Die „Spirale danach“

Ist es zu einer Verhütungspanne gekommen, kann eine Schwangerschaft durch das nachträgliche Legen einer Spirale oder Kupferkette verhindert werden.

Wirkung

Bis zu fünf Tage nach einer Verhütungspanne kann die Einnistung eines befruchteten Eis mit einer (Kupfer-)Spirale  oder Kupferkette  verhindert werden. Man geht davon aus, dass das Kupfer den Schleim am Muttermund und die Gebärmutter-Schleimhaut so verändert, dass eine möglicherweise befruchtete Eizelle sich nicht einnisten kann.

Die Hormonspirale  eignet sich nicht zur Notfallverhütung.

Anwendung

Die Spirale oder Kupferkette muss von der Ärztin oder vom Arzt in die Gebärmutter eingelegt werden. Ausführliche Informationen dazu, wie Spirale und Kupferkette eingelegt werden und was es zu beachten gibt, finden Sie für die Spirale hier und für die Kupferkette hier.

Vorteile

Gründe, die im Vorfeld für oder gegen eine Spirale oder Kupferkette sprachen, sollten auch bei der „Spirale danach“ beachtet werden.

Die „Spirale/Kupferkette danach“ ist besonders dann sinnvoll, wenn Sie auch hinterher mit der Spirale oder Kupferkette verhüten möchten. Der natürliche Zyklus wird durch die Spirale oder Kupferkette nicht beeinflusst.

Nachteile

Das Einlegen einer Spirale oder Kupferkette ist mit einem kleinen Eingriff in die Gebärmutter verbunden. Sie wird nicht, wie es sonst üblich ist, während der Periode eingesetzt und damit nicht bei geöffnetem Muttermund. Das kann unterschiedlich starke Schmerzen verursachen.

Die Risiken und unerwünschten Wirkungen der Spirale bzw. Kupferkette  können auch bei der Notfallmethode auftreten.

Kosten

Die Kosten für die (Kupfer-)Spirale liegen je nach Modell mit Einlegen zwischen 120 und 300 Euro, für die Kupferkette zwischen 200 und 350 Euro.

Die Krankenkasse übernimmt die Kosten nur für Frauen bis zum vollendeten 20. Lebensjahr. Die erste Lagekontrolle mit Ultraschall nach dem Einlegen der Spirale ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen, weitere empfohlene Ultraschallkontrollen der Lage müssen selbst bezahlt werden.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 28.02.2018