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22.11.2017

Schütteln Sie niemals Ihr Baby! Bündnis gegen Schütteltrauma informiert Eltern

Wenn Eltern für einen kurzen Moment die Nerven verlieren und ihr schreiendes Baby schütteln, können sie ihm lebenslangen Schaden zufügen. Viele Menschen wissen das nicht. Ein bundesweites Bündnis gegen Schütteltrauma klärt jetzt über die Gefahren des Schüttelns von Säuglingen auf. 

Säuglinge können ihren Kopf noch nicht alleine halten. Werden sie geschüttelt, wird ihr Kopf vor- und zurückgeworfen. Dabei kann es zu schweren Verletzungen im Gehirn kommen. Blutgefäße und Nervenbahnen reißen. Krampfanfälle sowie geistige und körperliche Behinderungen können die Folge sein. Zwischen 10 und 30 Prozent der Kinder sterben sogar an den Folgen des Schüttelns. 

Eine bundesweite repräsentative Umfrage des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) hat nun gezeigt, dass viele Menschen nicht genug darüber wissen, welche Folgen das Schütteln für Säuglinge haben kann. Denn ein Viertel der Befragten unterliegt dem Irrtum, dass Schütteln „vielleicht nicht schön für ein schreiendes Baby ist, ihm aber auch nicht schadet“. Fast die Hälfte der befragten Männer und Frauen hat noch nie den Begriff „Schütteltrauma“ gehört. 

Gemeinsam mit seinen Bündnispartnern informiert das NZFH Eltern jetzt über die gesundheitlichen Folgen des Schüttelns und zeigt ihnen, wie sie mit einem schreienden Baby umgehen können. Der Flyer kann auf der Seite der Frühen Hilfen als PDF heruntergeladen werden.

Das NZFH bietet außerdem auf seiner Internetseite eine Beratungsstellensuche für Eltern von Babys, die viel schreien.

Quelle

Nationales Zentrum Frühe Hilfen klärt mit breitem Bündnis über Schütteltrauma auf, (Zugriff: 15.11.2017)
https://www.fruehehilfen.de/index.php?id=1936