Rundum ärztlich versorgt

Zur ärztlichen Schwangerenbegleitung gehören nicht nur die Vorsorgeuntersuchungen. Wichtig sind auch ein Vertrauensverhältnis und genügend Zeit für Gespräche und Beratung.

Kalender mit einem Termineintrag
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Eine Schwangerschaft ist eine Zeit großer Veränderungen. Ärztinnen und Ärzte begleiten Frauen durch diese Zeit. Sie haben die Entwicklung des ungeborenen Kindes im Blick, kümmern sich um die Gesundheit und das Wohlbefinden der werdenden Mutter und haben ein offenes Ohr für ihre Fragen. 

Die Schwangerenvorsorge, auf die werdende Mütter einen gesetzlichen Anspruch haben, beinhaltet zehn Vorsorgeuntersuchungen durch eine Frauenärztin, einen Frauenarzt oder eine Hebamme. Hinzu kommen verschiedene Blut- und drei Ultraschall-Untersuchungen, die alle nur die Ärztin oder der Arzt durchführen kann. Zu den besonderen Aufgaben der Ärztin oder des Arztes gehört es auch, mögliche Risiken in der Schwangerschaft frühzeitig zu erkennen und die Schwangerschaft dann besonders gut zu überwachen.

Die Chemie muss stimmen

 

Zur ärztlichen Schwangerenbegleitung gehört aber nicht nur medizinisches Fachwissen. Wichtig ist auch, dass sich die Ärztin oder der Arzt genügend Zeit für Gespräche nimmt. Die Schwangere und ihr Partner sollten die Möglichkeit haben, über ihre persönlichen Vorstellungen, Sorgen und Wünsche in Bezug auf die Schwangerschaft und die Geburt zu sprechen und sich dazu ärztlich beraten zu lassen.

Die meisten Frauen lassen sich in der Schwangerschaft von ihrer bereits vertrauten Frauenärztin oder ihrem Frauenarzt begleiten. Wichtig ist, dass sich die werdende Mutter in der ärztlichen Praxis ihrer Wahl gut aufgehoben fühlt. Möchte die Schwangere die Ärztin oder den Arzt wechseln, ist das möglich, aber normalerweise nur zum neuen Abrechnungs-Quartal. Nur im Ausnahmefall, etwa wenn das Vertrauensverhältnis zwischen der Frau und ihrer Ärztin oder ihrem Arzt gestört ist, kann die Krankenkasse auch innerhalb eines Quartals einen Wechsel akzeptieren. Besprechen Sie dies aber vorher mit Ihrer Krankenkasse.

Werdende Mütter können sich in der Schwangerschaft sowohl ärztlich als auch von einer Hebamme begleiten lassen. Doppelte Untersuchungen werden von der Krankenkasse aber nicht bezahlt. Auch deshalb ist es wichtig, dass sowohl die Ärztin oder der Arzt als auch die Hebamme alle durchgeführten Untersuchungen in den Mutterpass eintragen.

Nach der Geburt

Auch nach der Geburt, in der Zeit des Wochenbetts, haben Frauen Anspruch auf ärztliche Untersuchungen und Beratung. Eine erste Untersuchung ist in der ersten Woche nach der Geburt vorgesehen, eine weitere nach sechs Wochen. Diese ärztliche Abschlussuntersuchung am Ende der Wochenbettzeit wird ebenfalls in den Mutterpass eingetragen.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 13.09.2018