Frau in der 1. Schwangerschaft ist demnach eine „Nullipara“, weil sie bisher 0 Kinder geboren hat. Bei einer aktuell schwangeren Frau mit 2 Fehlgeburten und einer erfolgreichen Geburt wird demnach eingetragen: Gravida 4, Para 1.


Familiäre Belastung: In Ihrer Familie gibt es bestimmte Krankheiten? Dann werden Sie besonders gut auf Symptome dieser Erkrankung untersucht. Wenn eine Erkrankung gehäuft bei Familienmitgliedern auftritt, kann sich das eigene Risiko für dieselbe Erkrankung erhöhen. 


Sie hatten frühere Erkrankungen oder sind chronisch krank? Dann wird in der Schwangerschaft besonders aufmerksam darauf geachtet, ob Medikamente verändert werden müssen oder ob sich die Erkrankung verschlechtert.


Sie haben eine Blutungsneigung? Dann kann es auch bei der Geburt schneller als gewöhnlich zu einer Blutung kommen und/oder die Blutung lässt sich schwerer stoppen. Diese Information ist für das Geburtsteam wichtig, um sich gut auf die Geburt vorzubereiten.

Thrombosen sind Blutgerinnsel, die Blutgefäße verstopfen. Sie haben eine Thromboseneigung? Dann sollte Ihre Ärztin oder Ihr Arzt das wissen. Denn das Thromboserisiko ist während einer Schwangerschaft und nach einer Geburt zusätzlich erhöht. Eventuell müssen Sie während der Schwangerschaft auch mit gerinnungshemmenden Medikamenten behandelt werden.


Sie haben in der Vergangenheit Bluttransfusionen erhalten? Dann haben Sie möglicherweise Abwehrzellen (Antikörper) gegen fremde Blutgruppen entwickelt, die sich jetzt in Ihrem Blut befinden. Hat Ihr Kind dieselbe Blutgruppe wie die Spender, können sich die Abwehrzellen gegen sein Blut richten. Das kann dem Kind schaden oder eine Frühgeburt verursachen. 


Besondere psychische Belastung: Dabei kann es sich um familiäre oder berufliche Sorgen handeln, oder auch um frühere oder aktuelle Gewalterfahrungen. Sprechen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Hebamme darauf an und klären Sie, ob Sie Unterstützung brauchen. Diese Belastungen können Auswirkungen auf die Schwangerschaft und die Geburt haben. Es gibt viele Hilfsangebote, zum Beispiel die „Frühen Hilfen“.
Lesen Sie auch: Stress und starke Belastungen in der Schwangerschaft


Besondere soziale Belastung: Sprechen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Hebamme offen darauf an, wenn Sie wirtschaftliche Sorgen haben oder Sie sich allein oder unwohl fühlen. Es gibt spezielle Hilfsprogramme, zum Beispiel die „Frühen Hilfen“.


Bei einer Rhesus-Inkompatibilität liegt eine Blutgruppen-Unverträglichkeit zwischen Mutter und Kind vor. Abwehrstoffe (Antikörper) im mütterlichen Blut können dann das kindliche Blut „angreifen“ und Komplikationen verursachen. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt bespricht mit Ihnen, durch welche Maßnahmen sich das verhindern lässt. Nähere Informationen finden Sie im Video auf Seite 2.


Frauen mit Diabetes mellitus müssen in der Schwangerschaft besonders gut auf ihren Blutzucker achten. So beugen sie Schwangerschaftsrisiken vor, zum Beispiel einer Präeklampsie, einer Frühgeburt oder einer Schwergeburt. Außerdem ist es oft nötig, die Medikamente anzupassen.
Lesen Sie auch: Schwanger mit Diabetes


Wenn Sie starkes Übergewicht (Adipositas) haben, ist das Risiko für Schwangerschaftserkrankungen wie Präeklampsie und Schwangerschaftsdiabetes erhöht. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt hat dies dann besonders gut im Blick.
Lesen Sie auch: Schwanger mit Adipositas


Abhängig von der Art des Kleinwuchses kann das mütterliche Becken zu schmal für die Geburt sein. Dann ist vielleicht ein Kaiserschnitt nötig. Erbt das Kind den Kleinwuchs, kann sein Schädel zu groß für eine vaginale Geburt sein.


Manche Frauen haben Erkrankungen rund um die Knochenstruktur (Skelettanomalien), zum Beispiel eine Knochenentkalkung, die Knochenbrüche begünstigt, oder Formabweichungen wie ein schmales Becken. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt bespricht mit Ihnen, ob besondere Maßnahmen bei der Geburt nötig sind.


Schwangere unter 18 Jahren dürfen manche Entscheidungen nur gemeinsam mit den Eltern treffen. Sehr junge Mütter werden während der Schwangerschaft besonders gründlich betreut, weil manche Komplikationen wahrscheinlicher sind. 


Bei Schwangeren über 35 Jahren kann es sein, dass manche Schwangerschaftsrisiken erhöht sind.


Vielgebärende: Sie haben bereits 4 Kinder zur Welt gebracht? Dann sind manche Schwangerschafts- oder Geburtsrisiken höher. 


Zustand nach Sterilitätsbehandlung: Das heißt, dass Sie mit Hilfe einer Kinderwunsch-Behandlung schwanger geworden sind. Manche Schwangerschaftsrisiken sind durch die Behandlung erhöht. Außerdem ist es wahrscheinlicher, dass Sie Mehrlinge bekommen.


Zustand nach Frühgeburt: Wenn Sie bereits eine Frühgeburt hatten, ist das Risiko für eine erneute Frühgeburt erhöht.


Zustand nach Mangelgeburt: Das heißt, dass sie schon einmal ein Kind geboren haben, das Untergewicht hatte. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt behält das besonders gut im Blick, weil das vielleicht wieder passieren kann. 


Zustand nach 2 oder mehr Fehlgeburten/Abbrüchen: Sie hatten bereits eine Fehlgeburt? Dann werden Sie besonders gründlich betreut, weil das Risiko für eine erneute Fehlgeburt erhöht ist.


Totes/geschädigtes Kind in der Anamnese: Sie haben bereits ein Kind verloren oder ein Kind zur Welt gebracht, das beeinträchtigt war. Dann wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt mögliche Schwangerschaftsrisiken besonders gut im Blick behalten.


Bei einer vorangegangenen Geburt ist eine Komplikation aufgetreten? Dann kann es sein, dass das Risiko für eine Komplikation auch bei dieser Geburt höher ist. Möglicherweise hat das Einfluss darauf, wie Sie ihr Kind zur Welt bringen.


Zustand nach Sectio: Sie hatten bereits einen Kaiserschnitt (= Sectio) oder eine andere Operation an der Gebärmutter? Dann wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt prüfen, ob das Folgen für die anstehende Geburt hat – etwa, weil sich Narbengewebe gebildet hat. 
Lesen Sie auch: Kaiserschnitt oder vaginale Geburt


Rasche Schwangerschaftsfolge: Nach einer Schwangerschaft und Geburt benötigt der Körper eine gewisse Zeit, um sich von der Belastung zu erholen. Wird eine Frau sehr schnell erneut schwanger, sind vielleicht manche Schwangerschaftsrisiken höher.


Ihre Ärztin, Ihr Arzt oder Ihre Hebamme prüft alle Eintragungen dieser Seite gründlich. Ein „Kreuz“ bei einer dieser Fragen bedeutet nicht automatisch, dass die Schwangerschaft mit einem erhöhten Risiko verbunden ist. Möglicherweise wird Ihre Schwangerschaft aber als Risikoschwangerschaft eingestuft. Dann haben Sie Anspruch auf eine gründlichere Betreuung. Sie werden also zum Beispiel öfter untersucht als andere Schwangere.


Post partum“ meint das Wochenbett, also die Zeit von der Geburt bis 6–8 Wochen nach der Geburt. Sind nach vorherigen Geburten in diesem Zeitraum Komplikationen aufgetreten, ist das Risiko dafür vielleicht auch dieses Mal erhöht. 

Seite 6

Behandlungsbedürftige Allgemeinerkrankungen heißt: Sie haben eine oder mehrere Vorerkrankungen, die während der Schwangerschaft überwacht oder behandelt werden müssen. Das können zum Beispiel eine Schilddrüsenunterfunktion oder Bluthochdruck sein. Diese Information ist wichtig, da manche Vorerkrankungen das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen erhöhen.


Bei einer Dauermedikation handelt es sich um Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden müssen. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird mit Ihnen besprechen, ob Sie wegen der Schwangerschaft das Medikament wechseln oder die Dosis anpassen müssen. 

Wichtiger Hinweis: Setzen Sie Medikamente nicht eigenmächtig ab.


Abusus ist der Fachbegriff für das Einnehmen schädlicher Stoffe. Gemeint sind zum Beispiel Rauchen, Alkohol trinken und Drogen nehmen. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird Sie beraten, falls es Ihnen schwerfällt, damit aufzuhören. Anderenfalls ist das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen und Schäden am Baby erhöht. Gelingt das Aufhören nicht, muss die Schwangerschaft besonders betreut und überwacht werden.
Lesen Sie auch:
Rauchfrei durch die Schwangerschaft 
Alkohol und Schwangerschaft
Drogen und Schwangerschaft 


Besondere psychische Belastungen wie eine Trennung oder eine Gewalterfahrung erhöhen das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen wie Frühgeburt, ein niedriges Geburtsgewicht oder Bluthochdruck. Die Hebamme, die Ärztin oder der Arzt können Hilfsangebote vermitteln.
Lesen Sie auch: Stress und starke Belastungen in der Schwangerschaft


Besondere soziale Belastung meint zum Beispiel, dass Sie wenig Geld haben oder wenig Unterstützung durch das Umfeld. Das kann starken Stress auslösen und das Risiko für manche Schwangerschaftskomplikationen erhöhen. Die Hebamme, die Ärztin oder der Arzt können Hilfsangebote vermitteln.
Lesen Sie auch:  Stress und starke Belastungen in der Schwangerschaft


Blutungen vor der 28. SSW können harmlos sein, aber auch auf eine Schwangerschaftskomplikation hinweisen. Es ist in jedem Fall wichtig, dass Ihre Hebamme, Ihre Ärztin oder Ihr Arzt weiß, wenn bei Ihnen eine Blutung aufgetreten ist.
Lesen Sie auch:  Beschwerden in der Schwangerschaft: Blutungen


Blutungen nach der 28. SSW können harmlos sein, aber auch auf eine Schwangerschaftskomplikation hinweisen. Es ist in jedem Fall wichtig, dass Ihre Hebamme, Ihre Ärztin oder Ihr Arzt weiß, wenn bei Ihnen eine Blutung aufgetreten ist.
Lesen Sie auch:  Beschwerden in der Schwangerschaft: Blutungen


Plazenta praevia bedeutet, dass die Plazenta den Ausgang der Gebärmutter ganz oder teilweise bedeckt. Dadurch kann es zu gefährlichen Blutungen aus der Vagina (Scheide) kommen, oder die Plazenta löst sich vielleicht zu früh. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt und auch das Geburtsteam werden das besonders gut im Blick behalten.
Lesen Sie auch: Krankheiten und Infektionen in der Schwangerschaft: Plazenta praevia


Sie sind mit mehreren Babys gleichzeitig schwanger. Bei Mehrlingsschwangerschaften kommen manche Schwangerschaftskomplikationen häufiger vor. Daher sind die Abstände zwischen den Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft kürzer.
Lesen Sie auch:  Schwanger mit Zwillingen


Hydramnion bedeutet, dass mehr Fruchtwasser als gewöhnlich vorhanden ist. Das kann harmlos sein. Manchmal ist der Grund aber eine Schwangerschaftskomplikation wie Schwangerschaftsdiabetes oder eine Infektion. Bei sehr viel Fruchtwasser können vorzeitige Wehen auftreten. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird nach der Ursache suchen und wenn nötig eine Therapie einleiten.


Oligohydramnie bedeutet, dass weniger Fruchtwasser als gewöhnlich vorhanden ist. Das kann zum Beispiel daran liegen, dass die Plazenta oder die Nieren des Babys nicht richtig arbeiten. Auch ein unbemerkter Blasensprung kann die Ursache sein. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird nach der Ursache suchen und wenn nötig eine Therapie einleiten.


Bei einer Terminunklarheit ist nicht ganz klar, wann Ihr Baby zur Welt kommen wird. Das kommt zum Beispiel vor, wenn der Zyklus vor der Schwangerschaft sehr unregelmäßig war. Oder die Schwangerschaft wurde erst sehr spät bemerkt. Bei Terminunklarheit ist es schwieriger festzustellen, ob sich das Gewicht des Babys gut entwickelt. 


Bei einer Plazenta-Insuffizienz hat sich die Plazenta nicht richtig entwickelt. Das Baby wird deshalb nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Das kann zur Folge haben, dass es nicht genug wächst. Die Entwicklung des Babys wird mit Ultraschall häufiger kontrolliert. Manchmal muss die Geburt frühzeitig eingeleitet oder ein Kaiserschnitt gemacht werden. 
Lesen Sie auch:  Krankheiten und Infektionen in der Schwangerschaft: Plazentainsuffizienz


Während der Schwangerschaft ist der Gebärmutterhals (Zervix) normalerweise fest, lang und geschlossen. Kurz vor der Geburt wird er weicher und kürzer, so dass sich der Muttermund öffnen kann. Bei der isthmozervikalen Insuffizienz verkürzt sich der Gebärmutterhals mehr als 4 Wochen vor dem erwarteten Geburtstermin. Die Wahrscheinlichkeit für eine Fehl- oder Frühgeburt ist erhöht. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt bespricht mit Ihnen, was Sie nun beachten müssen.
Lesen Sie auch:  Krankheiten und Infektionen in der Schwangerschaft: Zervix-Insuffizienz 


Bei einer vorzeitigen Wehentätigkeit setzen die Wehen mehr als 3 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin ein. Es besteht das Risiko, dass es zu einer Frühgeburt kommt. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird mit Ihnen die nächsten Schritte besprechen – zum Beispiel ob es nötig ist, dass Sie in einer Klinik überwacht werden.
Lesen Sie auch:  Krankheiten und Infektionen in der Schwangerschaft: Vorzeitige Wehen 


Bei einer Anämie haben Sie zu wenig rote Blutkörperchen oder einen zu geringen roten Blutfarbstoff (Blutarmut). Eine starke Anämie kann Schwangerschaftskomplikationen auslösen. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird untersuchen, was der Grund für die Anämie ist. Das kann zum Beispiel Eisenmangel sein. In diesem Fall erhalten Sie Eisentabletten.
Lesen Sie auch:  Krankheiten und Infektionen in der Schwangerschaft: Anämie


In der Schwangerschaft ist das Risiko erhöht, dass sich aus einer Harnwegsinfektion (Blasenentzündung) eine Nierenbeckenentzündung entwickelt. Es gibt Hinweise, dass dadurch Komplikationen wie eine Frühgeburt wahrscheinlicher sind. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird die Therapie mit Ihnen besprechen und Tipps geben, wie Sie weiteren Blasenentzündungen vorbeugen. 
Lesen Sie auch:  Krankheiten und Infektionen in der Schwangerschaft: Blasenentzündung


Der indirekte Coombstest wird auch als „Antiköpersuchtest“ bezeichnet. Positiv bedeutet in diesem Fall: Es wurden im Blut Abwehrstoffe (Antikörper) nachgewiesen, die gegen fremde Blutgruppenmerkmale gerichtet sind. Diese Antikörper können zum Beispiel die roten Blutkörperchen des Kindes zerstören. Es wird dann regelmäßig überprüft, ob das Baby im Ultraschall Zeichen einer Blutarmut zeigt. In schweren Fällen kann dem Baby bereits im Bauch eine Bluttransfusion gegeben werden. Auch nach der Geburt kann es noch zu Problemen kommen, zum Beispiel zu einer Blutarmut oder einer Neugeborenengelbsucht.


Serologische Befunde sind Ergebnisse aus Bluttests. Bei der Schwangerenvorsorge wird zum Beispiel auf verschiedene Infektionskrankheiten getestet. Fällt dadurch eine Erkrankung auf, wird diese behandelt und/oder die Schwangerschaft wird engmaschiger überwacht.


Hypertonie ist der Fachbegriff für „erhöhter Blutdruck“. Ein hoher Blutdruck kann Schwangerschaftskomplikationen auslösen. Weil hoher Blutdruck oft zunächst keine Symptome macht, sollte er regelmäßig gemessen werden. Falls nötig, erhalten Sie Medikamente, um ihn zu senken.
Lesen Sie auch: Krankheiten und Infektionen in der Schwangerschaft: Hoher Blutdruck (Hypertensive Schwangerschaftserkrankungen)


Pathologische Eiweißausscheidung bedeutet: Es befindet sich viel Eiweiß im Urin. Das kann ein Hinweis auf eine Präeklampsie sein. Die Präeklampsie kann für Mutter und Kind sehr gefährlich werden. Bei Verdacht auf eine Präeklampsie sind weitere Untersuchungen nötig. Falls sich der Verdacht bestätigt, muss die Schwangere ins Krankenhaus.
Lesen Sie auch: Krankheiten und Infektionen in der Schwangerschaft: Präeklampsie


Ödeme sind Wassereinlagerungen im Gewebe, zum Beispiel in den Beinen oder den Fingern. Die Körperteile sehen dadurch dicker aus. Sind die Ödeme sehr ausgeprägt oder treten sie sehr plötzlich auf, kann das ein Hinweis auf eine Präeklampsie sein. Bei Verdacht auf eine Präeklampsie müssen weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Falls sich der Verdacht bestätigt, muss die Schwangere ins Krankenhaus.
Lesen Sie auch: Beschwerden in der Schwangerschaft: Ödeme


Hypotonie ist der Fachbegriff für einen niedrigen Blutdruck. Es ist normal, dass der Blutdruck bis zum Ende des 2. Schwangerschaftsdrittel etwas niedriger ist als sonst. Ist der Blutdruck sehr niedrig, kann sich das durch Schwindel und Schwächegefühl bemerkbar machen. Gefährlich ist das in der Regel aber nicht.


Gestationsdiabetes ist der Fachbegriff für Schwangerschaftsdiabetes. Dabei ist der Blutzuckerspiel der Frau dauerhaft zu hoch. Das kann das kindliche Wachstum, das Ausreifen der Organe und die Plazenta beeinflussen. Falls Sie Gestationsdiabetes haben, werden Sie besonders beraten und betreut. Sie erhalten eine Insulintherapie, wenn nötig.
Lesen Sie auch:  Infektionen und Krankheiten in der Schwangerschaft: Schwangerschaftsdiabetes 


Einstellungsanomalie bedeutet, dass der kindliche Kopf ungünstig für die Geburt liegt. Während der Geburt muss beobachtet werden, ob der Kopf unter Wehen in eine bessere Position rutscht. Passiert das nicht, ist vielleicht ein Kaiserschnitt nötig.


Hier wird eingetragen, wie lang Ihr Zyklus normalerweise ist. Bei einem sehr kurzen oder sehr langen Zyklus oder wenn die Zykluslänge oft wechselt ist die Berechnung des Geburtstermins weniger genau. 
Lesen Sie auch:  Bestimmung der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage


Hier geht es um die letzte Periode, bevor Sie schwanger geworden sind. Angegeben wird der erste Tag der Monatsblutung. Damit wird im Regelfall errechnet, wann der erwartete Geburtstermin ist. Die Standardrechner gehen von einem 28 Tage Zyklus mit dem Eisprung an Tag 14 aus.


Der Konzeptionstermin ist der Tag der Empfängnis. Es handelt sich also um den Tag, am dem die Eizelle befruchtet wurde. Auch mit diesem Datum lässt sich der erwartete Geburtstermin errechnen.


Der berechnete Geburtstermin ist der Geburtstermin, der anhand der letzten Periode oder dem vermuteten Tag der Empfängnis berechnet wurde.


Geburtstermin (ggf. nach Verlauf korrigiert) meint: Bis zur 12. Schwangerschaftswoche wachsen alle Embryos etwa ähnlich schnell. Die Länge des Embryos im Ultraschall sagt in dieser Zeit sehr genau, in welcher Schwangerschaftswoche die Frau ist. Manchmal weichen der errechnete und der per Ultraschall bestimmte Geburtstermin voneinander ab. Bei mehr als 7 Tagen Unterschied wird der Termin korrigiert. Es gilt dann der per Ultraschall bestimmte Termin.


Beim Vortest trinkt die Schwangere ein Glas Wasser mit einer bestimmten Menge Zucker. Eine Stunde später wird der Zuckerwert im Blut bestimmt. Ein Wert unter 7,5 Millimol pro Liter ist normal. Dann hat die Schwangere keinen Schwangerschaftsdiabetes. Liegt der Wert darüber, ist der Test auffällig. Dann wird ein weiterer Test gemacht. 


Der Diagnosetest wird nur gemacht, wenn der Vortest auffällig war. Für den Diagnosetest darf die Schwangere 8 Stunden nichts essen. Dann wird Blut abgenommen. Im Anschluss trinkt die Frau ein Glas Wasser mit einer bestimmten Menge Zucker und es wird nochmal nach 1 und 2 Stunden Blut abgenommen. Ist einer der 3 Werte erhöht, hat die Frau Schwangerschaftsdiabetes.
Lesen Sie auch: Infektionen und Krankheiten in der Schwangerschaft: Schwangerschaftsdiabetes


Hier wird eingetragen, wann der erwartete Geburtstermin ist. Nur wenige Kinder werden genau am errechneten Termin geboren. Die meisten Kinder werden im Zeitraum von 2 Wochen davor und 2 Wochen danach geboren. 

Ein Tool zum Berechnen Ihres erwarteten Geburtstermins finden Sie hier: Geburtsterminrechner


Seite 7

In seltenen Fällen haben Schwangere Abwehrstoffe (Antikörper) im Blut, die sich gegen das Kind richten. Der zweite Ak-Suchtest sucht nach solchen Antikörpern. Dafür wird zwischen der 24. und 27. Schwangerschaftswoche Blut abgenommen. Werden Antikörper gefunden, können die Ärztinnen oder Ärzte Maßnahmen ergreifen, um die Blutkörperchen des Kindes vor dem Angriff der Antikörper zu schützen.


Eine Anti-D-Prophylaxe kann nötig sein, wenn die Mutter Rhesus-negativ ist, also ein bestimmtes Blutgruppenmerkmal hat. Ist das Kind Rhesus-positiv, kann die Mutter Abwehrstoffe (Antikörper) gegen das Merkmal „Rhesus positiv“ bilden. Die Anti-D-Prophylaxe ist eine Spritze mit bestimmten Eiweißen, die das verhindert. Die Mutter erhält sie nur, wenn das Kind nachgewiesen Rhesus-positiv ist oder nicht sicher ist, dass das Kind wie die Mutter Rhesus-negativ ist. Schauen Sie sich dazu am besten das Video auf Seite 2 an, dort ist der Rhesus-Faktor ausführlich erklärt.


SSW steht für Schwangerschaftswoche, korr. für Korrektur. Die Frauenärztin oder der Frauenarzt berechnet den Geburtstermin und damit die Schwangerschaftswoche in der Regel danach, wann der erste Tag der letzten Menstruation war. Manchmal zeigt sich später im Ultraschall, dass das Ungeborene doch älter oder jünger ist. Dann können beide Werte hier nebeneinander eingetragen werden. Der Termin sollte bereits in der Frühschwangerschaft korrigiert werden; dann wird danach nur noch die korrigierte Schwangerschaftswoche eingetragen. 
Lesen Sie auch: Wie werden Schwangerschaftswochen gezählt, Erste Ultraschalluntersuchung


Hier wird am Tag der Untersuchung oder bei der Vorstellung in der Geburtsklinik die aktuelle Schwangerschaftswoche eingetragen. Beispielweise bedeutet 20+3: Es sind 20 Wochen und 3 Tage vergangen, das heißt, Sie sind beim 3. Tag der 21. Schwangerschaftswoche.


Fundusstand Symphy.-Fundusabstand: Der Symphysen-Fundusabstand gibt an, wie sehr sich die Gebärmutter vergrößert hat. Als Fundus wird der obere Anteil der Gebärmutter bezeichnet. Um die 12. SSW ist er knapp oberhalb des Schambeins (Symphyse) zu tasten. Im Verlauf der Schwangerschaft vergrößert sich die Gebärmutter stark. Dadurch „wandert“ der Fundus immer weiter nach oben. Um die 36. SSW kann man den Fundus am Rippenbogen tasten. Wenn sich der Kopf des Kindes in Richtung Becken senkt, kann der Fundus wieder etwas tiefer getastet werden. Typischerweise werden hier Abkürzungen eingetragen. Gängig sind S (Symphyse), N (Nabel), Rb (Rippenbogen). 
S + 3 bedeutet zum Beispiel, dass der Fundus 3 Fingerbreit über der Symphyse zu tasten ist. S/N bedeutet zum Beispiel, dass der Fundus gleich weit von der Symphyse und dem Nabel entfernt ist.


Die Kindslage gibt an, ob das Kind längs, schräg oder quer in der Gebärmutter liegt. Liegt das Kind längs, kann der Kopf zum Becken der Mutter zeigen (Schädellage) oder zum Kopf der Mutter (Beckenendlage oder Steißlage). Für die Geburt ist es wichtig, die Kindslage zu kennen. Relevant wird das erst zum Ende der Schwangerschaft, denn bis zur 36. Woche kann sich das Kind drehen und seine Lage verändern. Typische Abkürzungen sind SL (Schädellage), BEL (Beckenendlage), QL (Querlage).


Wenn Herztöne nachweisbar sind (per Ultraschall, CTG oder durch Abhören) wird hier ein „+“ eingetragen.


Wenn Kindsbewegungen sicht- oder spürbar sind (von außen, im CTG oder im Ultraschall), wird hier ein „+“ eingetragen.


Treten bei der Schwangeren Ödeme, also Wassereinlagerungen auf, wird hier ein „+“ eingetragen, bei stärkeren Wassereinlagerungen „++“. In vielen Fällen sind Ödeme ungefährlich. Wenn aber plötzlich starke Ödeme auftreten, kann dies ein Hinweis für eine Präeklampsie sein. 
Lesen Sie auch: Beschwerden in der Schwangerschaft: Ödeme; Beschwerden in der Schwangerschaft: Hoher Blutdruck


Varikosis ist der Fachbegriff für Krampfadern. Viele Schwangere entwickeln Krampfadern, unter anderem weil sich die Venen in der Schwangerschaft weiten. Dann wird hier ein „+“ eingetragen.


Hier wird das aktuelle Gewicht der Schwangeren eingetragen und die Gewichtszunahme beurteilt. Eine übermäßige Gewichtszunahme in der Schwangerschaft erhöht das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen wie Schwangerschaftsdiabetes und Bluthochdruck. Eine geringe Gewichtszunahme kann auf ein zu leichtes Gewicht beim Kind hindeuten. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird mit Ihnen besprechen, was die Gewichtsveränderung zu bedeuten hat. 
Lesen Sie auch: Schwangerschaft: Gewicht und Gewichtszunahme 


RR steht für Blutdruck. Systolisch (syst.) meint den Blutdruck, wenn sich das Herz zusammenzieht. Diastolisch (dias.) meint den Blutdruck, wenn das Herz erschlafft. Erhöhte Blutdruckwerte (ab 140 systolisch und/oder 90 diastolisch) können ein wichtiger Hinweis auf Schwangerschaftserkrankungen wie Präeklampsie sein.
Lesen Sie auch: Bluthochdruck in der Schwangerschaft


Hb (Eryl): Hb ist die Abkürzung für Hämoglobin, den Farbstoff in den roten Blutkörperchen. Eryl meint die Anzahl der Erythrozyten, also der roten Blutkörperchen. Der Wert kann einen Hinweis darauf geben, ob eine Schwangere eine Blutarmut (Anämie) hat.
Lesen Sie auch: Krankheiten und Infektionen in der Schwangerschaft: Anämie


Seite 8

Urin: Eiweiß/Zucker: Hier wird eingetragen, ob im Urin der Schwangeren Eiweiß oder Zucker gefunden wurde. Die Menge wird mit „+“, „++“ oder „+++“ angegeben. Wenn viel Eiweiß im Urin zu finden ist, kann das auf eine Präeklampsie hindeuten. Viel Zucker im Urin kann ein Hinweis auf Schwangerschaftsdiabetes sein.


Bei der vaginalen Untersuchung wird der Muttermund über die Scheide abgetastet. Dabei beurteilt der Arzt oder die Ärztin den Gebärmutterhals (Cervix - Cx), den Muttermund (MM) und ob das Kind schon im Becken zu tasten ist. Häufig wird zusätzlich der pH-Wert in der Scheide gemessen. Dieser liegt normalerweis bei 4 oder 4,5. Höhere Werte können auf eine Infektion oder einen Blasensprung hindeuten. Bei Ausfluss oder Juckreiz wird untersucht, ob eine Scheidenentzündung vorliegt.


Risiko Nr. nach Katalog B: Wenn während der Schwangerschaft besondere Befunde auftreten, werden diese auf Seite 6 angekreuzt. Den verschiedenen Befunden ist eine Nummer zugeordnet. Wenn ein Befund ein besonderes Risiko für die Schwangerschaft darstellt, wird diese Nummer hier eingetragen.


Sonstiges/Therapien/Maßnahmen: Hier ist Platz, um zum Beispiel Beschwerden, verordnete Medikamente oder Ergebnisse von weiteren Untersuchungen einzutragen.


Hepatitis B ist eine Entzündung der Leber, die durch das Hepatitis-B-Virus verursacht wird. Hat eine ungeimpfte Schwangere Hepatitis B, kann sie ihr Kind damit anstecken – vor allem bei der Geburt. Die Untersuchung auf Hepatitis B sollte zu Beginn der Schwangerschaft erfolgen. Sollte sie bis zur Geburt noch nicht gemacht worden sein, wird sie in der Geburtsklinik nachgeholt.
Lesen Sie auch: Hepatitis B
 

Seite 9

Besonderheiten zu den Katalogen A. und B.: Die Angabe Katalog A und B bezieht sich auf die aufgelisteten Befunde von Seite 5 und 6. Hier wird notiert, wenn zusätzlich zum Befund noch wichtige Dinge aufgefallen sind oder wenn bereits weitere Untersuchungen oder eine Therapie eingeleitet wurden.


Stationär: Sie waren über Nacht (oder mehrere Tage) in einem Krankenhaus – entweder zur Beobachtung, für Untersuchungen oder für eine Behandlung. 


Kardiotokografischer Befund: Die Kardiotokografie (auch CTG) erfasst die Herzfrequenz des ungeborenen Kindes und hilft zu beurteilen, ob es ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Außerdem zeichnet es die Wehentätigkeit auf – also ob und in welchem Abstand Wehen auftreten. Dazu werden Sensoren am Bauch der Schwangeren angebracht.


Rechn. SSW: Angabe, in welcher Schwangerschaftswoche Sie sich rechnerisch befinden. Gerechnet wird ab dem 1. Tag der letzten Menstruation.

Seite 10

Gemeint ist die Schwangerschaftswoche (SSW) berechnet nach der „letzten Regel“ (LR). Die Zählung der Schwangerschaftswochen beginnt also mit dem 1. Tag der letzten Menstruation. Das ist im Mutterpass die übliche Zählweise. 

Ein Beispiel: 11 + 6. Der Wert vor dem Plus nennt die Anzahl der Wochen, der Wert hinter dem Plus die Anzahl der Tage. 11 + 6 heißt: Die Frau ist 11 Wochen und 6 Tage schwanger. Sie befindet sich in der 12. Schwangerschaftswoche.


In der Frühschwangerschaft lässt sich im Ultraschall gut bestimmen, in welcher Schwangerschaftswoche (SSW) die Frau ist. Manchmal unterscheidet sich die dort festgestellte Schwangerschaftswoche deutlich von der errechneten Schwangerschaftswoche. Dann wird der errechnete Wert durch den Wert im Ultraschall korrigiert. Abgekürzt wird das mit SSW korrigiert.


Das I. Screening 8 + 0 bis 11 + 6 SSW ist die erste der 3 Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft. Es findet zwischen der 9. Schwangerschaftswoche (andere Schreibweise: 8 + 0) und der abgeschlossenen 12. Schwangerschaftswoche statt (andere Schreibweise: 11 + 6).


Intrauteriner Sitz: Intra heißt innerhalb, uterin meint die Gebärmutter (= Uterus). „Ja“ heißt, dass sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter eingenistet hat und sich die Schwangerschaft normal entwickeln kann.

„Nein“ bedeutet, dass sich die Eizelle wahrscheinlich außerhalb der Gebärmutter eingenistet hat. Es handelt sich dann um eine Extrauteringravidität (EUG), zum Beispiel um eine Eileiter-Schwangerschaft. Aus der befruchteten Eizelle kann sich kein Kind entwickeln.
Lesen Sie auch: Eileiterschwangerschaft


Embryo darstellbar: „Ja“ heißt, dass der Embryo im Ultraschall eindeutig erkennbar ist.

Ist „Nein“ angekreuzt, wird der Ultraschall einige Tage später wiederholt. Ist dann noch immer kein Embryo erkennbar, sind Sie nicht schwanger oder die Schwangerschaft ist gestört.


Herzaktion: Bei normaler Entwicklung des Embryos lässt sich ab der 7. Schwangerschaftswoche ein Herzschlag nachweisen. Ist hier „Ja“ angekreuzt, schlägt das Herz des Ungeborenen.

„Nein“ bedeutet „Kein Herzschlag erkennbar.“ Das kann daran liegen, dass der Embryo vielleicht jünger ist als gedacht. Der Ultraschall wird dann einige Tage später wiederholt. Bleibt der Herzschlag weiterhin aus, ist die Schwangerschaft gestört und der Embryo lebt nicht. 


Mehrlinge: „Ja“ heißt, dass im Ultraschall mehr als nur ein Embryo zu sehen ist. 


Monochorial meint, dass die Mehrlinge sich eine Plazenta teilen. Ist „Ja“ angekreuzt, ist das bei Ihren Ungeborenen so. In diesem Fall muss die Schwangerschaft besonders gut ärztlich begleitet werden.

„Nein“ heißt, dass jedes Ungeborene über eine eigene Plazenta versorgt wird.


Plazentalok./-struktur: Plazentalok. ist die Abkürzung für Plazentalokalisation. Im Ultraschall ist erkennbar, ob sich die Plazenta an der richtigen Stelle in der Gebärmutter gebildet hat. Ungünstig ist es beispielsweise, wenn sie vor dem Ausgang der Gebärmutter liegt (Placenta praevia). Eine auffällige Struktur der Plazenta kann Hinweise darauf geben, dass die Plazenta nicht gut arbeitet.


b): Alle hell hinterlegten Untersuchungen sind Teil des B-Ultraschalls (auch „Erweiterter Basis-Ultraschall“ genannt). Diese Untersuchung ist freiwillig, sie wird im Rahmen der Vorsorge-Untersuchung zusätzlich angeboten. Beurteilt werden bestimmte Organe, um größere Fehlbildungen beim Kind zu finden oder auszuschließen. Die Liste gibt an, welche Strukturen und Organe untersucht werden. Sie können entscheiden, ob Sie nur die Basisuntersuchung in Anspruch nehmen wollen oder die erweiterte Untersuchung.

Findet die Ärztin oder der Arzt etwas Auffälliges oder Unklares, wird eine Überweisung zur Feindiagnostik ausgestellt. Das ist eine sehr genaue Ultraschalluntersuchung der Organe des Kindes. Diesen Ultraschall machen speziell ausgebildete Ärztinnen und Ärzte. Ein Feindiagnostik-Ultraschall kann auch gemacht werden, wenn die Eltern sich das als zusätzliche Leistung wünschen und die Kosten dafür selbst übernehmen.


Ventrikelauffälligkeiten: Ventrikel sind Hohlräume im Gehirn, die das Gehirn mit Gehirnwasser (Liquor) versorgen. „Nein“ heißt, dass alles normal aussieht. 

Ist „Ja“ angekreuzt, sind Unregelmäßigkeiten aufgefallen. Dann sind weitere Untersuchungen nötig, um zu prüfen, ob sich das Gehirn des ungeborenen Kindes richtig entwickelt. 


Darstellbarkeit des Kleinhirns: Das Kleinhirn ist der Teil des Gehirns, der sich oberhalb des Nackens befindet. „Ja“ heißt, dass das Kleinhirn normal aussieht. 

Ist „Nein“ angekreuzt, gibt es Anzeichen für Fehlbildungen. Es sind dann weitere Untersuchungen nötig.


Unregelmäßigkeiten der dorsalen Hautkontur: „Dorsal“ bedeutet „am Rücken“, im Bereich der Wirbelsäule„Nein“ heißt, dass es keine Unregelmäßigkeiten der dorsalen Hautkontur gibt. Im Ultraschall ist die Haut oberhalb der Wirbelsäule als durchgängige Linie zu sehen. Es sind keine weiteren Untersuchungen nötig.

„Ja“ bedeutet: Im Ultraschall ist die dorsale Hautkontur nicht durchgängig zu sehen. Manchmal liegt das ungeborene Kind nur ungünstig für die Untersuchung. Es kann aber auch der Hinweis auf einen „offenen Rücken“ (Spina bifida) sein. Dann sind weitere Untersuchungen nötig.


Seite 11

Konsiliaruntersuchung: Eine weitere Ärztin oder ein weiterer Arzt wird hinzugezogen.


FS: Abkürzung für Fruchtsack-Durchmesser. Gemessen wird, welchen Durchmesser die Hülle hat, die den Embryo umgibt. Der Wert kann dabei helfen, das Schwangerschaftsalter zu bestimmen.


SSL: Abkürzung für Scheitel-Steiß-Länge. Der Embryo wird vom Scheitel bis zum Steißbein gemessen. Der Wert kann dabei helfen, das Schwangerschaftsalter zu bestimmen.


BPD: Abkürzung für biparietaler Durchmesser. Gemessen wird der Querdurchmesser des Kopfes vom Embryo. Mit diesem Wert lässt sich das Wachstum des Embryos beurteilen.


Biometrie: Meint das Messen von Körpergrößen – für sich oder im Verhältnis zueinander. Biometrische Werte helfen, das Wachstum und die Entwicklung des Embryos zu beurteilen.


Auffällige Herz-Thoraxrelation (Blickdiagnose): „Nein“ bedeutet, dass alles normal aussieht. 

Ist „Ja“ angekreuzt, stehen Herz und Brustkorb (Thorax) in ihrer Größe in einem auffälligen Verhältnis – das Herz ist also zum Beispiel recht groß. Dann sollte das Herz des Ungeborenen weiter untersucht werden, um Fehlbildungen auszuschließen.


Linksseitige Herzposition: „Ja“ heißt, dass das Herz des Ungeborenen ganz normal auf der linken Seite des Brustkorbs liegt. 

„Nein“ bedeutet, dass das Herz an einer anderen Position liegt und weitere Untersuchungen nötig sind.


Persistierende Arrhythmie: Persistierend ist das Fachwort für anhaltend oder dauerhaft. Arrhythmie meint, dass das Herz einen unregelmäßigen Rhythmus aufweist. „Nein“ heißt, dass der Herzrhythmus unauffällig ist. 

Ist „Ja“ angekreuzt, zeigt das Ungeborene während der Untersuchung durchgängig einen unregelmäßigen Herzrhythmus. Dann muss das Herz näher untersucht werden. 


Vierkammerblick: Dabei handelt es sich um eine Art Überblicksdarstellung des Herzens, bei dem alle vier Herzkammern des Ungeborenen auf einmal zu sehen sind. „Ja“ heißt, dass alle Herzkammern gut zu sehen sind und alles unauffällig ist. 

„Nein“ kann bedeuten, dass das Ungeborene ungünstig gelegen hat und der Vierkammerblick deshalb nicht möglich war. Oder es gibt Hinweise auf Unregelmäßigkeiten. Dann sind weitere Untersuchungen nötig.


Konturunterbrechung an der vorderen Bauchwand: „Nein“ heißt, dass es keine Auffälligkeiten gibt. 

Bei „Ja“ gibt es Hinweise, dass die Bauchwand des Ungeborenen nicht ganz geschlossen ist. Es sind weitere Untersuchungen nötig, um diesen Verdacht abzuklären.


ATD ist die Abkürzung für „Abdomen Transversaler Durchmesser“. Gemeint ist der Querdurchmesser des kindlichen Bauches. Es handelt sich dabei um einen von mehreren Messwerten im Ultraschall. Die Messwerte helfen zu beurteilen, ob das Ungeborene sich gut entwickelt und wächst.


APD/AU ist die Abkürzung für „Anterior posterior Durchmesser“ und „Abdomenumfang“. Anterior-posterior ist lateinisch für von vorne nach hinten. Gemessen wird also der Bauchumfang des Ungeborenen vom Rücken zum Bauch. Abdomen ist lateinisch für Bauch. Gemessen wird also der Umfang des Bauches. Beide Messwerte helfen zu beurteilen, ob sich das Kind gut entwickelt.


FL ist die Abkürzung für Femurlänge. Femur ist lateinisch für Oberschenkel. Gemessen wird also die Länge des Oberschenkels des Ungeborenen. Es handelt sich um einen von mehreren Messwerten im Ultraschall. Die Messwerte helfen zu beurteilen, ob sich das Kind gut entwickelt und wächst.


Kontrollbedürftige Befunde bedeutet, dass bei der Untersuchung etwas Ungewöhnliches aufgefallen ist, was kontrolliert werden sollte.


Fruchtwassermenge: Das Kind ist umgeben von Fruchtwasser. Zu viel oder zu wenig Fruchtwasser kann ein Hinweis auf eine Erkrankung sein. Es kann sich aber auch um eine vorübergehende Auffälligkeit handeln, die bei der Kontrolle nicht mehr nachweisbar ist.


Für die körperliche Entwicklung des Kindes gibt es Normwerte. Abweichungen können ein Hinweis sein auf eine kindliche Erkrankung, es kann sich aber auch einfach um ein besonders zartes oder kräftiges Kind handeln.


Wird eine kontrollbedürftige Veränderung festgestellt, kann eine zusätzliche Untersuchung = Konsiliaruntersuchung bei einem Spezialisten veranlasst werden.


Seite 12

Ultraschall-Kontrolluntersuchungen nach Anlage I b zu der Mutterschafts-Richtlinie: Die Mutterschafts-Richtlinie ist ein Dokument, das genau regelt, welche Untersuchungen auf jeden Fall zur Schwangerenvorsorge gehören.  In der Regel sind 3 Ultraschall-Untersuchungen in der Schwangerschaft vorgesehen. Es gibt aber auch Gründe für weitere Kontroll-Untersuchungen mittels Ultraschall, zum Beispiel eine Mehrlingsschwangerschaft. In der Anlage I b sind diese Gründe aufgelistet.


Indikation zur Untersuchung: Fachbezeichnung für den Grund, aus dem eine Untersuchung durchgeführt wird. 

Seite 13

Fetal“ kommt von „Fötus“ und meint das ungeborene Kind ab einem Alter von 9 Schwangerschaftswochen. 


Es wird in Millimetern gemessen (mm).


 „US“ ist die Abkürzung für Ultraschall. Vorgesehen sind in der normal verlaufenden Schwangerschaft 3 Ultraschall-Untersuchungen („Screenings“). Dabei wird untersucht, ob das Kind sich so entwickelt wie erwartet. 


SSW ist die Abkürzung für Schwangerschaftswoche.


kompl.“ ist die Abkürzung für „komplett“. Auf dem Zeitstrahl ist also immer die vollendete Schwangerschaftswoche gemeint. Eine andere Schreibweise wäre beispielhaft für die vollendete 20. Schwangerschaftswoche: SSW 20 + 0. 


SSL ist die Abkürzung für Scheitel-Steiß-Länge. Gemessen wird vom höchsten Punkt des Schädels (Scheitel) bis zum Steiß des Ungeborenen. Die SSL wird nur in der Frühschwangerschaft gemessen. Später krümmt sich das Ungeborene, so dass andere Messungen besser geeignet sind. Die SSL eignet sich früh in der Schwangerschaft gut, um das Alter des Ungeborenen genau zu bestimmen.


BPD ist die Abkürzung für biparietaler Kopfdurchmesser. Gemessen wird der Durchmesser des Kopfes zwischen den zwei seitlichen Schädelknochen. Es wird geprüft, ob die Größe im Normbereich liegt. Liegt der Wert bei der ersten Messung beispielsweise im oberen Normbereich, sollte er bei der zweiten Messung im gleichen Bereich sein. Wenn nicht, kann das darauf hinweisen, dass das Kind mehr oder weniger Gewicht zulegt als erwartet. Dann wird das Wachstum des Kindes häufiger kontrolliert.


ATD ist die Abkürzung für abdominaler Transversaldurchmesser. Gemessen wird der Durchmesser des Bauchs ungefähr in Nabelhöhe (Abdomen). Es wird geprüft, ob die Größe im Normbereich liegt. Liegt der Wert bei der ersten Messung beispielsweise im oberen Normbereich, sollte er bei der zweiten Messung im gleichen Bereich sein. Wenn nicht, kann das darauf hinweisen, dass das Kind mehr oder weniger Gewicht zulegt als erwartet. Dann wird das Wachstum des Kindes häufiger kontrolliert.


Seite 14

Weiterführende Ultraschall-Untersuchungen zur Abklärung 

Die Mutterschafts-Richtlinie ist ein Dokument, das genau regelt, welche Untersuchungen zur Schwangerenvorsorge gehören. In der Regel sind 3 Ultraschall-Untersuchungen in der Schwangerschaft vorgesehen. Es werden weitere Ultraschall-Untersuchungen gemacht, wenn bestimmte Gründe dafür vorliegen. In der Anlage I c sind diese Gründe aufgelistet.


Pathologisch ist das Fachwort für „krankhaft“. Bei einer vorherigen Untersuchung gab es also Hinweise, dass eine Schwangerschaftskomplikation vorliegen könnte oder eine Veränderung beim Ungeborenen. Diesen Hinweisen wird in weiteren Ultraschall-Untersuchungen nachgegangen.


Indikation zur Untersuchung ist eine Fachbezeichnung. Gemeint ist der Grund, aus dem eine Untersuchung durchgeführt wird. 


Dopplersonografische Untersuchungen nach Anlage 1d 

Die Mutterschafts-Richtlinie ist ein Dokument, das genau regelt, welche Untersuchungen zur Schwangerenvorsorge gehören. Der Doppler-Ultraschall gehört nicht zur normalen Schwangerenvorsorge. Er wird nur durchgeführt, wenn besondere Gründe dafür bestehen. Diese Gründe sind in der Anlage I d aufgelistet. Das kann zum Beispiel ein Verdacht auf einen Herzfehler beim Ungeborenen sein. 

Der „Doppler“ ist eine spezielle Ultraschall-Untersuchung, um den Blutfluss zu untersuchen. So lässt sich zum Beispiel sehen, ob das Kind über die Plazenta gut mit Blut versorgt wird oder wie das Gehirn durchblutet wird. Es lässt sich auch genau sehen, ob alle Teile des Herzens richtig angelegt sind. 

Seite 15

Epikrise: Fachbegriff für Abschlussbericht. Diese Seite ist eine Zusammenfassung über die Schwangerschaft, die Geburt, den gesundheitlichen Zustand des Kindes und das Wochenbett.


Stat. Aufenthalt antepartum in Wochen: Stat. ist die Abkürzung für „stationär“ und meint den Aufenthalt in einem Krankenhaus. Antepartum ist das Fachwort für „vor der Geburt“. Gemeint ist also, ob die Frau vor der Geburt längere Zeit in ein Krankenhaus musste – zum Beispiel wegen Schwangerschaftskomplikationen.


Nach Katalog A/B (Seite 5 und 6) dokumentierte wichtigste Risikonummern: Den wichtigsten Untersuchungsbefunden und Schwangerschaftskomplikationen ist eine Nummer zugewiesen. Diese Nummer können Sie auf Seite 5 und 6 im Mutterpass nachschlagen. Die Nummer 43 steht beispielsweise für einen Harnwegsinfekt. 


Geburtsmodus: Hier geht es darum, wie das Kind zur Welt gekommen ist. „sp“ steht für „spontan“. Das heißt, bei der Geburt waren keine operativen Eingriffe nötig. „S“ steht für „Sectio“, also für einen Kaiserschnitt. „vag. Op.“ steht für „vaginale Operation“. Das Kind wurde also durch die Vagina geboren, es war zur Unterstützung aber ein operativer Eingriff nötig. Ein solcher Eingriff kann zum Beispiel der Einsatz einer Saugglocke sein.


Kindslage: Beschreibt, wie das Kind bei der Geburt im Bauch gelegen hat. SL steht für „Schädellage“, der Kopf des Babys liegt dabei Richtung Becken der Mutter. BEL steht für „Beckenendlage“, also dass der Po des Babys Richtung Becken der Mutter liegt. Das Kind „sitzt“ quasi in der Gebärmutter. QL steht für „Querlage“, das Kind hat also quer im Bauch gelegen. Am einfachsten für die Geburt ist die Schädellage.
Lesen Sie auch:  Beckenendlage – Mit dem Po voran


Apgar-Zahl 5‘/10‘: 5 und 10 Minuten nach der Geburt wird beim Kind der Apgar-Score erhoben. Dabei handelt es sich um eine grobe, aber schnelle Einschätzung des Gesundheitszustandes anhand von 5 Kriterien: Beurteilt werden Atmung, Puls, Muskeltonus, Hautfarbe und Reflexe. Jedes Kriterium erhält einen Wert zwischen 0 und 2. Die Summe hilft zu beurteilen, ob das Kind ärztliche Unterstützung braucht. Die Maximalsumme liegt bei 10 Punkten. Wenn das Kind die Geburt gut überstanden hat, liegt dieser Wert bei 7 bis 10 Punkten.
Lesen Sie auch: APGAR-Test


pH-Wert (Nabelarterie): Nach der Geburt wird etwas Blut aus der Nabelschnur entnommen. Daraus lässt sich der pH-Wert bestimmen. Ist der pH-Wert niedrig, hat das Kind eine Azidose („Übersäuerung“). Das kann auf eine schlechte Sauerstoffversorgung während der Geburt hindeuten. In diesem Fall wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, was dahinter steckt und ob weitere Untersuchungen oder eine Behandlung nötig sind. 


gyn. Befund normal: Gemeint ist die Beurteilung der weiblichen Organe, also von Labien, Vagina, Gebärmutter. Im Wochenbett prüft die Hebamme oder die Ärztin oder der Arzt zum Beispiel, ob die Gebärmutter sich gut zusammengezogen hat und ob Geburtsverletzungen gut abheilen.


Hb: Abkürzung für Hämoglobin. Dieser Blutwert zeigt an, ob genug rote Blutkörperchen vorhanden sind oder ob eine Blutarmut vorliegt. Der Wert wird unter anderem deshalb untersucht, weil Frauen während der Geburt viel Blut verlieren können. Ist der Wert im Grenzbereich oder zu niedrig, wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, ob eine Behandlung nötig ist. 


RR: Abkürzung für Riva Rocci. Das ist der italienische Arzt, der die Blutdruckmessung erfand. Mit der Abkürzung RR bezeichnet man die Höhe des Blutdruckes.


Anti-D-Prophylaxe: Hier geht es um ein bestimmtes Merkmal auf roten Blutkörperchen, den Rhesus-Faktor. Einige Frauen haben keinen Rhesus-Faktor, sie sind Rhesus-negativ. Ist das Kind Rhesus-positiv (es hat also den Rhesus-Faktor), kann die Frau Abwehrstoffe (Antikörper) gegen den Rhesus-Faktor bilden. Das kann bei einer weiteren Schwangerschaft mit einem Rhesus-positiven Kind gefährlich sein. Eine Rhesus-negative Frau mit einem Rhesus-positiven Kind erhält deshalb innerhalb von 72 Stunden nach der Geburt eine Spritze, damit keine Antikörper in ihrem Blut entstehen. Ausführlich erklärt ist das im Video auf Seite 2.


Blutgruppe und Untergruppen (nur bei Rh-neg. Müttern, kein Ausweis!): Bei Rhesus-negativen Frauen wird die Blutgruppe des Kindes aus dem Nabelschnurblut bestimmt. Das Ergebnis wird hier eingetragen. Dieser Eintrag ist aber kein offizieller Blutgruppenausweis für das Kind. 


Direkter Coombs-Test: Dabei handelt es sich um einen Bluttest beim neugeborenen Kind. Er wird gemacht, wenn die Blutgruppe der Mutter Rhesus-negativ ist, die Blutgruppe des Kindes aber Rhesus-positiv. Coombs-Test positiv bedeutet, dass Abwehrstoffe (Antikörper) im Blut der Mutter auch im Blut des Kindes vorhanden sind. Mehr zum Rhesus-Faktor erfahren Sie im Video auf Seite 2. 


Kind unauffällig entl.: Das bedeutet, dass das Kind ohne Auffälligkeiten nach Hause entlassen wurde.

Seite 16

Mit gynäkol. Befund unauffällig ist der gynäkologische Befund gemeint, also das Ergebnis einer gynäkologischen Untersuchung. Im Wochenbett prüft die Hebamme, die Ärztin oder der Arzt zum Beispiel, ob Geburtsverletzungen gut abheilen. „Befund unauffällig“ bedeutet, dass die Untersuchung keine Besonderheiten ergeben hat.


Hb ist die Abkürzung für Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff. Der Hämoglobin-Wert lässt sich durch eine Blutprobe ermitteln. Niedrige Werte weisen auf Blutarmut hin (Anämie). Ihre Ärztin oder Ihr Arzt bespricht mit Ihnen, ob und welche Behandlung nötig ist. 


RR steht für Blutdruck. Erhöhte Blutdruckwerte (über 140 systolisch oder 90 diastolisch) können ein wichtiger Hinweis auf schwangerschaftsbedingte Erkrankungen wie Präeklampsie sein. Solche Erkrankungen können auch nach der Geburt im Wochenbett auftreten.


Der Urin kann wichtige Hinweise auf Erkrankungen geben. Z steht für „Zucker“. Erhöhte Zucker-Werte deuten auf Diabetes hin. E steht für „Eiweiß“. Erhöhte Eiweiß-Werte im Urin in Verbindung mit einem erhöhten Blutdruck können ein Anzeichen für eine Präeklampsie sein.


U3 steht für die 3. Früherkennungsuntersuchung beim Kind. In manchen Bundesländern sind diese „U-Untersuchungen“ verpflichtend.
Lesen Sie auch: Früherkennungsuntersuchungen

Seite 18

Angaben für Folgeschwangerschaft, Erklärung dazu auf S. 2.

Seite 19

Angaben für Folgeschwangerschaft, Erklärung dazu auf S. 3.

Seite 20

Angaben für Folgeschwangerschaft, Erklärung dazu auf S. 4.

Seite 21

Angaben für Folgeschwangerschaft, Erklärung dazu auf S. 5.

Seite 22

Angaben für Folgeschwangerschaft, Erklärung dazu auf S. 6.

Seite 23

Angaben für Folgeschwangerschaft, Erklärung dazu auf S. 7.

Seite 24

Angaben für Folgeschwangerschaft, Erklärung dazu auf S. 8.

Seite 25


Angaben für Folgeschwangerschaft, Erklärung dazu auf S. 9.

Seite 26

Angaben für Folgeschwangerschaft, Erklärung dazu auf S. 10.

Seite 27

Angaben für Folgeschwangerschaft, Erklärung dazu auf S. 11.

Seite 28

Angaben für Folgeschwangerschaft, Erklärung dazu auf S. 12.

Seite 29

Angaben für Folgeschwangerschaft, Erklärung dazu auf S. 13.

Seite 30

Angaben für Folgeschwangerschaft, Erklärung dazu auf S. 14.

Seite 31

Angaben für Folgeschwangerschaft, Erklärung dazu auf S. 15.

Seite 32

Angaben für Folgeschwangerschaft, Erklärung dazu auf S. 16.



Unterschiedliche Blutgruppen vertragen sich oft nicht. Erhält eine Frau Blut mit einer „falschen“ Blutgruppe, kann das schwere Folgen haben. Deswegen gehen Ärztinnen und Ärzte immer auf Nummer sicher und testen mehrfach die Verträglichkeit vor einer Bluttransfusion. Einer dieser Tests heißt „Kreuzprobe“.


In seltenen Fällen haben Schwangere Abwehrstoffe (Antikörper) im Blut, die sich gegen die roten Blutkörperchen des Kindes richten. Der Antikörper-Suchtest sucht nach solchen Antikörpern. Werden Antikörper gefunden, können die Ärztinnen oder Ärzte Maßnahmen ergreifen, um die Blutkörperchen des Kindes vor dem Angriff der Antikörper zu schützen.


Negativ: Bei Ihnen konnten keine solchen Antikörper nachgewiesen werden.


Positiv, Titer 1: Sie haben Antikörper, die die Blutkörperchen des Kindes angreifen können. Der Titer misst die Menge der Antikörper. Das hilft den Ärztinnen und Ärzten abzuschätzen, welche Maßnahmen nötig sind.


Steckt sich eine Frau in der Schwangerschaft zum ersten Mal mit Röteln an, kann das dem Kind schaden. Ist eine Frau nachweislich zweimal gegen Röteln geimpft, ist sie vor der Ansteckung sicher geschützt. Sie hat dann genug Abwehrstoffe (Antikörper) gegen Röteln im Blut. Das muss nicht kontrolliert werden. Die Impfung ist im Impfpass dokumentiert.


Röteln-Antikörpertest: Manchmal weiß eine Frau nicht mehr genau, ob sie gegen Röteln geimpft ist. Oder sie ist nicht geimpft, hatte aber schon einmal Röteln. Auch dann hätte sie bereits Abwehrstoffe (Antikörper) gegen Röteln gebildet und sie und ihr Kind wären geschützt. Im Blut der Frau lässt sich testen, ob sie Antikörper hat.


Negativ: Sie haben keine Röteln-Antikörper. Sie sind nicht gegen Röteln geschützt und sollten besonders aufpassen, sich nicht anzustecken.
Lesen Sie auch: Akute Krankheiten und Infektionen: Röteln


Positiv, Titer 1: Sie haben Antikörper gegen Röteln und sind vor einer Ansteckung mit Röteln geschützt.


bzw. IE/ml bedeutet Internationale Einheiten pro Milliliter. Es ist eine alternative Maßangabe. Es wird entweder der Titer oder dieser Wert angegeben.


Bei ergänzenden serologischen Untersuchungen handelt es sich um Blutuntersuchungen. Sie werden zum Beispiel durchgeführt, wenn der Verdacht auf eine frische Infektion mit Röteln besteht.


Influenza-Impfung: Bei schwangeren Frauen ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass eine Grippe (Influenza) einen schweren Verlauf hat. Deswegen empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) Schwangeren die Impfung gegen Grippe. Diese Impfung ist für das Ungeborene nicht schädlich.


Pertussis-Impfung: Eine Impfung schützt Schwangere vor Keuchhusten (Pertussis). Noch wichtiger ist, dass dieser Schutz auf das Kind übergeht. Als Neugeborenes ist das Kind dann vor schweren Verläufen geschützt. Deswegen empfiehlt die Ständige Impfkommission Schwangeren die Impfung gegen Keuchhusten. Diese Impfung ist für das Ungeborene nicht schädlich.


Chlamydia trachomatis A ist ein Bakterium, das unter anderem den Genitaltrakt besiedelt und sich über eine Urinprobe nachweisen lässt. Sind Sie mit Chlamydien infiziert, erhalten Sie ein Antibiotikum. Wird die Infektion nicht behandelt, ist das Risiko für eine Frühgeburt erhöht. Oder das Baby kann sich bei der Geburt anstecken, so dass es zu schweren Augenentzündungen oder einer Lungenentzündung kommen kann. 
Lesen Sie auch: Chlamydien-Infektionen in der Schwangerschaft 


Nukleinsäure bezeichnet die Moleküle, aus denen die Erbsubstanz besteht. Der Nukleinsäure-amplifizierende Test (NAT) erkennt schon kleine Mengen an Erbsubstanz. In diesem Fall sucht der Test nach Erbgut von Chlamydien. So lässt sich eine Infektion gut nachweisen.


Negativ bedeutet, dass sich keine Chlamydien nachweisen lassen. Sie sind also nicht mit Chlamydien infiziert.


Positiv bedeutet, dass Sie mit Chlamydien infiziert sind. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird die nächsten Schritte mit Ihnen besprechen.


In seltenen Fällen haben Schwangere Abwehrstoffe (Antikörper) im Blut, die sich gegen die roten Blutkörperchen des Kindes richten. Bei der Antikörper-Suchtest-Kontrolle wird nach solchen Antikörpern gesucht. Werden Antikörper gefunden, können die Ärztinnen oder Ärzte Maßnahmen ergreifen, um die Blutkörperchen des Kindes vor dem Angriff der Antikörper zu schützen. Hier handelt es sich um eine Wiederholung (= Kontrolle) des Tests im 2. Schwangerschaftsdrittel. Ein Beispiel für Antikörper sind die Antikörper gegen den Rhesusfaktor (siehe Erklärvideo auf Seite 2). 


Der Test auf Abwehrstoffe (Antikörper) gegen Röteln wird wiederholt, wenn eine Schwangere nicht vor Röteln geschützt ist. Das ist der Fall, wenn sie nicht gegen Röteln geimpft ist und auch noch nie zuvor an Röteln erkrankt ist und deswegen keine „natürlichen“ Abwehrstoffe (Antikörper) gegen Röteln hat. In der Röteln-Antikörpertest-Kontrolle zeigt sich also, ob die Frau sich nun in der Schwangerschaft angesteckt hat und somit mit Komplikationen zu rechnen ist. 
Lesen Sie auch: Krankheiten und Infektionen in der Schwangerschaft: Röteln-Infektion 


LSR ist die Abkürzung für Lues-Such-Reaktion. Lues ist ein anderer Name für die Krankheit Syphilis. Die Lues-Such-Reaktion ist ein Bluttest, der erste Hinweise auf eine Infektion mit Syphilis gibt. Schlägt der Test an, folgen weitere Untersuchungen. Erst dann lässt sich sicher sagen, ob die Schwangere Syphilis hat. 
Lesen Sie auch: Syphilis in der Schwangerschaft 


Serologische Untersuchungen sind Untersuchungen des flüssigen Bestandteils des Bluts. Dabei wird unter anderem nach Abwehrstoffen (Antikörpern) gesucht. In der Schwangerschaft lässt sich so zum Beispiel herausfinden, ob Sie bestimmte Krankheiten haben oder davor geschützt sind. Auch lässt sich klären, ob sich Ihre Blutgruppe und die Blutgruppe des Kindes vertragen.


HBs-Antigene sind Eiweiße, die ein Bestandteil des Hepatitis-B-Virus sind. Hat eine Schwangere Hepatitis B, lassen sich diese Antigene in ihrem Blut nachweisen. Schwangere mit Hepatitis B können ihr Kind bei der Geburt anstecken. Es gibt aber Medikamente, die verhindern sollen, dass das Kind dauerhaft erkrankt.
Lesen Sie auch: Krankheiten und Infektionen in der Schwangerschaft: Hepatitis B 


Positiv heißt: In Ihrem Blut wurden HBs-Antigene gefunden, Sie sind also mit Hepatitis B infiziert. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird mit Ihnen besprechen, wie Ihr Kind am besten vor der Erkrankung geschützt werden kann.
Lesen Sie auch: Krankheiten und Infektionen in der Schwangerschaft: Hepatitis B 


Negativ heißt: In Ihrem Blut gibt es keine Hinweise auf eine Hepatitis-B-Erkrankung.
Lesen Sie auch: Krankheiten und Infektionen in der Schwangerschaft: Hepatitis B 


Siehe Videos RhD-Unverträglichkeit auf Seite 2.


Ist in einer vorangegangenen Schwangerschaft eine Komplikation aufgetreten oder wurde zum Beispiel ein Kaiserschnitt gemacht? Dann kann das Einfluss auf die aktuelle Schwangerschaft oder Geburt haben.


Abort ist der medizinische Fachbegriff für Fehlgeburt. Eine vorherige Schwangerschaft hat also vor der 24. Woche geendet. In der Schwangerschaftsvorsorge wird dann besonders gut auf Anzeichen für eine erneute Fehlgeburt geachtet.


Abruptio ist der medizinische Fachbegriff für Schwangerschaftsabbruch. Diese Information wird vorsichtshalber abgefragt. Sehr wahrscheinlich hat ein früherer komplikationsloser Schwangerschaftsabbruch keinen Einfluss auf spätere Schwangerschaften.


Schwangerschaftsdauer in Wochen: Ihre letzte Geburt war deutlich vor oder nach dem errechneten Geburtstermin? Möglicherweise ist das bei der aktuellen Schwangerschaft ähnlich.


Schwangerschaftsdauer in Wochen: Ihre letzte Geburt war deutlich vor oder nach dem errechneten Geburtstermin? Möglicherweise ist das bei der aktuellen Schwangerschaft ähnlich.


Sectio ist der medizinische Fachbegriff für Kaiserschnitt. Sie hatten bereits einen Kaiserschnitt? Dann wird Ihre Frauenärztin oder Ihr Frauenarzt genau mit Ihnen besprechen, warum der Kaiserschnitt gemacht wurde und ob das Konsequenzen hat für die nächste Geburt.


Der HIV-Antikörpertest ist ein freiwilliger Test. Damit lässt sich eine HIV-Erkrankung ausschließen oder feststellen. Ist eine Schwangere positiv, müssen die Ärztinnen und Ärzte das möglichst früh wissen. Dann lässt sich in den meisten Fällen verhindern, dass die Frau das Kind in der Schwangerschaft oder bei der Geburt ansteckt. 
Lesen Sie auch: Schwanger mit HIV


Anamnese meint, dass die Ärztin, der Arzt oder die Hebamme der Schwangeren Fragen zu ihrem Gesundheitszustand und vorangegangenen Schwangerschaften stellt.


Hier wird eingetragen, um die wievielte Schwangerschaft es sich handelt. Gravida ist lateinisch für Schwangerschaft. Gezählt werden alle Schwangerschaften, also auch Fehlgeburten oder Abbrüche.


Para ist ein lateinischer Begriff und beschreibt, wie viele Kinder Sie schon geboren haben. Eine Frau in der 1. Schwangerschaft ist demnach eine „Nullipara“, weil sie bisher 0 Kinder geboren hat. Bei einer aktuell schwangeren Frau mit 2 Fehlgeburten und einer erfolgreichen Geburt wird demnach eingetragen: Gravida 4, Para 1.


Familiäre Belastung: In Ihrer Familie gibt es bestimmte Krankheiten? Dann werden Sie besonders gut auf Symptome dieser Erkrankung untersucht. Wenn eine Erkrankung gehäuft bei Familienmitgliedern auftritt, kann sich das eigene Risiko für dieselbe Erkrankung erhöhen. 


Sie hatten frühere Erkrankungen oder sind chronisch krank? Dann wird in der Schwangerschaft besonders aufmerksam darauf geachtet, ob Medikamente verändert werden müssen oder ob sich die Erkrankung verschlechtert.


Sie haben eine Blutungsneigung? Dann kann es auch bei der Geburt schneller als gewöhnlich zu einer Blutung kommen und/oder die Blutung lässt sich schwerer stoppen. Diese Information ist für das Geburtsteam wichtig, um sich gut auf die Geburt vorzubereiten.

Thrombosen sind Blutgerinnsel, die Blutgefäße verstopfen. Sie haben eine Thromboseneigung? Dann sollte Ihre Ärztin oder Ihr Arzt das wissen. Denn das Thromboserisiko ist während einer Schwangerschaft und nach einer Geburt zusätzlich erhöht. Eventuell müssen Sie während der Schwangerschaft auch mit gerinnungshemmenden Medikamenten behandelt werden.


Sie haben in der Vergangenheit Bluttransfusionen erhalten? Dann haben Sie möglicherweise Abwehrzellen (Antikörper) gegen fremde Blutgruppen entwickelt, die sich jetzt in Ihrem Blut befinden. Hat Ihr Kind dieselbe Blutgruppe wie die Spender, können sich die Abwehrzellen gegen sein Blut richten. Das kann dem Kind schaden oder eine Frühgeburt verursachen. 


Besondere psychische Belastung: Dabei kann es sich um familiäre oder berufliche Sorgen handeln, oder auch um frühere oder aktuelle Gewalterfahrungen. Sprechen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Hebamme darauf an und klären Sie, ob Sie Unterstützung brauchen. Diese Belastungen können Auswirkungen auf die Schwangerschaft und die Geburt haben. Es gibt viele Hilfsangebote, zum Beispiel die „Frühen Hilfen“.
Lesen Sie auch: Stress und starke Belastungen in der Schwangerschaft


Besondere soziale Belastung: Sprechen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Hebamme offen darauf an, wenn Sie wirtschaftliche Sorgen haben oder Sie sich allein oder unwohl fühlen. Es gibt spezielle Hilfsprogramme, zum Beispiel die „Frühen Hilfen“.


Bei einer Rhesus-Inkompatibilität liegt eine Blutgruppen-Unverträglichkeit zwischen Mutter und Kind vor. Abwehrstoffe (Antikörper) im mütterlichen Blut können dann das kindliche Blut „angreifen“ und Komplikationen verursachen. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt bespricht mit Ihnen, durch welche Maßnahmen sich das verhindern lässt. Nähere Informationen finden Sie im Video auf Seite 2.


Frauen mit Diabetes mellitus müssen in der Schwangerschaft besonders gut auf ihren Blutzucker achten. So beugen sie Schwangerschaftsrisiken vor, zum Beispiel einer Präeklampsie, einer Frühgeburt oder einer Schwergeburt. Außerdem ist es oft nötig, die Medikamente anzupassen.
Lesen Sie auch: Schwanger mit Diabetes


Wenn Sie starkes Übergewicht (Adipositas) haben, ist das Risiko für Schwangerschaftserkrankungen wie Präeklampsie und Schwangerschaftsdiabetes erhöht. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt hat dies dann besonders gut im Blick.
Lesen Sie auch: Schwanger mit Adipositas


Abhängig von der Art des Kleinwuchses kann das mütterliche Becken zu schmal für die Geburt sein. Dann ist vielleicht ein Kaiserschnitt nötig. Erbt das Kind den Kleinwuchs, kann sein Schädel zu groß für eine vaginale Geburt sein.


Manche Frauen haben Erkrankungen rund um die Knochenstruktur (Skelettanomalien), zum Beispiel eine Knochenentkalkung, die Knochenbrüche begünstigt, oder Formabweichungen wie ein schmales Becken. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt bespricht mit Ihnen, ob besondere Maßnahmen bei der Geburt nötig sind.


Schwangere unter 18 Jahren dürfen manche Entscheidungen nur gemeinsam mit den Eltern treffen. Sehr junge Mütter werden während der Schwangerschaft besonders gründlich betreut, weil manche Komplikationen wahrscheinlicher sind. 


Bei Schwangeren über 35 Jahren kann es sein, dass manche Schwangerschaftsrisiken erhöht sind.


Vielgebärende: Sie haben bereits 4 Kinder zur Welt gebracht? Dann sind manche Schwangerschafts- oder Geburtsrisiken höher. 


Zustand nach Sterilitätsbehandlung: Das heißt, dass Sie mit Hilfe einer Kinderwunsch-Behandlung schwanger geworden sind. Manche Schwangerschaftsrisiken sind durch die Behandlung erhöht. Außerdem ist es wahrscheinlicher, dass Sie Mehrlinge bekommen.


Zustand nach Frühgeburt: Wenn Sie bereits eine Frühgeburt hatten, ist das Risiko für eine erneute Frühgeburt erhöht.


Zustand nach Mangelgeburt: Das heißt, dass sie schon einmal ein Kind geboren haben, das Untergewicht hatte. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt behält das besonders gut im Blick, weil das vielleicht wieder passieren kann. 


Zustand nach 2 oder mehr Fehlgeburten/Abbrüchen: Sie hatten bereits eine Fehlgeburt? Dann werden Sie besonders gründlich betreut, weil das Risiko für eine erneute Fehlgeburt erhöht ist.


Totes/geschädigtes Kind in der Anamnese: Sie haben bereits ein Kind verloren oder ein Kind zur Welt gebracht, das beeinträchtigt war. Dann wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt mögliche Schwangerschaftsrisiken besonders gut im Blick behalten.


Bei einer vorangegangenen Geburt ist eine Komplikation aufgetreten? Dann kann es sein, dass das Risiko für eine Komplikation auch bei dieser Geburt höher ist. Möglicherweise hat das Einfluss darauf, wie Sie ihr Kind zur Welt bringen.


Zustand nach Sectio: Sie hatten bereits einen Kaiserschnitt (= Sectio) oder eine andere Operation an der Gebärmutter? Dann wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt prüfen, ob das Folgen für die anstehende Geburt hat – etwa, weil sich Narbengewebe gebildet hat. 
Lesen Sie auch: Kaiserschnitt oder vaginale Geburt


Rasche Schwangerschaftsfolge: Nach einer Schwangerschaft und Geburt benötigt der Körper eine gewisse Zeit, um sich von der Belastung zu erholen. Wird eine Frau sehr schnell erneut schwanger, sind vielleicht manche Schwangerschaftsrisiken höher.


Ihre Ärztin, Ihr Arzt oder Ihre Hebamme prüft alle Eintragungen dieser Seite gründlich. Ein „Kreuz“ bei einer dieser Fragen bedeutet nicht automatisch, dass die Schwangerschaft mit einem erhöhten Risiko verbunden ist. Möglicherweise wird Ihre Schwangerschaft aber als Risikoschwangerschaft eingestuft. Dann haben Sie Anspruch auf eine gründlichere Betreuung. Sie werden also zum Beispiel öfter untersucht als andere Schwangere.


Post partum“ meint das Wochenbett, also die Zeit von der Geburt bis 6–8 Wochen nach der Geburt. Sind nach vorherigen Geburten in diesem Zeitraum Komplikationen aufgetreten, ist das Risiko dafür vielleicht auch dieses Mal erhöht. 


Behandlungsbedürftige Allgemeinerkrankungen heißt: Sie haben eine oder mehrere Vorerkrankungen, die während der Schwangerschaft überwacht oder behandelt werden müssen. Das können zum Beispiel eine Schilddrüsenunterfunktion oder Bluthochdruck sein. Diese Information ist wichtig, da manche Vorerkrankungen das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen erhöhen.


Bei einer Dauermedikation handelt es sich um Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden müssen. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird mit Ihnen besprechen, ob Sie wegen der Schwangerschaft das Medikament wechseln oder die Dosis anpassen müssen. 

Wichtiger Hinweis: Setzen Sie Medikamente nicht eigenmächtig ab.


Abusus ist der Fachbegriff für das Einnehmen schädlicher Stoffe. Gemeint sind zum Beispiel Rauchen, Alkohol trinken und Drogen nehmen. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird Sie beraten, falls es Ihnen schwerfällt, damit aufzuhören. Anderenfalls ist das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen und Schäden am Baby erhöht. Gelingt das Aufhören nicht, muss die Schwangerschaft besonders betreut und überwacht werden.
Lesen Sie auch:
Rauchfrei durch die Schwangerschaft 
Alkohol und Schwangerschaft
Drogen und Schwangerschaft 


Besondere psychische Belastungen wie eine Trennung oder eine Gewalterfahrung erhöhen das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen wie Frühgeburt, ein niedriges Geburtsgewicht oder Bluthochdruck. Die Hebamme, die Ärztin oder der Arzt können Hilfsangebote vermitteln.
Lesen Sie auch: Stress und starke Belastungen in der Schwangerschaft


Besondere soziale Belastung meint zum Beispiel, dass Sie wenig Geld haben oder wenig Unterstützung durch das Umfeld. Das kann starken Stress auslösen und das Risiko für manche Schwangerschaftskomplikationen erhöhen. Die Hebamme, die Ärztin oder der Arzt können Hilfsangebote vermitteln.
Lesen Sie auch:  Stress und starke Belastungen in der Schwangerschaft


Blutungen vor der 28. SSW können harmlos sein, aber auch auf eine Schwangerschaftskomplikation hinweisen. Es ist in jedem Fall wichtig, dass Ihre Hebamme, Ihre Ärztin oder Ihr Arzt weiß, wenn bei Ihnen eine Blutung aufgetreten ist.
Lesen Sie auch:  Beschwerden in der Schwangerschaft: Blutungen


Blutungen nach der 28. SSW können harmlos sein, aber auch auf eine Schwangerschaftskomplikation hinweisen. Es ist in jedem Fall wichtig, dass Ihre Hebamme, Ihre Ärztin oder Ihr Arzt weiß, wenn bei Ihnen eine Blutung aufgetreten ist.
Lesen Sie auch:  Beschwerden in der Schwangerschaft: Blutungen


Plazenta praevia bedeutet, dass die Plazenta den Ausgang der Gebärmutter ganz oder teilweise bedeckt. Dadurch kann es zu gefährlichen Blutungen aus der Vagina (Scheide) kommen, oder die Plazenta löst sich vielleicht zu früh. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt und auch das Geburtsteam werden das besonders gut im Blick behalten.
Lesen Sie auch: Krankheiten und Infektionen in der Schwangerschaft: Plazenta praevia


Sie sind mit mehreren Babys gleichzeitig schwanger. Bei Mehrlingsschwangerschaften kommen manche Schwangerschaftskomplikationen häufiger vor. Daher sind die Abstände zwischen den Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft kürzer.
Lesen Sie auch:  Schwanger mit Zwillingen


Hydramnion bedeutet, dass mehr Fruchtwasser als gewöhnlich vorhanden ist. Das kann harmlos sein. Manchmal ist der Grund aber eine Schwangerschaftskomplikation wie Schwangerschaftsdiabetes oder eine Infektion. Bei sehr viel Fruchtwasser können vorzeitige Wehen auftreten. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird nach der Ursache suchen und wenn nötig eine Therapie einleiten.


Oligohydramnie bedeutet, dass weniger Fruchtwasser als gewöhnlich vorhanden ist. Das kann zum Beispiel daran liegen, dass die Plazenta oder die Nieren des Babys nicht richtig arbeiten. Auch ein unbemerkter Blasensprung kann die Ursache sein. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird nach der Ursache suchen und wenn nötig eine Therapie einleiten.


Bei einer Terminunklarheit ist nicht ganz klar, wann Ihr Baby zur Welt kommen wird. Das kommt zum Beispiel vor, wenn der Zyklus vor der Schwangerschaft sehr unregelmäßig war. Oder die Schwangerschaft wurde erst sehr spät bemerkt. Bei Terminunklarheit ist es schwieriger festzustellen, ob sich das Gewicht des Babys gut entwickelt. 


Bei einer Plazenta-Insuffizienz hat sich die Plazenta nicht richtig entwickelt. Das Baby wird deshalb nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Das kann zur Folge haben, dass es nicht genug wächst. Die Entwicklung des Babys wird mit Ultraschall häufiger kontrolliert. Manchmal muss die Geburt frühzeitig eingeleitet oder ein Kaiserschnitt gemacht werden. 
Lesen Sie auch:  Krankheiten und Infektionen in der Schwangerschaft: Plazentainsuffizienz


Während der Schwangerschaft ist der Gebärmutterhals (Zervix) normalerweise fest, lang und geschlossen. Kurz vor der Geburt wird er weicher und kürzer, so dass sich der Muttermund öffnen kann. Bei der isthmozervikalen Insuffizienz verkürzt sich der Gebärmutterhals mehr als 4 Wochen vor dem erwarteten Geburtstermin. Die Wahrscheinlichkeit für eine Fehl- oder Frühgeburt ist erhöht. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt bespricht mit Ihnen, was Sie nun beachten müssen.
Lesen Sie auch:  Krankheiten und Infektionen in der Schwangerschaft: Zervix-Insuffizienz 


Bei einer vorzeitigen Wehentätigkeit setzen die Wehen mehr als 3 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin ein. Es besteht das Risiko, dass es zu einer Frühgeburt kommt. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird mit Ihnen die nächsten Schritte besprechen – zum Beispiel ob es nötig ist, dass Sie in einer Klinik überwacht werden.
Lesen Sie auch:  Krankheiten und Infektionen in der Schwangerschaft: Vorzeitige Wehen 


Bei einer Anämie haben Sie zu wenig rote Blutkörperchen oder einen zu geringen roten Blutfarbstoff (Blutarmut). Eine starke Anämie kann Schwangerschaftskomplikationen auslösen. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird untersuchen, was der Grund für die Anämie ist. Das kann zum Beispiel Eisenmangel sein. In diesem Fall erhalten Sie Eisentabletten.
Lesen Sie auch:  Krankheiten und Infektionen in der Schwangerschaft: Anämie


In der Schwangerschaft ist das Risiko erhöht, dass sich aus einer Harnwegsinfektion (Blasenentzündung) eine Nierenbeckenentzündung entwickelt. Es gibt Hinweise, dass dadurch Komplikationen wie eine Frühgeburt wahrscheinlicher sind. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird die Therapie mit Ihnen besprechen und Tipps geben, wie Sie weiteren Blasenentzündungen vorbeugen. 
Lesen Sie auch:  Krankheiten und Infektionen in der Schwangerschaft: Blasenentzündung


Der indirekte Coombstest wird auch als „Antiköpersuchtest“ bezeichnet. Positiv bedeutet in diesem Fall: Es wurden im Blut Abwehrstoffe (Antikörper) nachgewiesen, die gegen fremde Blutgruppenmerkmale gerichtet sind. Diese Antikörper können zum Beispiel die roten Blutkörperchen des Kindes zerstören. Es wird dann regelmäßig überprüft, ob das Baby im Ultraschall Zeichen einer Blutarmut zeigt. In schweren Fällen kann dem Baby bereits im Bauch eine Bluttransfusion gegeben werden. Auch nach der Geburt kann es noch zu Problemen kommen, zum Beispiel zu einer Blutarmut oder einer Neugeborenengelbsucht.


Serologische Befunde sind Ergebnisse aus Bluttests. Bei der Schwangerenvorsorge wird zum Beispiel auf verschiedene Infektionskrankheiten getestet. Fällt dadurch eine Erkrankung auf, wird diese behandelt und/oder die Schwangerschaft wird engmaschiger überwacht.


Hypertonie ist der Fachbegriff für „erhöhter Blutdruck“. Ein hoher Blutdruck kann Schwangerschaftskomplikationen auslösen. Weil hoher Blutdruck oft zunächst keine Symptome macht, sollte er regelmäßig gemessen werden. Falls nötig, erhalten Sie Medikamente, um ihn zu senken.
Lesen Sie auch: Krankheiten und Infektionen in der Schwangerschaft: Hoher Blutdruck (Hypertensive Schwangerschaftserkrankungen)


Pathologische Eiweißausscheidung bedeutet: Es befindet sich viel Eiweiß im Urin. Das kann ein Hinweis auf eine Präeklampsie sein. Die Präeklampsie kann für Mutter und Kind sehr gefährlich werden. Bei Verdacht auf eine Präeklampsie sind weitere Untersuchungen nötig. Falls sich der Verdacht bestätigt, muss die Schwangere ins Krankenhaus.
Lesen Sie auch: Krankheiten und Infektionen in der Schwangerschaft: Präeklampsie


Ödeme sind Wassereinlagerungen im Gewebe, zum Beispiel in den Beinen oder den Fingern. Die Körperteile sehen dadurch dicker aus. Sind die Ödeme sehr ausgeprägt oder treten sie sehr plötzlich auf, kann das ein Hinweis auf eine Präeklampsie sein. Bei Verdacht auf eine Präeklampsie müssen weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Falls sich der Verdacht bestätigt, muss die Schwangere ins Krankenhaus.
Lesen Sie auch: Beschwerden in der Schwangerschaft: Ödeme


Hypotonie ist der Fachbegriff für einen niedrigen Blutdruck. Es ist normal, dass der Blutdruck bis zum Ende des 2. Schwangerschaftsdrittel etwas niedriger ist als sonst. Ist der Blutdruck sehr niedrig, kann sich das durch Schwindel und Schwächegefühl bemerkbar machen. Gefährlich ist das in der Regel aber nicht.


Gestationsdiabetes ist der Fachbegriff für Schwangerschaftsdiabetes. Dabei ist der Blutzuckerspiel der Frau dauerhaft zu hoch. Das kann das kindliche Wachstum, das Ausreifen der Organe und die Plazenta beeinflussen. Falls Sie Gestationsdiabetes haben, werden Sie besonders beraten und betreut. Sie erhalten eine Insulintherapie, wenn nötig.
Lesen Sie auch:  Infektionen und Krankheiten in der Schwangerschaft: Schwangerschaftsdiabetes 


Einstellungsanomalie bedeutet, dass der kindliche Kopf ungünstig für die Geburt liegt. Während der Geburt muss beobachtet werden, ob der Kopf unter Wehen in eine bessere Position rutscht. Passiert das nicht, ist vielleicht ein Kaiserschnitt nötig.


Hier wird eingetragen, wie lang Ihr Zyklus normalerweise ist. Bei einem sehr kurzen oder sehr langen Zyklus oder wenn die Zykluslänge oft wechselt ist die Berechnung des Geburtstermins weniger genau. 
Lesen Sie auch:  Bestimmung der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage


Hier geht es um die letzte Periode, bevor Sie schwanger geworden sind. Angegeben wird der erste Tag der Monatsblutung. Damit wird im Regelfall errechnet, wann der erwartete Geburtstermin ist. Die Standardrechner gehen von einem 28 Tage Zyklus mit dem Eisprung an Tag 14 aus.


Der Konzeptionstermin ist der Tag der Empfängnis. Es handelt sich also um den Tag, am dem die Eizelle befruchtet wurde. Auch mit diesem Datum lässt sich der erwartete Geburtstermin errechnen.


Der berechnete Geburtstermin ist der Geburtstermin, der anhand der letzten Periode oder dem vermuteten Tag der Empfängnis berechnet wurde.


Geburtstermin (ggf. nach Verlauf korrigiert) meint: Bis zur 12. Schwangerschaftswoche wachsen alle Embryos etwa ähnlich schnell. Die Länge des Embryos im Ultraschall sagt in dieser Zeit sehr genau, in welcher Schwangerschaftswoche die Frau ist. Manchmal weichen der errechnete und der per Ultraschall bestimmte Geburtstermin voneinander ab. Bei mehr als 7 Tagen Unterschied wird der Termin korrigiert. Es gilt dann der per Ultraschall bestimmte Termin.


Beim Vortest trinkt die Schwangere ein Glas Wasser mit einer bestimmten Menge Zucker. Eine Stunde später wird der Zuckerwert im Blut bestimmt. Ein Wert unter 7,5 Millimol pro Liter ist normal. Dann hat die Schwangere keinen Schwangerschaftsdiabetes. Liegt der Wert darüber, ist der Test auffällig. Dann wird ein weiterer Test gemacht. 


Der Diagnosetest wird nur gemacht, wenn der Vortest auffällig war. Für den Diagnosetest darf die Schwangere 8 Stunden nichts essen. Dann wird Blut abgenommen. Im Anschluss trinkt die Frau ein Glas Wasser mit einer bestimmten Menge Zucker und es wird nochmal nach 1 und 2 Stunden Blut abgenommen. Ist einer der 3 Werte erhöht, hat die Frau Schwangerschaftsdiabetes.
Lesen Sie auch: Infektionen und Krankheiten in der Schwangerschaft: Schwangerschaftsdiabetes


Hier wird eingetragen, wann der erwartete Geburtstermin ist. Nur wenige Kinder werden genau am errechneten Termin geboren. Die meisten Kinder werden im Zeitraum von 2 Wochen davor und 2 Wochen danach geboren. 

Ein Tool zum Berechnen Ihres erwarteten Geburtstermins finden Sie hier: Geburtsterminrechner



In seltenen Fällen haben Schwangere Abwehrstoffe (Antikörper) im Blut, die sich gegen das Kind richten. Der zweite Ak-Suchtest sucht nach solchen Antikörpern. Dafür wird zwischen der 24. und 27. Schwangerschaftswoche Blut abgenommen. Werden Antikörper gefunden, können die Ärztinnen oder Ärzte Maßnahmen ergreifen, um die Blutkörperchen des Kindes vor dem Angriff der Antikörper zu schützen.


Eine Anti-D-Prophylaxe kann nötig sein, wenn die Mutter Rhesus-negativ ist, also ein bestimmtes Blutgruppenmerkmal hat. Ist das Kind Rhesus-positiv, kann die Mutter Abwehrstoffe (Antikörper) gegen das Merkmal „Rhesus positiv“ bilden. Die Anti-D-Prophylaxe ist eine Spritze mit bestimmten Eiweißen, die das verhindert. Die Mutter erhält sie nur, wenn das Kind nachgewiesen Rhesus-positiv ist oder nicht sicher ist, dass das Kind wie die Mutter Rhesus-negativ ist. Schauen Sie sich dazu am besten das Video auf Seite 2 an, dort ist der Rhesus-Faktor ausführlich erklärt.


SSW steht für Schwangerschaftswoche, korr. für Korrektur. Die Frauenärztin oder der Frauenarzt berechnet den Geburtstermin und damit die Schwangerschaftswoche in der Regel danach, wann der erste Tag der letzten Menstruation war. Manchmal zeigt sich später im Ultraschall, dass das Ungeborene doch älter oder jünger ist. Dann können beide Werte hier nebeneinander eingetragen werden. Der Termin sollte bereits in der Frühschwangerschaft korrigiert werden; dann wird danach nur noch die korrigierte Schwangerschaftswoche eingetragen. 
Lesen Sie auch: Wie werden Schwangerschaftswochen gezählt, Erste Ultraschalluntersuchung


Hier wird am Tag der Untersuchung oder bei der Vorstellung in der Geburtsklinik die aktuelle Schwangerschaftswoche eingetragen. Beispielweise bedeutet 20+3: Es sind 20 Wochen und 3 Tage vergangen, das heißt, Sie sind beim 3. Tag der 21. Schwangerschaftswoche.


Fundusstand Symphy.-Fundusabstand: Der Symphysen-Fundusabstand gibt an, wie sehr sich die Gebärmutter vergrößert hat. Als Fundus wird der obere Anteil der Gebärmutter bezeichnet. Um die 12. SSW ist er knapp oberhalb des Schambeins (Symphyse) zu tasten. Im Verlauf der Schwangerschaft vergrößert sich die Gebärmutter stark. Dadurch „wandert“ der Fundus immer weiter nach oben. Um die 36. SSW kann man den Fundus am Rippenbogen tasten. Wenn sich der Kopf des Kindes in Richtung Becken senkt, kann der Fundus wieder etwas tiefer getastet werden. Typischerweise werden hier Abkürzungen eingetragen. Gängig sind S (Symphyse), N (Nabel), Rb (Rippenbogen). 
S + 3 bedeutet zum Beispiel, dass der Fundus 3 Fingerbreit über der Symphyse zu tasten ist. S/N bedeutet zum Beispiel, dass der Fundus gleich weit von der Symphyse und dem Nabel entfernt ist.


Die Kindslage gibt an, ob das Kind längs, schräg oder quer in der Gebärmutter liegt. Liegt das Kind längs, kann der Kopf zum Becken der Mutter zeigen (Schädellage) oder zum Kopf der Mutter (Beckenendlage oder Steißlage). Für die Geburt ist es wichtig, die Kindslage zu kennen. Relevant wird das erst zum Ende der Schwangerschaft, denn bis zur 36. Woche kann sich das Kind drehen und seine Lage verändern. Typische Abkürzungen sind SL (Schädellage), BEL (Beckenendlage), QL (Querlage).


Wenn Herztöne nachweisbar sind (per Ultraschall, CTG oder durch Abhören) wird hier ein „+“ eingetragen.


Wenn Kindsbewegungen sicht- oder spürbar sind (von außen, im CTG oder im Ultraschall), wird hier ein „+“ eingetragen.


Treten bei der Schwangeren Ödeme, also Wassereinlagerungen auf, wird hier ein „+“ eingetragen, bei stärkeren Wassereinlagerungen „++“. In vielen Fällen sind Ödeme ungefährlich. Wenn aber plötzlich starke Ödeme auftreten, kann dies ein Hinweis für eine Präeklampsie sein. 
Lesen Sie auch: Beschwerden in der Schwangerschaft: Ödeme; Beschwerden in der Schwangerschaft: Hoher Blutdruck


Varikosis ist der Fachbegriff für Krampfadern. Viele Schwangere entwickeln Krampfadern, unter anderem weil sich die Venen in der Schwangerschaft weiten. Dann wird hier ein „+“ eingetragen.


Hier wird das aktuelle Gewicht der Schwangeren eingetragen und die Gewichtszunahme beurteilt. Eine übermäßige Gewichtszunahme in der Schwangerschaft erhöht das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen wie Schwangerschaftsdiabetes und Bluthochdruck. Eine geringe Gewichtszunahme kann auf ein zu leichtes Gewicht beim Kind hindeuten. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird mit Ihnen besprechen, was die Gewichtsveränderung zu bedeuten hat. 
Lesen Sie auch: Schwangerschaft: Gewicht und Gewichtszunahme 


RR steht für Blutdruck. Systolisch (syst.) meint den Blutdruck, wenn sich das Herz zusammenzieht. Diastolisch (dias.) meint den Blutdruck, wenn das Herz erschlafft. Erhöhte Blutdruckwerte (ab 140 systolisch und/oder 90 diastolisch) können ein wichtiger Hinweis auf Schwangerschaftserkrankungen wie Präeklampsie sein.
Lesen Sie auch: Bluthochdruck in der Schwangerschaft


Hb (Eryl): Hb ist die Abkürzung für Hämoglobin, den Farbstoff in den roten Blutkörperchen. Eryl meint die Anzahl der Erythrozyten, also der roten Blutkörperchen. Der Wert kann einen Hinweis darauf geben, ob eine Schwangere eine Blutarmut (Anämie) hat.
Lesen Sie auch: Krankheiten und Infektionen in der Schwangerschaft: Anämie



Urin: Eiweiß/Zucker: Hier wird eingetragen, ob im Urin der Schwangeren Eiweiß oder Zucker gefunden wurde. Die Menge wird mit „+“, „++“ oder „+++“ angegeben. Wenn viel Eiweiß im Urin zu finden ist, kann das auf eine Präeklampsie hindeuten. Viel Zucker im Urin kann ein Hinweis auf Schwangerschaftsdiabetes sein.


Bei der vaginalen Untersuchung wird der Muttermund über die Scheide abgetastet. Dabei beurteilt der Arzt oder die Ärztin den Gebärmutterhals (Cervix - Cx), den Muttermund (MM) und ob das Kind schon im Becken zu tasten ist. Häufig wird zusätzlich der pH-Wert in der Scheide gemessen. Dieser liegt normalerweis bei 4 oder 4,5. Höhere Werte können auf eine Infektion oder einen Blasensprung hindeuten. Bei Ausfluss oder Juckreiz wird untersucht, ob eine Scheidenentzündung vorliegt.


Risiko Nr. nach Katalog B: Wenn während der Schwangerschaft besondere Befunde auftreten, werden diese auf Seite 6 angekreuzt. Den verschiedenen Befunden ist eine Nummer zugeordnet. Wenn ein Befund ein besonderes Risiko für die Schwangerschaft darstellt, wird diese Nummer hier eingetragen.


Sonstiges/Therapien/Maßnahmen: Hier ist Platz, um zum Beispiel Beschwerden, verordnete Medikamente oder Ergebnisse von weiteren Untersuchungen einzutragen.


Hepatitis B ist eine Entzündung der Leber, die durch das Hepatitis-B-Virus verursacht wird. Hat eine ungeimpfte Schwangere Hepatitis B, kann sie ihr Kind damit anstecken – vor allem bei der Geburt. Die Untersuchung auf Hepatitis B sollte zu Beginn der Schwangerschaft erfolgen. Sollte sie bis zur Geburt noch nicht gemacht worden sein, wird sie in der Geburtsklinik nachgeholt.
Lesen Sie auch: Hepatitis B
 


Besonderheiten zu den Katalogen A. und B.: Die Angabe Katalog A und B bezieht sich auf die aufgelisteten Befunde von Seite 5 und 6. Hier wird notiert, wenn zusätzlich zum Befund noch wichtige Dinge aufgefallen sind oder wenn bereits weitere Untersuchungen oder eine Therapie eingeleitet wurden.


Stationär: Sie waren über Nacht (oder mehrere Tage) in einem Krankenhaus – entweder zur Beobachtung, für Untersuchungen oder für eine Behandlung. 


Kardiotokografischer Befund: Die Kardiotokografie (auch CTG) erfasst die Herzfrequenz des ungeborenen Kindes und hilft zu beurteilen, ob es ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Außerdem zeichnet es die Wehentätigkeit auf – also ob und in welchem Abstand Wehen auftreten. Dazu werden Sensoren am Bauch der Schwangeren angebracht.


Rechn. SSW: Angabe, in welcher Schwangerschaftswoche Sie sich rechnerisch befinden. Gerechnet wird ab dem 1. Tag der letzten Menstruation.


Gemeint ist die Schwangerschaftswoche (SSW) berechnet nach der „letzten Regel“ (LR). Die Zählung der Schwangerschaftswochen beginnt also mit dem 1. Tag der letzten Menstruation. Das ist im Mutterpass die übliche Zählweise. 

Ein Beispiel: 11 + 6. Der Wert vor dem Plus nennt die Anzahl der Wochen, der Wert hinter dem Plus die Anzahl der Tage. 11 + 6 heißt: Die Frau ist 11 Wochen und 6 Tage schwanger. Sie befindet sich in der 12. Schwangerschaftswoche.


In der Frühschwangerschaft lässt sich im Ultraschall gut bestimmen, in welcher Schwangerschaftswoche (SSW) die Frau ist. Manchmal unterscheidet sich die dort festgestellte Schwangerschaftswoche deutlich von der errechneten Schwangerschaftswoche. Dann wird der errechnete Wert durch den Wert im Ultraschall korrigiert. Abgekürzt wird das mit SSW korrigiert.


Das I. Screening 8 + 0 bis 11 + 6 SSW ist die erste der 3 Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft. Es findet zwischen der 9. Schwangerschaftswoche (andere Schreibweise: 8 + 0) und der abgeschlossenen 12. Schwangerschaftswoche statt (andere Schreibweise: 11 + 6).


Intrauteriner Sitz: Intra heißt innerhalb, uterin meint die Gebärmutter (= Uterus). „Ja“ heißt, dass sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter eingenistet hat und sich die Schwangerschaft normal entwickeln kann.

„Nein“ bedeutet, dass sich die Eizelle wahrscheinlich außerhalb der Gebärmutter eingenistet hat. Es handelt sich dann um eine Extrauteringravidität (EUG), zum Beispiel um eine Eileiter-Schwangerschaft. Aus der befruchteten Eizelle kann sich kein Kind entwickeln.
Lesen Sie auch: Eileiterschwangerschaft


Embryo darstellbar: „Ja“ heißt, dass der Embryo im Ultraschall eindeutig erkennbar ist.

Ist „Nein“ angekreuzt, wird der Ultraschall einige Tage später wiederholt. Ist dann noch immer kein Embryo erkennbar, sind Sie nicht schwanger oder die Schwangerschaft ist gestört.


Herzaktion: Bei normaler Entwicklung des Embryos lässt sich ab der 7. Schwangerschaftswoche ein Herzschlag nachweisen. Ist hier „Ja“ angekreuzt, schlägt das Herz des Ungeborenen.

„Nein“ bedeutet „Kein Herzschlag erkennbar.“ Das kann daran liegen, dass der Embryo vielleicht jünger ist als gedacht. Der Ultraschall wird dann einige Tage später wiederholt. Bleibt der Herzschlag weiterhin aus, ist die Schwangerschaft gestört und der Embryo lebt nicht. 


Mehrlinge: „Ja“ heißt, dass im Ultraschall mehr als nur ein Embryo zu sehen ist. 


Monochorial meint, dass die Mehrlinge sich eine Plazenta teilen. Ist „Ja“ angekreuzt, ist das bei Ihren Ungeborenen so. In diesem Fall muss die Schwangerschaft besonders gut ärztlich begleitet werden.

„Nein“ heißt, dass jedes Ungeborene über eine eigene Plazenta versorgt wird.


Plazentalok./-struktur: Plazentalok. ist die Abkürzung für Plazentalokalisation. Im Ultraschall ist erkennbar, ob sich die Plazenta an der richtigen Stelle in der Gebärmutter gebildet hat. Ungünstig ist es beispielsweise, wenn sie vor dem Ausgang der Gebärmutter liegt (Placenta praevia). Eine auffällige Struktur der Plazenta kann Hinweise darauf geben, dass die Plazenta nicht gut arbeitet.


b): Alle hell hinterlegten Untersuchungen sind Teil des B-Ultraschalls (auch „Erweiterter Basis-Ultraschall“ genannt). Diese Untersuchung ist freiwillig, sie wird im Rahmen der Vorsorge-Untersuchung zusätzlich angeboten. Beurteilt werden bestimmte Organe, um größere Fehlbildungen beim Kind zu finden oder auszuschließen. Die Liste gibt an, welche Strukturen und Organe untersucht werden. Sie können entscheiden, ob Sie nur die Basisuntersuchung in Anspruch nehmen wollen oder die erweiterte Untersuchung.

Findet die Ärztin oder der Arzt etwas Auffälliges oder Unklares, wird eine Überweisung zur Feindiagnostik ausgestellt. Das ist eine sehr genaue Ultraschalluntersuchung der Organe des Kindes. Diesen Ultraschall machen speziell ausgebildete Ärztinnen und Ärzte. Ein Feindiagnostik-Ultraschall kann auch gemacht werden, wenn die Eltern sich das als zusätzliche Leistung wünschen und die Kosten dafür selbst übernehmen.


Ventrikelauffälligkeiten: Ventrikel sind Hohlräume im Gehirn, die das Gehirn mit Gehirnwasser (Liquor) versorgen. „Nein“ heißt, dass alles normal aussieht. 

Ist „Ja“ angekreuzt, sind Unregelmäßigkeiten aufgefallen. Dann sind weitere Untersuchungen nötig, um zu prüfen, ob sich das Gehirn des ungeborenen Kindes richtig entwickelt. 


Darstellbarkeit des Kleinhirns: Das Kleinhirn ist der Teil des Gehirns, der sich oberhalb des Nackens befindet. „Ja“ heißt, dass das Kleinhirn normal aussieht. 

Ist „Nein“ angekreuzt, gibt es Anzeichen für Fehlbildungen. Es sind dann weitere Untersuchungen nötig.


Unregelmäßigkeiten der dorsalen Hautkontur: „Dorsal“ bedeutet „am Rücken“, im Bereich der Wirbelsäule„Nein“ heißt, dass es keine Unregelmäßigkeiten der dorsalen Hautkontur gibt. Im Ultraschall ist die Haut oberhalb der Wirbelsäule als durchgängige Linie zu sehen. Es sind keine weiteren Untersuchungen nötig.

„Ja“ bedeutet: Im Ultraschall ist die dorsale Hautkontur nicht durchgängig zu sehen. Manchmal liegt das ungeborene Kind nur ungünstig für die Untersuchung. Es kann aber auch der Hinweis auf einen „offenen Rücken“ (Spina bifida) sein. Dann sind weitere Untersuchungen nötig.



Konsiliaruntersuchung: Eine weitere Ärztin oder ein weiterer Arzt wird hinzugezogen.


FS: Abkürzung für Fruchtsack-Durchmesser. Gemessen wird, welchen Durchmesser die Hülle hat, die den Embryo umgibt. Der Wert kann dabei helfen, das Schwangerschaftsalter zu bestimmen.


SSL: Abkürzung für Scheitel-Steiß-Länge. Der Embryo wird vom Scheitel bis zum Steißbein gemessen. Der Wert kann dabei helfen, das Schwangerschaftsalter zu bestimmen.


BPD: Abkürzung für biparietaler Durchmesser. Gemessen wird der Querdurchmesser des Kopfes vom Embryo. Mit diesem Wert lässt sich das Wachstum des Embryos beurteilen.


Biometrie: Meint das Messen von Körpergrößen – für sich oder im Verhältnis zueinander. Biometrische Werte helfen, das Wachstum und die Entwicklung des Embryos zu beurteilen.


Auffällige Herz-Thoraxrelation (Blickdiagnose): „Nein“ bedeutet, dass alles normal aussieht. 

Ist „Ja“ angekreuzt, stehen Herz und Brustkorb (Thorax) in ihrer Größe in einem auffälligen Verhältnis – das Herz ist also zum Beispiel recht groß. Dann sollte das Herz des Ungeborenen weiter untersucht werden, um Fehlbildungen auszuschließen.


Linksseitige Herzposition: „Ja“ heißt, dass das Herz des Ungeborenen ganz normal auf der linken Seite des Brustkorbs liegt. 

„Nein“ bedeutet, dass das Herz an einer anderen Position liegt und weitere Untersuchungen nötig sind.


Persistierende Arrhythmie: Persistierend ist das Fachwort für anhaltend oder dauerhaft. Arrhythmie meint, dass das Herz einen unregelmäßigen Rhythmus aufweist. „Nein“ heißt, dass der Herzrhythmus unauffällig ist. 

Ist „Ja“ angekreuzt, zeigt das Ungeborene während der Untersuchung durchgängig einen unregelmäßigen Herzrhythmus. Dann muss das Herz näher untersucht werden. 


Vierkammerblick: Dabei handelt es sich um eine Art Überblicksdarstellung des Herzens, bei dem alle vier Herzkammern des Ungeborenen auf einmal zu sehen sind. „Ja“ heißt, dass alle Herzkammern gut zu sehen sind und alles unauffällig ist. 

„Nein“ kann bedeuten, dass das Ungeborene ungünstig gelegen hat und der Vierkammerblick deshalb nicht möglich war. Oder es gibt Hinweise auf Unregelmäßigkeiten. Dann sind weitere Untersuchungen nötig.


Konturunterbrechung an der vorderen Bauchwand: „Nein“ heißt, dass es keine Auffälligkeiten gibt. 

Bei „Ja“ gibt es Hinweise, dass die Bauchwand des Ungeborenen nicht ganz geschlossen ist. Es sind weitere Untersuchungen nötig, um diesen Verdacht abzuklären.


ATD ist die Abkürzung für „Abdomen Transversaler Durchmesser“. Gemeint ist der Querdurchmesser des kindlichen Bauches. Es handelt sich dabei um einen von mehreren Messwerten im Ultraschall. Die Messwerte helfen zu beurteilen, ob das Ungeborene sich gut entwickelt und wächst.


APD/AU ist die Abkürzung für „Anterior posterior Durchmesser“ und „Abdomenumfang“. Anterior-posterior ist lateinisch für von vorne nach hinten. Gemessen wird also der Bauchumfang des Ungeborenen vom Rücken zum Bauch. Abdomen ist lateinisch für Bauch. Gemessen wird also der Umfang des Bauches. Beide Messwerte helfen zu beurteilen, ob sich das Kind gut entwickelt.


FL ist die Abkürzung für Femurlänge. Femur ist lateinisch für Oberschenkel. Gemessen wird also die Länge des Oberschenkels des Ungeborenen. Es handelt sich um einen von mehreren Messwerten im Ultraschall. Die Messwerte helfen zu beurteilen, ob sich das Kind gut entwickelt und wächst.


Kontrollbedürftige Befunde bedeutet, dass bei der Untersuchung etwas Ungewöhnliches aufgefallen ist, was kontrolliert werden sollte.


Fruchtwassermenge: Das Kind ist umgeben von Fruchtwasser. Zu viel oder zu wenig Fruchtwasser kann ein Hinweis auf eine Erkrankung sein. Es kann sich aber auch um eine vorübergehende Auffälligkeit handeln, die bei der Kontrolle nicht mehr nachweisbar ist.


Fruchtwassermenge: Das Kind ist umgeben von Fruchtwasser. Zu viel oder zu wenig Fruchtwasser kann ein Hinweis auf eine Erkrankung sein. Es kann sich aber auch um eine vorübergehende Auffälligkeit handeln, die bei der Kontrolle nicht mehr nachweisbar ist.


Für die körperliche Entwicklung des Kindes gibt es Normwerte. Abweichungen können ein Hinweis sein auf eine kindliche Erkrankung, es kann sich aber auch einfach um ein besonders zartes oder kräftiges Kind handeln.


Wird eine kontrollbedürftige Veränderung festgestellt, kann eine zusätzliche Untersuchung = Konsiliaruntersuchung bei einem Spezialisten veranlasst werden.



Ultraschall-Kontrolluntersuchungen nach Anlage I b zu der Mutterschafts-Richtlinie: Die Mutterschafts-Richtlinie ist ein Dokument, das genau regelt, welche Untersuchungen auf jeden Fall zur Schwangerenvorsorge gehören.  In der Regel sind 3 Ultraschall-Untersuchungen in der Schwangerschaft vorgesehen. Es gibt aber auch Gründe für weitere Kontroll-Untersuchungen mittels Ultraschall, zum Beispiel eine Mehrlingsschwangerschaft. In der Anlage I b sind diese Gründe aufgelistet.


Indikation zur Untersuchung: Fachbezeichnung für den Grund, aus dem eine Untersuchung durchgeführt wird. 


Fetal“ kommt von „Fötus“ und meint das ungeborene Kind ab einem Alter von 9 Schwangerschaftswochen. 


Es wird in Millimetern gemessen (mm).


 „US“ ist die Abkürzung für Ultraschall. Vorgesehen sind in der normal verlaufenden Schwangerschaft 3 Ultraschall-Untersuchungen („Screenings“). Dabei wird untersucht, ob das Kind sich so entwickelt wie erwartet. 


SSW ist die Abkürzung für Schwangerschaftswoche.


kompl.“ ist die Abkürzung für „komplett“. Auf dem Zeitstrahl ist also immer die vollendete Schwangerschaftswoche gemeint. Eine andere Schreibweise wäre beispielhaft für die vollendete 20. Schwangerschaftswoche: SSW 20 + 0. 


SSL ist die Abkürzung für Scheitel-Steiß-Länge. Gemessen wird vom höchsten Punkt des Schädels (Scheitel) bis zum Steiß des Ungeborenen. Die SSL wird nur in der Frühschwangerschaft gemessen. Später krümmt sich das Ungeborene, so dass andere Messungen besser geeignet sind. Die SSL eignet sich früh in der Schwangerschaft gut, um das Alter des Ungeborenen genau zu bestimmen.


BPD ist die Abkürzung für biparietaler Kopfdurchmesser. Gemessen wird der Durchmesser des Kopfes zwischen den zwei seitlichen Schädelknochen. Es wird geprüft, ob die Größe im Normbereich liegt. Liegt der Wert bei der ersten Messung beispielsweise im oberen Normbereich, sollte er bei der zweiten Messung im gleichen Bereich sein. Wenn nicht, kann das darauf hinweisen, dass das Kind mehr oder weniger Gewicht zulegt als erwartet. Dann wird das Wachstum des Kindes häufiger kontrolliert.


ATD ist die Abkürzung für abdominaler Transversaldurchmesser. Gemessen wird der Durchmesser des Bauchs ungefähr in Nabelhöhe (Abdomen). Es wird geprüft, ob die Größe im Normbereich liegt. Liegt der Wert bei der ersten Messung beispielsweise im oberen Normbereich, sollte er bei der zweiten Messung im gleichen Bereich sein. Wenn nicht, kann das darauf hinweisen, dass das Kind mehr oder weniger Gewicht zulegt als erwartet. Dann wird das Wachstum des Kindes häufiger kontrolliert.



Weiterführende Ultraschall-Untersuchungen zur Abklärung 

Die Mutterschafts-Richtlinie ist ein Dokument, das genau regelt, welche Untersuchungen zur Schwangerenvorsorge gehören. In der Regel sind 3 Ultraschall-Untersuchungen in der Schwangerschaft vorgesehen. Es werden weitere Ultraschall-Untersuchungen gemacht, wenn bestimmte Gründe dafür vorliegen. In der Anlage I c sind diese Gründe aufgelistet.


Pathologisch ist das Fachwort für „krankhaft“. Bei einer vorherigen Untersuchung gab es also Hinweise, dass eine Schwangerschaftskomplikation vorliegen könnte oder eine Veränderung beim Ungeborenen. Diesen Hinweisen wird in weiteren Ultraschall-Untersuchungen nachgegangen.


Indikation zur Untersuchung ist eine Fachbezeichnung. Gemeint ist der Grund, aus dem eine Untersuchung durchgeführt wird. 


Dopplersonografische Untersuchungen nach Anlage 1d 

Die Mutterschafts-Richtlinie ist ein Dokument, das genau regelt, welche Untersuchungen zur Schwangerenvorsorge gehören. Der Doppler-Ultraschall gehört nicht zur normalen Schwangerenvorsorge. Er wird nur durchgeführt, wenn besondere Gründe dafür bestehen. Diese Gründe sind in der Anlage I d aufgelistet. Das kann zum Beispiel ein Verdacht auf einen Herzfehler beim Ungeborenen sein. 

Der „Doppler“ ist eine spezielle Ultraschall-Untersuchung, um den Blutfluss zu untersuchen. So lässt sich zum Beispiel sehen, ob das Kind über die Plazenta gut mit Blut versorgt wird oder wie das Gehirn durchblutet wird. Es lässt sich auch genau sehen, ob alle Teile des Herzens richtig angelegt sind. 


Epikrise: Fachbegriff für Abschlussbericht. Diese Seite ist eine Zusammenfassung über die Schwangerschaft, die Geburt, den gesundheitlichen Zustand des Kindes und das Wochenbett.


Stat. Aufenthalt antepartum in Wochen: Stat. ist die Abkürzung für „stationär“ und meint den Aufenthalt in einem Krankenhaus. Antepartum ist das Fachwort für „vor der Geburt“. Gemeint ist also, ob die Frau vor der Geburt längere Zeit in ein Krankenhaus musste – zum Beispiel wegen Schwangerschaftskomplikationen.


Nach Katalog A/B (Seite 5 und 6) dokumentierte wichtigste Risikonummern: Den wichtigsten Untersuchungsbefunden und Schwangerschaftskomplikationen ist eine Nummer zugewiesen. Diese Nummer können Sie auf Seite 5 und 6 im Mutterpass nachschlagen. Die Nummer 43 steht beispielsweise für einen Harnwegsinfekt. 


Geburtsmodus: Hier geht es darum, wie das Kind zur Welt gekommen ist. „sp“ steht für „spontan“. Das heißt, bei der Geburt waren keine operativen Eingriffe nötig. „S“ steht für „Sectio“, also für einen Kaiserschnitt. „vag. Op.“ steht für „vaginale Operation“. Das Kind wurde also durch die Vagina geboren, es war zur Unterstützung aber ein operativer Eingriff nötig. Ein solcher Eingriff kann zum Beispiel der Einsatz einer Saugglocke sein.


Kindslage: Beschreibt, wie das Kind bei der Geburt im Bauch gelegen hat. SL steht für „Schädellage“, der Kopf des Babys liegt dabei Richtung Becken der Mutter. BEL steht für „Beckenendlage“, also dass der Po des Babys Richtung Becken der Mutter liegt. Das Kind „sitzt“ quasi in der Gebärmutter. QL steht für „Querlage“, das Kind hat also quer im Bauch gelegen. Am einfachsten für die Geburt ist die Schädellage.
Lesen Sie auch:  Beckenendlage – Mit dem Po voran


Apgar-Zahl 5‘/10‘: 5 und 10 Minuten nach der Geburt wird beim Kind der Apgar-Score erhoben. Dabei handelt es sich um eine grobe, aber schnelle Einschätzung des Gesundheitszustandes anhand von 5 Kriterien: Beurteilt werden Atmung, Puls, Muskeltonus, Hautfarbe und Reflexe. Jedes Kriterium erhält einen Wert zwischen 0 und 2. Die Summe hilft zu beurteilen, ob das Kind ärztliche Unterstützung braucht. Die Maximalsumme liegt bei 10 Punkten. Wenn das Kind die Geburt gut überstanden hat, liegt dieser Wert bei 7 bis 10 Punkten.
Lesen Sie auch: APGAR-Test


pH-Wert (Nabelarterie): Nach der Geburt wird etwas Blut aus der Nabelschnur entnommen. Daraus lässt sich der pH-Wert bestimmen. Ist der pH-Wert niedrig, hat das Kind eine Azidose („Übersäuerung“). Das kann auf eine schlechte Sauerstoffversorgung während der Geburt hindeuten. In diesem Fall wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, was dahinter steckt und ob weitere Untersuchungen oder eine Behandlung nötig sind. 


gyn. Befund normal: Gemeint ist die Beurteilung der weiblichen Organe, also von Labien, Vagina, Gebärmutter. Im Wochenbett prüft die Hebamme oder die Ärztin oder der Arzt zum Beispiel, ob die Gebärmutter sich gut zusammengezogen hat und ob Geburtsverletzungen gut abheilen.


Hb: Abkürzung für Hämoglobin. Dieser Blutwert zeigt an, ob genug rote Blutkörperchen vorhanden sind oder ob eine Blutarmut vorliegt. Der Wert wird unter anderem deshalb untersucht, weil Frauen während der Geburt viel Blut verlieren können. Ist der Wert im Grenzbereich oder zu niedrig, wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, ob eine Behandlung nötig ist. 


RR: Abkürzung für Riva Rocci. Das ist der italienische Arzt, der die Blutdruckmessung erfand. Mit der Abkürzung RR bezeichnet man die Höhe des Blutdruckes.


Anti-D-Prophylaxe: Hier geht es um ein bestimmtes Merkmal auf roten Blutkörperchen, den Rhesus-Faktor. Einige Frauen haben keinen Rhesus-Faktor, sie sind Rhesus-negativ. Ist das Kind Rhesus-positiv (es hat also den Rhesus-Faktor), kann die Frau Abwehrstoffe (Antikörper) gegen den Rhesus-Faktor bilden. Das kann bei einer weiteren Schwangerschaft mit einem Rhesus-positiven Kind gefährlich sein. Eine Rhesus-negative Frau mit einem Rhesus-positiven Kind erhält deshalb innerhalb von 72 Stunden nach der Geburt eine Spritze, damit keine Antikörper in ihrem Blut entstehen. Ausführlich erklärt ist das im Video auf Seite 2.


Blutgruppe und Untergruppen (nur bei Rh-neg. Müttern, kein Ausweis!): Bei Rhesus-negativen Frauen wird die Blutgruppe des Kindes aus dem Nabelschnurblut bestimmt. Das Ergebnis wird hier eingetragen. Dieser Eintrag ist aber kein offizieller Blutgruppenausweis für das Kind. 


Direkter Coombs-Test: Dabei handelt es sich um einen Bluttest beim neugeborenen Kind. Er wird gemacht, wenn die Blutgruppe der Mutter Rhesus-negativ ist, die Blutgruppe des Kindes aber Rhesus-positiv. Coombs-Test positiv bedeutet, dass Abwehrstoffe (Antikörper) im Blut der Mutter auch im Blut des Kindes vorhanden sind. Mehr zum Rhesus-Faktor erfahren Sie im Video auf Seite 2. 


Kind unauffällig entl.: Das bedeutet, dass das Kind ohne Auffälligkeiten nach Hause entlassen wurde.


Mit gynäkol. Befund unauffällig ist der gynäkologische Befund gemeint, also das Ergebnis einer gynäkologischen Untersuchung. Im Wochenbett prüft die Hebamme, die Ärztin oder der Arzt zum Beispiel, ob Geburtsverletzungen gut abheilen. „Befund unauffällig“ bedeutet, dass die Untersuchung keine Besonderheiten ergeben hat.


Hb ist die Abkürzung für Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff. Der Hämoglobin-Wert lässt sich durch eine Blutprobe ermitteln. Niedrige Werte weisen auf Blutarmut hin (Anämie). Ihre Ärztin oder Ihr Arzt bespricht mit Ihnen, ob und welche Behandlung nötig ist. 


RR steht für Blutdruck. Erhöhte Blutdruckwerte (über 140 systolisch oder 90 diastolisch) können ein wichtiger Hinweis auf schwangerschaftsbedingte Erkrankungen wie Präeklampsie sein. Solche Erkrankungen können auch nach der Geburt im Wochenbett auftreten.


Der Urin kann wichtige Hinweise auf Erkrankungen geben. Z steht für „Zucker“. Erhöhte Zucker-Werte deuten auf Diabetes hin. E steht für „Eiweiß“. Erhöhte Eiweiß-Werte im Urin in Verbindung mit einem erhöhten Blutdruck können ein Anzeichen für eine Präeklampsie sein.


U3 steht für die 3. Früherkennungsuntersuchung beim Kind. In manchen Bundesländern sind diese „U-Untersuchungen“ verpflichtend.
Lesen Sie auch: Früherkennungsuntersuchungen


Angaben für Folgeschwangerschaft, Erklärung dazu auf S. 2.


Angaben für Folgeschwangerschaft, Erklärung dazu auf S. 3.


Angaben für Folgeschwangerschaft, Erklärung dazu auf S. 4.


Angaben für Folgeschwangerschaft, Erklärung dazu auf S. 5.


Angaben für Folgeschwangerschaft, Erklärung dazu auf S. 6.


Angaben für Folgeschwangerschaft, Erklärung dazu auf S. 7.


Angaben für Folgeschwangerschaft, Erklärung dazu auf S. 8.


Angaben für Folgeschwangerschaft, Erklärung dazu auf S. 9.


Angaben für Folgeschwangerschaft, Erklärung dazu auf S. 10.


Angaben für Folgeschwangerschaft, Erklärung dazu auf S. 11.


Angaben für Folgeschwangerschaft, Erklärung dazu auf S. 12.


Angaben für Folgeschwangerschaft, Erklärung dazu auf S. 13.


Angaben für Folgeschwangerschaft, Erklärung dazu auf S. 14.


Angaben für Folgeschwangerschaft, Erklärung dazu auf S. 15.


Angaben für Folgeschwangerschaft, Erklärung dazu auf S. 16.

Mutterpass: In Papierform oder elektronisch?

Den Mutterpass gibt es in Papierform – oder theoretisch auch in elektronischer Form. Allerdings ist der elektronische Mutterpass noch nicht flächendeckend in der Praxis angekommen. 

Bietet Ihre Praxis oder Hebamme den elektronischen Mutterpass (E-Mutterpass) an, können Sie selbst entscheiden, ob Sie den Mutterpass in Papierform oder als E-Mutterpass haben wollen.

Im E-Mutterpass stehen dann dieselben Informationen wie in der gedruckten Version. Der E-Mutterpass ist ein Teil der elektronischen Patientenakte. Schwangere sollen zudem alle Einträge im Mutterpass über eine App abrufen und dort auch komplette ärztliche Befunde und Ultraschallaufnahmen einsehen können.

Ausführlichere Informationen zum elektronischen Mutterpass finden Sie auf gesund.bund.de.

Im Laufe einer Schwangerschaft sollte möglichst nicht zwischen der Papierform und der elektronischen Form gewechselt werden. Nur so ist gewährleistet, dass wirklich alle Daten dokumentiert werden. Der E-Mutterpass macht zudem nur Sinn, wenn alle betreuenden Fachkräfte darauf Zugriff haben, also zum Beispiel Ihre Hebamme, die Frauenarztpraxis und Ihre Geburtsklinik. In einem Notfall könnte es außerdem passieren, dass die Ärztin oder der Arzt die elektronischen Daten nicht auslesen kann.

Wenn Sie sich für die Papierform entscheiden, ist es ratsam, den Mutterpass immer dabei zu haben. Nach der Geburt sollte er aufbewahrt werden, weil die Daten für weitere Schwangerschaften hilfreich sind.

Auf den Internetseiten des Gemeinsamen Bundesausschusses gibt es den Mutterpass auch in englischer Übersetzung.

Sollten Sie Ihren Mutterpass nicht mehr finden, sind die bis dahin gesammelten Daten nicht verloren. Ihre Frauenärztin, Ihr Frauenarzt oder Ihre Hebamme muss alle Untersuchungsergebnisse auch in einem eigenen Dokumentationssystem speichern. Die Daten lassen sich also in einen neu ausgestellten Mutterpass übertragen. Verlieren Sie Ihren Mutterpass zwischen zwei Schwangerschaften, werden nicht alle Untersuchungsergebnisse nachgetragen. Vermerkt werden nur solche Ereignisse, die auch für die neue Schwangerschaft eine wichtige Information sind. Das könnten zum Beispiel eine vorangegangene Präeklampsie oder ein Notfallkaiserschnitt sein.

Die Informationen im Mutterpass sind nicht nur für die aktuelle Schwangerschaft, sondern auch für zukünftige Schwangerschaften wichtig. Ist Ihre Familienplanung noch nicht abgeschlossen, bewahren Sie den Mutterpass also am besten auf. Der Mutterpass in Papierform bietet Platz für zwei Schwangerschaften und lässt sich somit beim zweiten Kind einfach fortführen.