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Der Menstruationszyklus
Die Menstruation oder Monatsblutung ist ein sich regelmäßig wiederholender Vorgang im Körper der Frau. Zyklus bedeutet Kreislauf, und so folgt die Menstruation einem ganz bestimmten Rhythmus: dem Menstruationszyklus. Ein Zyklus beginnt mit dem ersten Tag der Monatsblutung und endet mit der nächsten Monatsblutung.
In jedem Zyklus bereitet sich der weibliche Körper auf eine mögliche Schwangerschaft vor. Entsteht keine Schwangerschaft, kommt es zur Blutung. Damit beginnt ein neuer Zyklus. Meist dauert ein Zyklus zwischen 25 und 32 Tage.
Was passiert im weiblichen Zyklus?
Der Menstruationszyklus beginnt mit einer Blutung, mit der die Eizelle aus dem vorangegangenen Menstruationszyklus mit einem Teil der Gebärmutterschleimhaut ausgeschieden wird. Nach ein paar Tagen wird der Gebärmutterhals mit dem Zervixschleim wieder verschlossen. Gleichzeitig baut sich die Gebärmutterschleimhaut erneut auf, und bis etwa zur Mitte des Zyklus reift in einem der beiden Eierstöcke die nächste Eizelle heran. Kurz vor dem Eisprung verflüssigt sich der Zervixschleim und gibt den Gebärmutterhals wieder frei. Die herangereifte Eizelle löst sich aus dem Eierstock und wird vom Eileiter aufgefangen. Das ist der Eisprung.
Am Tag des Eisprungs oder kurz danach steigt die Körpertemperatur um mindestens 0,2 °C an und bleibt bis zum Einsetzen der nächsten Blutung so erhöht. Der Temperaturanstieg zeigt also nachträglich an, dass der Eisprung stattgefunden hat.
Im Eileiter kann die Eizelle ungefähr einen Tag lang von Spermien befruchtet werden. Wird sie nicht befruchtet, löst der Körper sie wieder auf. Mit der nächsten Monatsblutung wird dann der größte Teil der Gebärmutterschleimhaut ausgeschieden. Damit beginnt der neue Zyklus.
Wird eine Eizelle befruchtet, wird sie in den nächsten Tagen im Eileiter zur Gebärmutter transportiert, wo sie sich einnisten kann. So entsteht eine Schwangerschaft.
Pubertät
Der weibliche Körper hat zwei Eierstöcke. Dort reifen ab der Pubertät die Eizellen heran. Eine Eizelle ist etwa 0,1 Millimeter groß. Sie gehört zu den größten Körperzellen und ist etwa 100-mal größer als der Kopf eines Spermiums.
Ihren ersten Eisprung haben die meisten Mädchen zwischen 11 und 15 Jahren. Damit bekommen sie auch ihre erste Menstruation. Schon mit dem ersten Eisprung kann die Heranwachsende schwanger werden.
Wechseljahre (Klimakterium)
Bei den meisten Frauen werden im Alter von 45 bis 50 Jahren die Monatsblutungen unregelmäßig und hören schließlich ganz auf. Die letzte Monatsblutung wird Menopause genannt. Danach kann die Frau nicht mehr schwanger werden.
Diese Zeit wird auch Wechseljahre genannt. Die Wechseljahre können von einigen Monaten bis zu mehreren Jahren dauern. Auch in dieser Zeit kann eine Frau noch schwanger werden, wenn sie nicht verhütet.
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