Risikoeinstufung im Mutterpass

Bei den Vorsorgeuntersuchungen wird ein umfangreicher Risikokatalog abgefragt und im Mutterpass notiert. Das lässt den Eindruck entstehen, die Schwangerschaft sei voller Gefahren. Doch keine Sorge: Die meisten Kinder kommen gesund zur Welt.

Mutterpass mit Ultraschallbild © PhotographyByMK/Fotolia
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Bei den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen werden akute Probleme in der Schwangerschaft, chronische Krankheiten und auch Komplikationen bei vorangegangenen Schwangerschaften erfasst. Diese Befunde werden anhand von zwei Fragenkatalogen erhoben, die im Mutterpass auf den Seiten 5 und 6 zu finden sind. 26 Fragen betreffen den allgemeinen Gesundheitszustand der Schwangeren. Weitere 26 Fragen beziehen sich auf Komplikationen, die im Verlauf der Schwangerschaft auftreten können.

Kriterien für die Einstufung als Risikoschwangerschaft

Die Fragenkataloge erfassen zum Beispiel folgende Merkmale:

Diese und andere Merkmale können zu einer Einstufung als Risikoschwangerschaft führen. Da die Befragung so umfangreich ist, fallen sehr viele Frauen in die Kategorie „Risikoschwangerschaft“.

Befunde kritisch hinterfragen

Die Einstufung als „Risikoschwangerschaft“ bedeutet aber nicht, dass zwangsläufig Komplikationen auftreten werden. In den meisten Fällen liegt lediglich ein Anlass vor, die Schwangerschaft besonders sorgfältig zu überwachen und bei Bedarf zusätzliche Untersuchungen oder Behandlungen durchzuführen.

Der Risikokatalog ist in Deutschland im Vergleich mit anderen Ländern sehr umfangreich. Das kann Schwangere unnötig beunruhigen und verunsichern. Deshalb ist es wichtig, sich die erhobenen Befunde und ihre möglichen Folgen von der Ärztin oder dem Arzt in Ruhe und ausführlich erklären zu lassen.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 22.10.2014