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Die Samenspende
- Bei einer Samenspende handelt es sich zumeist um Sperma aus einer Samenbank, also von einem fremden Mann.
- Die Samenspende wird dann in der Regel für eine Insemination, IVF oder ICSI verwendet.

Für wen ist die Samenspende geeignet?
Eine Samenspende kommt infrage, wenn der Partner unfruchtbar ist oder die Spermienqualität nicht ausreicht. Auch eine Erbkrankheit des Mannes kann ein Grund sein. Spendersamen kann außerdem lesbischen Paaren oder alleinstehenden Frauen zu einer Schwangerschaft verhelfen.
Was passiert bei einer Samenspende?
In der Regel stammt der gespendete Samen aus einer Samenbank. Sowohl der Samenspender als auch das Sperma selbst werden in mehreren Schritten gründlich untersucht. Auf diese Weise wird ausgeschlossen, dass durch den Spendersamen Krankheiten übertragen werden. Anschließend wird der Samen tiefgefroren gelagert (kryokonserviert) und später für die nächsten Schritte in der Kinderwunschbehandlung wieder aufgetaut, zum Beispiel für eine Insemination, IVF oder ICSI.
Wie sicher ist die Samenspende?
Rechtlich geregelt wird die Samenspende durch das Transplantationsgesetz und das Samenspenderregistergesetz. Das Gesetz gibt strenge Regeln vor, nach denen Samenspender und Samen geprüft werden müssen. Die Gesetze zur Samenspende geben allen Beteiligten auch rechtliche Sicherheit: Vertragliche Vereinbarungen zwischen Samenbank, Wunscheltern und Samenspender stellen zum Beispiel sicher, dass der Samenspender von allen Unterhaltsleistungen befreit ist. Die Wunscheltern wiederum müssen nicht befürchten, dass der Samenspender Rechte am Kind geltend machen kann. Außerdem hat das Kind ab seinem 16. Lebensjahr das Recht zu erfahren, von wem der Samen gespendet wurde.
Wie erfolgreich ist die Samenspende?
Die Chancen auf eine Schwangerschaft sind bei einer Samenspende vor allem von der Fruchtbarkeit der Frau abhängig, da die Spermien bereits im Vorfeld auf ihre Qualität getestet wurden. Im Durchschnitt bekommen 15,7 % der Frauen im Alter zwischen 25 und 34 nach der Samenspende ein Baby. Bei der ICSI und der IVF beträgt die durchschnittliche Geburtenrate pro Behandlungszyklus bei 30-jährigen Frauen rund 30 %.
Wie viel kostet die Samenspende?
Die Kosten für eine Samenspende variieren je nach Samenbank deutlich und liegen zwischen 700 und über 1000 Euro. Weil der Versand aufwändig ist, kommen dafür noch zwischen 150 und über 300 Euro hinzu. [KZ1] Die Krankenkassen beteiligen sich an den Kosten für fremden Spendersamen nicht. Zu beachten ist zudem: Manche Samenbanken oder Kinderwunschkliniken schließen alleinstehende Frauen oder lesbische Paare von einer Kinderwunschbehandlung mit Samenspende aus. Mehr Informationen dazu bietet das Regenbogenportal.
Arbeitskreis für Donogene Insemination (2006) Richtlinien des Arbeitskreises für Donogene Insemination zur Qualitätssicherung der Behandlung mit Spendersamen in Deutschland. Fassung vom 8. Februar 2006. Abgerufen am 05.03.2024
Deutsches IVF-Register e.V. (D·I·R) ®. (2025). D·I·R® JAHRBUCH 2024. Abgerufen 27. Januar 2026
Erlanger Samenbank (2024) Ablauf der Samenspende. Artikel auf der Website der Erlanger Samenbank. Abgerufen am 05.03.2024
Informationsportal Kinderwunsch (2024) Das übernimmt die Krankenkasse. Webportal des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Abgerufen am 05.03.2024
Jansen, E. & Jansen, K. (ohne Jahr) Regenbogenfamilien: Die rechtlichen Rahmenbedingungen. Webartikel im Regenbogenportal des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Abgerufen am 05.03.2024