Schwangerschaftsbedingter Bluthochdruck

Im Gegensatz zu einem niedrigen Blutdruck, der sich durch Schwindel und Schwäche meist deutlich bemerkbar macht, bleibt ein hoher Blutdruck oft lange unbemerkt. Um eine Hypertonie rechtzeitig erkennen und behandeln zu können, wird der Blutdruck daher im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge regelmäßig gemessen.

Ein unbehandelter Bluthochdruck in der Schwangerschaft kann zu Veränderungen der Blutgefäße im Mutterkuchen und in den Organen der Schwangeren führen. Zudem kann Bluthochdruck auf eine beginnende Präeklampsie hinweisen. Die Präeklampsie ist eine für Mutter und Kind gefährliche Erkrankung, bei der es neben dem Bluthochdruck zur Ausscheidung von Eiweiß im Urin und oft zu Wassereinlagerungen an Händen, Füßen und im Gesicht kommt. Für das Krankheitsbild wird häufig der Oberbegriff Gestose verwendet.

Blutdruck wird in der Messeinheit „Millimeter Quecksilbersäule“ (mmHg) angegeben, und zwar in zwei Werten: Der höhere Wert ist der systolische, der untere der diastolische Wert. Als erhöht wird ein Blutdruck ab Werten von 140/90 mmHg in Ruhe und in zwei aufeinander folgenden Messungen bezeichnet. Anhaltend hohe Blutdruckwerte über 160/100 mmHg in der Schwangerschaft müssen medikamentös behandelt werden.

Der schwangerschaftsbedingte Bluthochdruck tritt erst in der zweiten Schwangerschaftshälfte auf und dauert in der Regel bis zur 6. Woche nach der Geburt an.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 28.08.2014