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10.07.2018

Bundesweites Samenspender-Register gestartet

Seit dem 1. Juli werden von bundesweit allen Kindern, die mithilfe einer Samenspende gezeugt werden, Daten über ihren leiblichen Vater gespeichert. Mithilfe des beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) geführten Registers können Spenderkinder später vom Auskunftsrecht über ihre Herkunft Gebrauch machen. Für Kinder unter 16 Jahren können dies ihre gesetzlichen Vertreterinnen und Vertreter tun.

Gespeichert werden verschiedene Daten von Spender und Empfängerin wie Name, Geburtstag, Geburtsort und Anschrift. Außerdem wird der Geburtstag des Kindes erfasst. Die Spender können freiwillig weitere Auskünfte erteilen, zum Beispiel über Aussehen, Schulbildung oder Beweggründe für die Samenspende. Sowohl die Spender als auch die Empfängerinnen von Samenspenden haben dabei Anspruch auf Auskunft und Berichtigung ihrer Daten. Das DIMDI speichert die Daten von nun an 110 Jahre lang.

Wenn Spenderkinder künftig Auskunft über ihren Samenspender beantragen, informiert das DIMDI vier Wochen vor der Auskunft auch den Samenspender, sodass er sich auf eine eventuelle Kontaktaufnahme des Spenderkindes einstellen kann.

Für Spenderkinder, die vor dem 1. Juli 2018 gezeugt wurden, liegen in dem neuen Samenspender-Register keine Daten vor.

Quelle

Pressemitteilung des DIMDI vom 2. Juli 2018, https://www.dimdi.de/dynamic/de/das-dimdi/aktuelles/meldung/Bundesweites-Samenspender-Register-am-1-00002.-Juli-gestartet/