Nachrichten

01.03.2018

Trotz späterer Elternschaft: Leben mit Kindern ist immer noch die Norm

Frauen werden in Deutschland heute etwas später Mutter als früher, aber es gibt keinen generellen Trend gegen die Familiengründung. Allerdings leben Frauen häufiger als früher mit ihren Kindern allein in einem Haushalt. 

Auf der Grundlage des sogenannten Mikrozensus, einer repräsentativen Haushaltsbefragung, hat das statistische Bundesamt berechnet, wie viele Männer und Frauen verschiedener Jahrgänge in Deutschland mit ihren ledigen Kindern zusammenleben. Dabei stellte es fest: Der Anteil der 40-jährigen Mütter ist bei den Geburtsjahrgängen 1970 bis 1974 ist mit 75 Prozent ähnlich hoch wie rund 15 Jahren zuvor bei den Geburtsjahrgängen 1955 bis 1959. Da lag er bei 78 Prozent. 

Es gibt jedoch eine Verschiebung zu späterer Mutterschaft: Von den 1970 bis 1974 Geborenen waren mit 25 Jahren bereits 29,5 Prozent der Frauen Mutter. Von den 1985 bis 1989 Geborenen waren es nur 19,9 Prozent.

Für die jüngeren Jahrgänge gilt zudem: Es gibt deutlich weniger Väter als Mütter, die mit mindestens einem ledigen Kind zusammenleben. Dies erklärt sich durch den gestiegenen Anteil alleinerziehender Mütter. 

Quelle

Kein Abschied von der Elternschaft trotz immer späterer Familiengründung, Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 10.01.2018 (letzter Zugriff: 20.02.2018) https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2018/01/PD18_009_122.html

Weitere Informationen:

Tim Hochgürtel, Familiengründung und -erweiterung im Kohortenvergleich (letzter Zugriff: 20.02.2018)