Nachrichten

28.05.2018

Neue Vorsorgeuntersuchung beim Neugeborenen-Screening

Nach der Geburt ihres Kindes haben Eltern die Möglichkeit, das sogenannte Neugeborenen-Screening in Anspruch zu nehmen. Es handelt sich um einen Test, der  angeborene Stoffwechsel-Erkrankungen und hormonelle Störungen erkennt, die bei Neugeborenen ohne rechtzeitige Behandlung zu körperlichen und/oder geistigen Schäden führen können. Jetzt soll ein weiterer Test in das Programm aufgenommen werden: die Früherkennung von Tyrosinämie Typ I. 

Tyrosinämie Typ I ist eine erblich bedingte Stoffwechselerkrankung. Unbehandelt führt sie zu schweren Schädigungen von Leber, Nieren und Gehirn. Wird sie frühzeitig erkannt, kann Tyrosinämie Typ 1 jedoch gut behandelt werden. Nach Angaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) wird weltweit weniger als eines von 100.000 Kindern mit dieser Krankheit geboren.

Der Beschluss ist bereits Mitte März 2018 in Kraft getreten. Bevor Kassenpatientinnen und -patienten Anspruch auf die neue Leistung haben, muss jedoch erst die Vergütung für den neuen Test festgelegt werden. Dafür hat das Gremium bis Mitte September Zeit.

Quelle

Neugeborenen-Screening wird erweitert, Praxisnachrichten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung vom 22.03.2018,
http://www.kbv.de/html/1150_33812.php