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Fruchtbarkeitsstörungen beim Mann: Körperliche Ursachen

Wenn ein Paar nicht schwanger wird, hat das oft mehrere Gründe. Eine Ursache kann sein, dass die Zeugungsfähigkeit des Mannes eingeschränkt ist. In den meisten Fällen ist die Spermienzahl im Ejakulat verringert und/oder die Spermien bewegen sich weniger als nötig. Das kann am Lebensstil oder an einer Erkrankung liegen.

Nachdenklich schauender Mann

Hormone als Ursache für die Fruchtbarkeitsstörung

Spermien werden in den Hoden gebildet. In den Nebenhoden reifen sie dann zu befruchtungsfähigen Spermien heran. Diese Vorgänge werden durch das follikelstimulierende Hormon (FSH), das luteinisierende Hormon (LH) und Testosteron gesteuert. Besteht ein Mangel an diesen Hormonen, ist die Fruchtbarkeit eingeschränkt. Das kann viele Ursachen haben, zum Beispiel bestimmte Erkrankungen oder Verletzungen, die diejenigen Gehirnzellen schädigen, welche die Hormone LH und FSH produzieren. Grund kann auch eine genetische Erkrankung sein.

Auch andere Hormone können Unfruchtbarkeit verursachen. Zu viel vom Hormon Prolaktin (Hyperprolaktinämie) verringert den Testosteronspiegel und kann dadurch die Fruchtbarkeit stören. Medikamente und Drogen, zum Beispiel Opioide oder Cannabis, können das Hormonsystem ebenfalls negativ beeinflussen. 

Manche Männer nehmen Anabolika ein, weil sie sich beim Kraftsport davon einen besseren Muskelaufbau erhoffen. Auch die Einnahme von Anabolika wirkt sich auf die Geschlechtshormone aus und kann so die Fruchtbarkeit verringern.

Keine Spermien bei Hodendefekten

Manchmal funktioniert die Spermienbildung nicht, weil die Funktion der Hoden durch eine Erkrankung gestört ist.

Einige dieser Erkrankungen sind angeboren. Beim Hodenhochstand (Kryptorchismus) beispielsweise steigen die Hoden nach der Geburt nur mit medizinischer Unterstützung in den Hodensack herab. Viele Männer mit einem Hodenhochstand in der Kindheit haben später weniger Spermien oder eine schlechtere Spermienqualität. Eine andere angeborene Störung ist das Klinefelter-Syndrom, bei dem der Mann ein überzähliges X-Chromosom hat. Dadurch entwickeln sich die Hoden nicht normal.

Störungen im Hoden können auch im Lauf des Lebens auftreten. Dazu gehören Infektionen der Hoden, beispielsweise durch Mumps. Oder es kommt zu einer Verletzung wie einer Verdrehung des Hodens (Hodentorsion). Bei einer Varikozele – Krampfadern im Hodensack – lässt sich oft nicht genau sagen, ob die Spermienbildung und damit die Fruchtbarkeit beeinflusst wird. 

Manchmal werden zu wenige funktionsfähige Spermien gebildet, ohne dass eine Ursache gefunden wird. 

Bei Transportstörungen gelangen keine Spermien in den Penis

Manchmal ist mit der Bildung der Spermien alles in Ordnung, aber die Spermien gelangen bei der Ejakulation nicht über die Samenleiter und die Harnröhre in den Penis. Dann liegt eine Transportstörung vor. Die Ursache kann eine Verengung der Samenleiter sein, beispielsweise als Folge einer Operation oder einer Infektion mit Chlamydien. In seltenen Fällen fehlen die Samenleiter schon bei der Geburt, was sich häufig erst später bei einer speziellen Ultraschall-Untersuchung herausstellt. 
Eine weitere Ursache ist die retrograde Ejakulation. Dabei werden die Spermien beim Samenerguss nicht über den Penis nach außen, sondern nach innen in die Harnblase befördert. 

Manchmal findet sich keine Ursache

Schließlich gibt es auch Fälle, in denen trotz ausführlicher Diagnostik bei beiden Partnern keine Ursache gefunden wird. Diese Männer haben demnach genug bewegliche Spermien im Ejakulat, und dennoch wird die Partnerin trotz regelmäßigem Sex nicht schwanger. Dies wird als idiopathische männliche Infertilität bezeichnet.

Hat ein Paar Probleme, ein Kind zu bekommen, liegt das genauso häufig am Mann wie an der Frau. Die Statistik sagt: Die Fruchtbarkeitsstörungen liegen zu 30 bis 40 % beim Mann und genauso oft bei der Frau. Bei 20 bis 30 % der Paare werden bei beiden Partnern Störungen gefunden. In bis zu 30 % der Fälle bleibt die Ursache für den unerfüllten Kinderwunsch unklar.

Vater werden trotz eingeschränkter Fruchtbarkeit

Viele Männer können trotz eingeschränkter Fruchtbarkeit Vater werden. Manche Ursachen lassen sich mit Hormonbehandlungen oder Korrekturen von Verengungen der Samenleiter behandeln. Ist keine ursächliche Behandlung möglich, kann eine Kinderwunschbehandlung helfen. Dann kann versucht werden, die Spermien im Labor mit der Eizelle zu vereinen. Je nach Schwere der Einschränkung wird dabei eine IVF oder ICSI angewendet. Bei fehlenden Spermien im Ejakulat können diese unter Umständen operativ aus dem Hoden (TESE) oder Nebenhoden (MESA) entnommen werden. Bleibt das erfolglos, gibt es die Möglichkeit Samenproben von Spendern zu verwenden.

Stand: 07.01.2026

Amboss (2024) Sterilität, Infertilität und Impotenz. Webartikel zur Klinischen Praxis. Abgerufen am 28.01.2025  

Anawalt, B. (2024) Causes of male infertility. UpToDate Onlineportal, Abgerufen am 10.06.2024  

AWMF (2019) Diagnostik und Therapie vor einer assistierten reproduktionsmedizinischen Behandlung (ART). S2k-Leitlinie der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG, OEGGG und SGGG), Reg.-Nr. 015-085, Langfassung. 

Christou, M. A., Christou, P. A., Markozannes, G., Tsatsoulis, A., Mastorakos, G. & Tigas, S. (2017) Effects of Anabolic Androgenic Steroids on the Reproductive System of Athletes and Recreational Users: A Systematic Review and Meta-Analysis. Sports medicine (Auckland, N.Z.), 47(9), 1869–1883. DOI: 10.1007/s40279-017-0709-z. 

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) (2022) Fruchtbarkeitsstörungen. Website im Onlineportal gesundheitsinformation.de der IQWiG. Abgerufen am 10.06.2024