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04.07.2018

Kein Amalgam mehr für Kinder, Schwangere und stillende Frauen

Ab dem 1. Juli dürfen Zahnärztinnen und Zahnärzte Kindern unter 15 Jahren, Schwangeren und stillenden Frauen nicht mehr den quecksilberhaltigen Füllstoff Amalgam einsetzen – nur noch in seltenen Ausnahmen. Die Regelung gilt EU-weit. Stattdessen werden nun die Kosten für bislang zuzahlungspflichtige Kunststofffüllungen übernommen. Darüber hinaus können Patientinnen und Patienten auch noch andere Füllungen wählen, für die sie dann aber wie bisher zuzahlen müssen.

Hintergrund der neuen Regelung ist die sogenannte Minimata-Konvention. In dieser haben sich 90 Länder verpflichtet, die Quecksilberbelastung insgesamt zu reduzieren. Noch intakte Amalgamfüllungen sollen jedoch nicht ersetzt werden. Laut dem Kassenzahnärztlichen Bundesverband (KZBV) sind unbeschädigte Amalgamfüllungen für die Gesundheit unbedenklich, weshalb die Einschränkung für Kinder und Schwangere vor allem eine vorbeugende Gesundheitsmaßnahme ist.

Quelle

Pressemitteilung des KZBV vom 29. Juni 2018, https://www.kzbv.de/pressemitteilung-vom-29-6-2018.1241.de.html