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Das Diaphragma

Bei richtiger Anwendung ist das Diaphragma ein sicheres Verhütungsmittel. Die Zuverlässigkeit hängt von der passenden Größe, der richtigen Anwendung und dem exakten Sitz ab. Deshalb ist es wichtig, das korrekte Einsetzen zu üben.


Das Diaphragma besteht aus einer runden Spiral- oder Flachfeder, die mit Silikon überspannt ist. Es sieht aus wie eine kleine Kappe und wird in neun verschiedenen Größen angeboten.

Abbildung von zwei Diaphragma
Lupe

Das Diaphragma muss in einer Arztpraxis, in einer Beratungsstelle, einem Familienplanungs- oder Frauengesundheitszentrum sorgfältig angepasst werden. Das größte Diaphragma, das die Frau nach dem Einsetzen in die Scheide nicht spürt, ist das richtige. Die richtige Größe ist unter anderem deshalb so wichtig, weil sich die Scheide bei sexueller Erregung etwas erweitert. Das Diaphragma muss den Muttermund komplett bedecken und fest sitzen (zwischen hinterem Scheidengewölbe und Schambein-Nische, siehe Abbildung unten). Der korrekte Sitz muss nach jedem Einsetzen mit den Fingern nachgeprüft werden, indem der Muttermund durch das Diaphragma hindurch getastet wird.

Grafik, die in 5 Bildern das Einsetzen des Diaphragmas zeigt
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Die Wirkung und Anwendung

Mit dem Diaphragma wird das Zusammentreffen von Ei- und Samenzelle verhindert, da es den Spermien den Zugang zur Gebärmutter versperrt. Zusätzlich wird ein schützendes Gel verwendet. Das auf natürlicher Basis hergestellte Diaphragma-Gel enthält Milch- oder Zitronensäure und hemmt die Beweglichkeit der Spermien. Das Gel wird auf die Seite des Diaphragmas aufgetragen, die nach dem Einsetzen dem Muttermund zugewandt ist. Auch der innere Rand des Diaphragmas wird mit Gel bestrichen.

Durch die Körperwärme und die Schleimabsonderung im Gebärmutterhals verflüssigt sich das Gel und verliert mit der Zeit an Wirkung. Deshalb darf das Diaphragma frühestens zwei Stunden vor dem Geschlechtsverkehr eingesetzt werden. Nach dem Geschlechtsverkehr muss es noch mindestens acht Stunden in der Scheide liegen bleiben, da die Spermien dort so lange überleben können. Nach spätestens 24 Stunden sollte es wieder entfernt werden.

Will man ein weiteres Mal miteinander schlafen, muss zusätzlich mit einer Einführhülse oder dem Finger Gel von außen nachgegeben werden.

Damit das Diaphragma stets sauber ist, wird es nach dem Benutzen mit lauwarmem Wasser gewaschen und gründlich abgetrocknet. Es kann anschließend mit etwas Mais- oder Kartoffelstärke eingerieben werden, damit es trocken bleibt. 

Die Sicherheit

Die Sicherheit des Diaphragmas hängt davon ab, ob es richtig angewendet wird. Sinnvoll ist, das korrekte Einsetzen nach dem Anpassen in der Arztpraxis oder Beratungsstelle zu üben. Bis man das Diaphragma wirklich sicher einsetzen kann, ist die Anwendung zusätzlicher Verhütungsmittel wie zum Beispiel Kondomen ratsam.

Sobald das Material spröde und alt wirkt oder sich gar Risse zeigen, sollte es ersetzt werden. Ein gepflegtes Diaphragma hält normalerweise ein bis zwei Jahre. Nach größeren Gewichtsschwankungen (mehr als fünf Kilo) oder nach Geburten sollte die Größe des Diaphragmas unbedingt überprüft und den körperlichen Veränderungen angepasst werden.

Die Vorteile

Das Diaphragma muss nur angewendet werden, wenn es tatsächlich zum Geschlechtsverkehr kommt. Es ist relativ preiswert und greift nicht in den Hormonhaushalt ein. Normalerweise hat es keine gesundheitlichen Nebenwirkungen und Langzeitfolgen. Die Anwendung wird von einigen Frauen zudem als wertvolle Selbsterfahrung geschätzt, da sie sich und ihren Körper dabei besser kennen lernen.

Die Nachteile

Die Anwendung des Diaphragmas erfordert Übung. Erst wenn die Handhabung sicher gelingt, bietet es zuverlässigen Verhütungsschutz.

Einige Frauen haben eine sehr flache Nische hinter dem Schambein. Bei ihnen kann es sein, dass das Diaphragma keinen richtigen Halt findet. In diesem Fall kann die Verhütungskappe „FemCap“ eine Alternative sein.

Die Kosten

Ein Diaphragma kostet rund 50 Euro. Hinzu kommen etwa neun Euro für eine Tube Gel und möglicherweise noch Ausgaben für Versand, Anpassung und Kontrolluntersuchung. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen diese Kosten nicht.

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