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Allergien beim Kind vorbeugen – geht das?

Stand: 25.06.2026

Allergien zählen zu den häufigsten chronischen Erkrankungen bei Kindern. Ein gesunder Lebensstil in der Schwangerschaft kann Allergien zwar nicht sicher verhindern – aber das Risiko lässt sich etwas beeinflussen.

Welchen Einfluss hat die Ernährung?

Früher wurde Schwangeren oft gesagt: Spezielle Diäten oder das Vermeiden bestimmter Lebensmittel senken das Risiko für Allergien beim Kind. Heute weiß man: Das stimmt nicht. Deshalb wird eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft empfohlen. Das umfasst viel Gemüse, Milch und Milchprodukte, Obst, Nüsse, Eier und Fisch.

Vitaminpräparate oder Produkte, die eine gesunde Darmflora fördern sollen (Prä- und Probiotika), haben ebenfalls keinen Effekt auf spätere Allergien beim Kind. Nicht ganz eindeutig sind die Studienergebnisse dagegen bei Omega-3-Fettsäuren: Ein geringer Spiegel an Omega-3-Fettsäuren in der Schwangerschaft könnte mit einem erhöhten Asthma-Risiko beim Kind einhergehen. Wie Sie Ihren Bedarf in der Schwangerschaft decken können, erfahren Sie in dem Beitrag Langkettige Omega-3-Fettsäuren/ Docosahexaensäure (DHA).

Spielt mein Körpergewicht eine Rolle?

Studien zeigen: Kinder bekommen später häufiger Asthma, wenn ihre Mütter zu Beginn der Schwangerschaft Übergewicht oder Adipositas hatten. Das ist einer der Gründe, warum Frauen am besten mit Normalgewicht in die Schwangerschaft starten.

Fördert Tabakrauch Allergien?

Sowohl aktives als auch passives Rauchen in der Schwangerschaft erhöht nachweislich das Risiko für Allergien beim Kind – insbesondere für Asthma. Auch nach der Geburt sollte das Kind keinem Rauch ausgesetzt sein.

Hat die Luftqualität Auswirkungen auf das Allergierisiko?

Auch Schadstoffe in der Luft können das Risiko für spätere Allergien beim Kind erhöhen. Das gilt zum Beispiel, wenn Schwangere Schadstoffe durch Kraftfahrzeuge oder Schimmel einatmen. Durch regelmäßiges Lüften können Sie verhindern, dass sich Schimmel in Innenräumen bildet.

Hängen Haustiere mit dem Allergierisiko zusammen?

Ob Haustiere späteren Allergien beim Kind vorbeugen oder sie begünstigen, ist wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt. Es gibt aber zunehmend Hinweise darauf, dass Kinder aus Haushalten mit Hunden seltener Allergien bekommen.

Familien mit erhöhtem Allergierisiko wird dazu geraten, sich keine Katze neu anzuschaffen. Das Allergierisiko ist erhöht, wenn Eltern oder Geschwister Allergien, Asthma oder Neurodermitis haben.

AWMF Leitlinienregister. (2022, November 11). S3-Leitlinie Allergieprävention.