Nachrichten

08.02.2018

Zyklus-Apps im Test: Die meisten sind mangelhaft

Viele Frauen nutzen sogenannte Zyklus-Apps – die einen nur zum „Buchführen“ über ihre Monatsblutung, andere zum Verhüten oder zum Ermitteln ihrer fruchtbaren Tage, um schwanger zu werden. Die Stiftung Warentest hat nun 23 Zyklus-Apps auf ihre Verlässlichkeit geprüft.

Gut abgeschnitten haben im Test lediglich drei Apps, die alle die symptothermale Methode der Natürlichen Familienplanung (NFP) unterstützen. Hier müssen die Nutzerinnen täglich ihre morgendliche Körpertemperatur und ihre Beobachtungen zur Beschaffenheit des Schleims, der im Gebärmutterhals gebildet wird, in die App eingeben. Das „gut“ erhalten diese Apps laut Stiftung Warentest, weil die Methode der natürlichen Familienplanung erprobt ist; kein „sehr gut“ erhalten sie, weil bislang keine aussagekräftigen Studien mit App-Nutzerinnen vorliegen.

Die meisten Apps schnitten in Test schlecht ab, weil sie rein rechnerisch vorgehen und dabei auf frühere Zyklen der Nutzerin und/oder statistische Daten anderer Anwenderinnen zurückgreifen. „Wer sich darauf verlässt, könnte eine lebensverändernde Überraschung erleben“, so die Projektleiterin des Tests, Dr. Gunnar Schwan. Denn die Zykluslänge einer Frau kann stark schwanken. So können sich etwa Reisen, Stress, Krankheit oder intensiver Sport auf die Zyklus-Länge auswirken. Dadurch wird die Berechnung der fruchtbaren Tage ungenau.

Allerdings: Auch wenn vielen Zyklus-Apps im Test eine (meist mangelnde) Verlässlichkeit in Sachen Verhütung und Familienplanung bescheinigt wurde, können sie trotzdem dafür geeignet sein, den eigenen Zyklus besser kennenzulernen.

Quelle

Zyklus-Apps: Die fruchtbaren Tage bestimmen – nur drei Apps sind gut, https://www.test.de/Zyklus-Apps-im-Test-5254377-0/ (letzter Zugriff: 30.01.18)