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Rohmilch, Rohwurst und Co: Rohe tierische Lebensmittel in der Schwangerschaft

Stand: 25.06.2026

Schwangere sollten auf rohe tierische Lebensmittel verzichten. Anderenfalls sind Infektionen mit Erregern möglich, die dem Schwangerschaftsverlauf und dem Ungeborenen schaden können.

Warum sollten Schwangere auf Rohfleisch, Rohwurst und Rohfisch verzichten?

Tierische Lebensmittel sollten Schwangere nur gut gekocht essen. Sind tierische Lebensmittel roh oder ungekocht, können Sie Erreger wie Listerien oder Toxoplasmen enthalten. Infektionen mit diesen Erregern verlaufen in der Regel mild bis unbemerkt. In der Schwangerschaft können die Erreger aber auf das Ungeborene übergehen und ernste Schäden wie Hirnhautentzündungen oder Sehstörungen verursachen.

Hinweis

Nähere Informationen zu den Erkrankungen finden Sie unter Listeriose und Toxoplasmose.

Was sind rohe tierische Nahrungsmittel?

Aufpassen müssen Schwangere nicht nur bei Fleisch und Wurst, sondern auch bei Fisch und Milchprodukten. Sind Lebensmittel unverarbeitet, sind sie in der Regel leicht als roh zu erkennen – etwa bei Mett, Carpaccio oder Sushi. Rohes Fleisch kann sich aber auch in Wurst verbergen: etwa in Salami oder Schinken. Auch Räucherfisch ist nicht ausreichend erhitzt und sollte in der Schwangerschaft nicht gegessen werden.

Bei Milchprodukten gilt: Normale Milch aus dem Supermarkt ist ausreichend erhitzt und sicher. Milch vom Bauernhof oder extra gekennzeichnete „Rohmilch“ ist hingegen für Schwangere nicht geeignet. Auch viele Käsesorten enthalten Rohmilch. Oft lässt sich das der Zutatenliste entnehmen oder an der Käsetheke erfragen.

Eier sollten Schwangere nur gekocht essen, weil rohe Eier Salmonellen übertragen können. Rohe Eier befinden sich zum Beispiel häufig in Tiramisu oder Mayonnaise.

Tipp

Eine ausführliche Liste mit sicheren tierischen Lebensmitteln in der Schwangerschaft gibt es bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.

Wann sind tierische Lebensmittel für Schwangere sicher?

Das Erhitzen roher tierischer Lebensmittel für mindestens 2 Minuten auf über 70 °C tötet die Krankheitserreger ab. Wichtig ist, dass diese Temperatur auch im Inneren des Lebensmittels über 2 Minuten lang erreicht wird. Kalt gewordenes Fleisch oder Fisch sollte vor dem Essen nochmal erhitzt werden.

Um Infektionen zu verhindern, müssen die Lebensmittel zudem hygienisch gelagert und zubereitet werden. Das heißt: Lagern Sie rohe tierische Lebensmittel getrennt von anderen Lebensmitteln und verwenden Sie bei der Zubereitung getrennte Küchenutensilien. So verhindern Sie, dass Erreger von den tierischen Lebensmitteln auf andere Lebensmittel wie Gemüse gelangen.

Nach dem Kontakt mit rohen Lebensmitteln sollten sich Schwangere außerdem gründlich die Hände waschen.

Deutsche Gesellschaft für Ernährung, & Restemeyer, S. (2013). Was Schwangere nicht essen sollten – DGE gibt Tipps zum Schutz vor Lebensmittelinfektionen [Pressemitteilung]. 

gesund.bund.de. (2025). Die richtige Ernährung in der Schwangerschaft. Abgerufen am 12.02.2026.

Groeneveld, M., & Maschkowski, G. (2024). Listeriose und Toxoplasmose—Sicher essen in der Schwangerschaft [Infoblatt]. 

Robert Koch Institut (RKI). (2009). RKI-Ratgeber—Toxoplasmose [RKI-Ratgeber]. Abgerufen am 09.02.2026.

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