Der Mutterpass

Seite 15 und 16: Abschluss-Untersuchung / Epikrise

Hier werden zunächst noch einmal die wichtigsten Daten zum Schwangerschaftsverlauf zusammengefasst.

Der zweite Abschnitt dokumentiert den Geburtsverlauf und die Lage des Kindes vor der Geburt, danach folgen die ersten Messdaten des Neugeborenen. Neben der Größe und dem Gewicht werden hier die Ergebnisse des sogenannten Apgar-Tests festgehalten. Diese beziehen sich auf Atmung, Puls, Muskeltonus, das Aussehen (Hautfarbe) des Kindes und die Auslösbarkeit von Reflexen. Ein Punktwert von 10 ist das bestmögliche Ergebnis. Bei Werten unter 7 liegt möglicherweise eine Störung vor, sodass das Kind medizinische Hilfe benötigt. Da solche Störungen jedoch oft vorübergehend sind, wird der Test nach fünf Minuten und nach weiteren zehn Minuten noch einmal wiederholt.

Zusätzlich wird eine Blutuntersuchung durchgeführt. Getestet wird der Säuregehalt, also der pH-Wert des Blutes aus der Nabelschnurarterie. Je nach Ergebnis muss das Neugeborene mit Sauerstoff versorgt werden.

Komplikationen im Wochenbett werden ebenfalls im Mutterpass vermerkt. Bei der Abschlussuntersuchung der Mutter vor Entlassung aus der Klinik wird die Rückbildung der Gebärmutter kontrolliert. Falls die Frau einen Dammriss oder -schnitt hatte, wird geprüft, ob er gut heilt.

Mit dem direkten Coombs-Test wird untersucht, ob das Kind Antikörper im Blut hat.

Sechs bis acht Wochen nach der Geburt wird die Mutter noch einmal untersucht. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden auf Seite 16 im Mutterpass festgehalten.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 26.05.2015