Vitamin D
In der Schwangerschaft ist Vitamin D wichtig für die Gesundheit der Mutter und die Entwicklung des Babys. Vitamin D wird vor allem durch Sonneneinstrahlung in der Haut gebildet. Besonders im Winter kann es deshalb vorkommen, dass Schwangere nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt sind. Ob eine Einnahme von Vitamin-D-Präparaten nötig ist, fragen Schwangere am besten bei ihrer Frauenärztin oder ihrem Frauenarzt nach.
Warum ist Vitamin D in der Schwangerschaft wichtig?
Ein Mangel an Vitamin D wird mit Schwangerschaftskomplikationen in Zusammenhang gebracht, zum Beispiel mit Präeklampsie, Schwangerschaftsdiabetes, Frühgeburten und einem geringen Geburtsgewicht des Babys. Deshalb sollten schwangere Frauen gut mit Vitamin D versorgt sein. Die empfohlene Menge pro Tag sind 20 Mikrogramm. Über die Nahrung nehmen Erwachsene nur 2 bis 4 Mikrogramm pro Tag auf. Das restliche Vitamin D produziert der Körper selbst – aber nur bei ausreichend Sonnenstrahlung auf die Haut.
Wie lässt sich die Bildung von Vitamin D unterstützen?
Von März bis Oktober reicht die Sonnenstrahlung in der Regel aus, damit der Körper genug Vitamin D bildet. Dafür muss sich die Schwangere aber ausreichend lange mit teilweise unbedeckter Haut im Freien aufhalten. Wie viel Zeit im Freien nötig ist, hängt vom Hauttyp ab. Eine Faustregel lautet 5 bis 25 Minuten pro Tag.
Einerseits ist Sonne wichtig für die Bildung von Vitamin D, andererseits verursacht zu viel Sonnenstrahlung Sonnenbrand. Deswegen ist es wichtig, die individuelle Eigenschutzzeit zu kennen. Das ist die Zeit, die Sie ungeschützt in der Sonne verbringen können, ohne Ihrer Haut zu schaden. Falls Sie Ihre Eigenschutzzeit nicht kennen, können Sie diese auf der Seite der Deutschen Krebshilfe ermitteln.
Vitamin D wird im Körper gespeichert und somit auch „auf Vorrat“ gebildet. Dennoch kann es in den Wintermonaten zu einem Vitamin-D-Mangel kommen. Bei Verdacht auf einen Mangel wird empfohlen, ein Vitamin-D-Präparat einzunehmen (siehe unten).
Vitamin D wird auch gebildet, wenn Sie Sonnencreme auftragen. Es geht aber langsamer, sodass Sie insgesamt mehr Zeit draußen verbringen sollten.
Etwas Vitamin D kann auch die Ernährung beisteuern. Relativ viel Vitamin D haben fettreiche Meeresfische: 100 Gramm Makrele enthalten ungefähr 8 Mikrogramm Vitamin D, 100 Gramm Lachs ungefähr 3,5 Mikrogramm.
Wann sollten Schwangere Vitamin D zusätzlich einnehmen?
Vitamin D sollte nur eingenommen werden, wenn ein Mangel wahrscheinlich ist. In manchen Fällen ist es recht wahrscheinlich, dass eine Schwangere zu wenig Vitamin D bildet:
- wenn Schwangere sich wenig im Freien aufhalten
- wenn Schwangere ihre Haut stets fast vollständig bedecken, zum Beispiel aus religiösen oder kulturellen Gründen
- wenn Schwangere eine dunklere Haut haben, weil dann weniger Vitamin D gebildet wird
- in den Wintermonaten
Bei Verdacht auf einen Mangel empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in der Regel als tägliche Dosis 20 Mikrogramm Vitamin D. Das entspricht 800 IE (Internationalen Einheiten).
Ihre Hebamme, Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann Ihnen geeignete Produkte empfehlen. Vitamin D kaufen Sie am besten als Medikament in der Apotheke und nicht als Nahrungsergänzungsmittel in einem Drogeriemarkt. Vitamin D als Medikament wird strenger geprüft – etwa in Bezug auf die Zusammensetzung und die enthaltene Menge.
Nehmen Sie Vitamin D nur ein, wenn ein Mangel bei Ihnen wahrscheinlich ist. Eine Überdosierung kann Ihnen und Ihrem Kind schaden.
Bundesamt für Strahlenschutz. (2022). Konsentierte Empfehlung zu UV-Strahlung und Vitamin D.
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). (2025). Ausgewählte Fragen und Antworten zu Vitamin D [FAQ]. Vitamin D.
Palacios, C., Kostiuk, L. L., Cuthbert, A., & Weeks, J. (2024). Vitamin D supplementation for women during pregnancy. Cochrane Database of Systematic Reviews, 2024(7).
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Verbraucherzentrale.de. (2025). Vitamin D-Versorgung in Deutschland.