Mohn
Mohnsamen können geringe Mengen von Opioiden enthalten. Kleine Mengen Mohn sind aber auch für Schwangere unbedenklich.
Dürfen Schwangere Mohn essen?
Die Mohnsamen in Nahrungsmitteln stammen vom Schlafmohn. In der ganzen Pflanze sind prinzipiell auch Opiate wie Morphin enthalten. Zum Essen werden allerdings nur die Mohnsamen verwendet – und dieser Pflanzenteil enthält kaum Opiate. Bei der Ernte kann es aber zum Beispiel passieren, dass geringe Mengen Opiate aus der Pflanze auf die Mohnsamen gelangen. Gesundheitlich macht sich das erst bei sehr großen Mengen bemerkbar. Dann kann es im schlimmsten Fall dazu kommen, dass sich die Atmung verlangsamt oder das Bewusstsein beeinträchtigt ist.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt deshalb, dass Schwangere nicht zu viel Mohn essen sollten. Kleine Mengen Mohn wie auf einem Mohnbrötchen sind unbedenklich.
Welche Nahrungsmittel enthalten viel Mohn?
Viel Mohn enthalten Backwaren wie Mohnkuchen oder Desserts wie Germknödel. Mohnhaltig sind insbesondere die Füllung oder die Soße. Oft ist schwer abzuschätzen, wie viel Mohn in einem Gericht ist. Deswegen gibt es auch keine klare Empfehlung, dass Schwangere besser auf solche Gerichte verzichten.
Wer Mohn in der eigenen Küche verwendet, kann die Menge an Opiaten im Mohn verringern: Durch Waschen und Backen geht in der Regel ein Teil der Opiate verloren.
Bäckereien verwenden oft eine fertige Mohnmasse, die kaum Opioide enthält und unbedenklich ist. Fragen Sie am besten beim Kauf direkt nach.
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). (2018). Gehalte an pharmakologisch aktiven Opiumalkaloiden in Mohnsamen sollten auf das technologisch erreichbare Mindestmaß gesenkt werden [BfR-Mitteilung].
drugcom.de. (o. J.). Morphin in Mohnbrötchen. Abgerufen 24. Februar 2026, von Abgerufen am 09.02.2026.
gesund.bund.de. (2025). Die richtige Ernährung in der Schwangerschaft.