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Die IVF (In-vitro-Fertilisation)

  • Die IVF ist eine Methode zur künstlichen Befruchtung.
  • Mehrere Eizellen der Frau werden in einer Schale im Labor (in vitro) mit Spermien zusammengebracht.
  • Das Eindringen in die Eizelle und die Befruchtung muss eines der Spermien dann ohne weitere Hilfe schaffen.

Für wen ist die IVF geeignet?

Die Methode eignet sich zum Beispiel, wenn die Eizellen der Frau auf natürlichem Weg nicht in die Gebärmutter gelangen können, etwa weil die Eileiter verschlossen sind. Allerdings muss sich im Ejakulat des Mannes eine Mindestzahl von Spermien befinden. Diese Spermien müssen außerdem beweglich sein und eine bestimmte Form haben. 

In-vitro-Fertilisation – Der Ablauf eines Behandlungszyklus

Grafik zeigt eine Nadel kurz vor Einstich
Downregulation

Mit Hormonen wird die körpereigene Hormonproduktion der Frau unterdrückt und ein natürlicher Eisprung verhindert. Bis zu 14 Tage später beginnt dann kontrolliert die Stimulation der Eizellreifung.

Grafik zeigt Spritze und Ampulle
Stimulation der Eizellreifung

Damit möglichst mehrere Eizellen gleichzeitig heranreifen, bekommt die Frau ab jetzt etwa 11 Tage lang täglich Hormonpräparate.

Grafik zeigt Ultraschallgerät
Kontrolluntersuchungen

Die Ärztin oder der Arzt kontrolliert regelmäßig die Blutwerte sowie per Ultraschall die Größe und Reife der Eibläschen.

Grafik: Einstichstelle mit Spritze
Einleitung des Eisprungs

Sind genügend Eizellen herangereift, die groß genug sind, wird mit einer Hormonspritze der Eisprung ausgelöst.

Grafik: Entnahme der Eizelle
Entnahme der Eizellen

Mit einer feinen Nadel werden die Eizellen – normalerweise durch die Vagina (Scheide) – aus den Eibläschen entnommen.

Grafik: Behälter für Spermaprobe
Bereitstellung des Spermas

Der Partner gewinnt am Tag der Eizell-Entnahme durch Masturbation Sperma oder es wird eine tiefgefrorene Samenprobe aufbereitet.

Befruchtung im Labor
Befruchtung im Labor

Die Eizellen werden in einer Nährflüssigkeit mit Samenzellen zusammengebracht. 16 bis 20 Stunden später kann man erkennen, ob es zu einer Befruchtung gekommen ist.

Übertragung der Embryonen
Übertragung der Embryonen

War die Befruchtung erfolgreich, werden zwei

bis fünf Tage nach der Eizell-Entnahme bis zu drei Embryonen durch die Vagina in die Gebärmutter übertragen.

 

Bluttest
Bluttest

Mit einem Bluttest kann festgestellt werden, ob eine Schwangerschaft eingetreten ist.

Ultraschall-Untersuchung
Ultraschall-Untersuchung

Hat sich der Embryo eingenistet, kann die Ärztin oder der Arzt die Schwangerschaft nun auch im Ultraschall erkennen. Oft ist bereits der Herzschlag des Embryos zu sehen.

Wenn es nicht klappt
Wenn es nicht geklappt hat

Eine IVF-Behandlung ist sehr komplex und garantiert keinen Erfolg. Jeder einzelne Schritt kann misslingen. Dann tut eine Pause gut, um seelisch und körperlich wieder zu Kräften zu kommen und in Ruhe zu überlegen, wie es weitergeht.

Was passiert bei der IVF?

Vor der IVF findet meist eine Hormonstimulation der Frau statt: Dafür spritzt sie Hormone, um die Reifung mehrerer Eizellen zu unterstützen. Der Mann wiederum gibt für die IVF eine Spermaprobe ab. Das Sperma wird im Labor aufbereitet. Auch der Einsatz von tiefgefrorenem Sperma ist möglich (Krykonservierung). Medikamente setzen dann den Eisprung in Gang. Kurz vor dem Eisprung entnimmt die Ärztin oder der Arzt durch die Vagina (Scheide) mehrere Eizellen. Im Labor werden die Eizellen dann in einer Schale mit den Spermien zusammengebracht. Die Spermien müssen nun den Weg in die Eizellen finden. Kommt es zur Befruchtung, entwickeln sich die Eizellen einige Tage im Brutschrank weiter. Danach werden eine bis höchstens drei der befruchteten und weiterentwickelten Eizellen in die Gebärmutter der Frau eingesetzt. 

Wie sicher ist die IVF?

Die einzelnen Behandlungsschritte bei der IVF haben nur wenige gesundheitliche Risiken. Für die Frau kann die vorhergehende Hormonbehandlung psychisch belastend und auch mit geringen gesundheitlichen Risiken verbunden sein. 

Selten kommt es zu einem Überstimulationssyndrom, bei dem der Körper der Frau auf die Hormonpräparate „überreagiert“. 

Bei der Übertragung von mehr als einem Embryo erhöht sich das Risiko für eine Mehrlingsschwangerschaft deutlich. Diese ist mit höheren Risiken verbunden als eine Einlingsschwangerschaft. Ärztinnen und Ärzte empfehlen deshalb, nur einen Embryo einzusetzen.

Wie erfolgreich ist die IVF?

Der Erfolg der Behandlung hängt stark vom Alter der Frau ab. Bei 30-jährigen Frauen liegt die durchschnittliche Geburtenrate pro Behandlungszyklus bei rund 30 %, bei 40-jährigen Frauen noch bei rund 14 %.

Wieviel kostet die IVF?

Die Kosten für eine IVF variieren je nach Kinderwunsch-Klinik und liegen bei etwa 3200 bis 3600 Euro. Unter bestimmten Umständen beteiligt sich die gesetzliche Krankenkasse an der Hälfte der Kosten. Private Krankenkassen übernehmen manchmal die Kosten komplett – sofern bei dem oder der Privatversicherten die Ursache für den unerfüllten Kinderwunsch zu finden ist. Es gibt zudem Möglichkeiten, weitere Unterstützung bei einigen Bundesländern zu beantragen. Ob das für Sie in Frage kommt, erfahren Sie beim Fördercheck des Kinderwunsch-Portals.

Stand: 07.01.2026

Deutsches IVF-Register e.V. (D·I·R) ®. (2025). D·I·R® JAHRBUCH 2024—AUSZUG. Für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch, Patientinnen, Patienten, die Öffentlichkeit. Abgerufen 27. Januar 2026 

Ho, J. (2023) In vitro fertilization: Overview of clinical issues and questions. Artikel in Uptodate, Onlineportal. Abgerufen am 07.03.2024  

Informationsportal Kinderwunsch (2024) Das übernimmt die Krankenkasse. Webartikel des Informationsportals Kinderwunsch des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Abgerufen am 07.03.2024 

Universitäres Kinderwunschzentrum Kiel/Flensburg (2024) Ihr Weg zum Wunschkind – Kosten und Erstattung. Artikel auf der Website des Universitären Kinderwunschzentrums Kiel/Flensburg, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. Abgerufen am 06.02.2024 

Weyerstahl, T. & Stauber, M. (2013) Gynäkologie und Geburtshilfe. Duale Reihe, 4. Auflage, Thieme Verlag.