Eisen
In der Schwangerschaft steigt der Eisenbedarf etwas an. Der Mehrbedarf lässt sich aber oft durch eine gezielte Ernährung decken. Eine zusätzliche Einnahme von Eisen wird nur empfohlen, wenn bei der Blutuntersuchung ein Eisenmangel festgestellt wird.
Warum brauchen Schwangere mehr Eisen?
Eisen ist unter anderem wichtig für die Blutbildung. In der Schwangerschaft nimmt die Blutmenge der Mutter zu, weshalb sie mehr Eisen braucht. Außerdem muss der Eisenbedarf des ungeborenen Kindes gedeckt werden. Der Bedarf der Schwangeren erhöht sich damit von 11 auf 27 Milligramm pro Tag.
Hat die Schwangere zu wenig Eisen, kommt es zu einer Blutarmut (Eisenmangelanämie). In der Folge ist die Schwangere dann vielleicht häufiger müde oder anfälliger für Infektionen. Außerdem steigt bei Eisenmangel das Risiko für eine Frühgeburt und ein niedriges Geburtsgewicht des Kindes.
Welche Lebensmittel haben viel Eisen?
Viele Menschen in Deutschland nehmen über die Nahrung weniger Eisen auf als empfohlen. Für schwangere Frauen kann es also sinnvoll sein, ihre Ernährung gezielt anzupassen und regelmäßig eisenreiche Lebensmittel zu essen.
Wichtig ist dabei eine vielseitige und vollwertige Ernährung. Viel Eisen haben:
- Fleisch und Fisch. 150 Gramm Rindfleisch enthalten 4,9 Milligramm Eisen.
- Gemüse wie Brokkoli, Grünkohl und Spinat. 150 Gramm Spinat enthalten 4,6 Milligramm Eisen.
- Getreideprodukte wie Vollkornbrot und Müsli. 60 Gramm Haferflocken enthalten 2,7 Milligramm Eisen.
Bei gesundheitsinformation.de finden Sie eine Tabelle mit Lebensmitteln und ihrem Eisengehalt.
Eisen aus tierischen Quellen wird vom Körper besser verwertet als aus pflanzlichen Quellen. Daher haben es Menschen mit veganer oder vegetarischer Ernährungsweise etwas schwerer mit der Eisenversorgung. Hier helfen kleine Tricks weiter: Zum Beispiel nimmt der Körper Eisen in Kombination mit Vitamin C besser auf. Etwas frische Paprika zum Vollkornbrot oder ein Stück Kiwi im Müsli steigert die Aufnahme.
Wann braucht eine Schwangere zusätzliches Eisen?
Die zusätzliche Einnahme von Eisen wird nur empfohlen, wenn die Schwangere einen im Labor festgestellten Eisenmangel hat. Das wird bei der Schwangerenvorsorge mit einer Blutuntersuchung geprüft. Ist die Schwangere ausreichend mit Eisen versorgt, ist kein zusätzliches Eisen nötig.
Ihre Hebamme, Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann Ihnen geeignete Produkte empfehlen. Am besten kaufen Sie Eisen als Medikament in der Apotheke und nicht als Nahrungsergänzungsmittel in einem Drogeriemarkt. Eisen als Medikament wird strenger geprüft – etwa in Bezug auf die Zusammensetzung und die enthaltene Menge.
In der Regel müssen Sie das Präparat selbst bezahlen, auch wenn Sie es ärztlich verschrieben bekommen. Manche Krankenkassen erstatten die Rechnungen aber. Fragen Sie hierzu am besten bei Ihrer Krankenkasse nach.
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