Wo soll unser Kind zur Welt kommen?

In Deutschland bringen die weitaus meisten Frauen ihr Kind in einer Klinik zur Welt. Aber es gibt auch Alternativen. Um herauszufinden, welcher Geburtsort am besten zu einem passt, sollte man sich Zeit nehmen.

Bett im Geburtszimmer © BZgA/HN/Hebler
© BZgA/HN/Hebler

Vor allem in größeren Städten stehen verschiedene Orte zur Wahl, wo Schwangere ihr Kind zur Welt bringen können. Wenn die Schwangerschaft problemlos verläuft und kein absehbares Risiko für Mutter und Kind besteht, können sich Schwangere nach ihren persönlichen Bedürfnissen entscheiden: Sie können ihr Kind ambulant oder stationär in einer Klinik zur Welt bringen, in einem Geburtshaus oder zu Hause.

Bei der Wahl des Geburtsortes ist für die meisten Schwangeren der Aspekt der Sicherheit und der geschützten Atmosphäre entscheidend. Manchen ist es wichtig, in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung zu gebären, andere fühlen sich in einer Klinik oder einem Geburtshaus sicherer und wohler.

Auch Wünsche für den Ablauf der Geburt und die ersten Stunden mit dem Baby können bei der Wahl des Geburtsortes eine Rolle spielen. So ist es Frauen oft wichtig, dass eine medizinisch-technische Versorgung jederzeit möglich ist. Andere möchten sicher sein, dass Medikamente oder medizinische Eingriffe nicht zu schnell eingesetzt werden. Vielen stellt sich auch die Frage, ob und wie sie in den ersten Tagen nach der Geburt unterstützt werden.

Die richtige Wahl

Wie stark der Verlauf der Geburt von der Wahl des Geburtsortes abhängt, wird oft unterschätzt. Neben der professionellen Begleitung durch geburtshilfliches Personal sind Zeit, Ruhe und ein Raum, in dem man sich wohlfühlt, wichtige Voraussetzungen für einen störungsfreien Geburtsverlauf.

Ein einfühlsames Umfeld ist nötig, damit eine werdende Mutter mögliche Hemmungen überwinden und sich ganz auf die Geburt konzentrieren kann. Die Geburt ist ein sehr intimer Akt, die Schwangere braucht einen geschützten Raum, denn sie wird dort als einzige weitgehend nackt sein und ihre Reaktionen im Verlauf der Geburt nicht jederzeit kontrollieren können.

Vor Ort informieren

Geburtskliniken und Geburtshäuser bieten in der Regel ein- bis zweimal im Monat Informationsabende an. Hier erfahren Schwangere und ihre Begleitung Näheres über die jeweiligen Angebote rund um die Geburt und können anstehende Fragen klären. Bei einer Besichtigung können sie prüfen, ob die Atmosphäre der Klinik oder des Geburtshauses ihren Wünschen entspricht.

Die Anmeldung zur Geburt am gewählten Ort ist übrigens nicht bindend: Man kann sich immer noch anders entscheiden, wenn Zweifel an der getroffenen Wahl aufkommen.

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 06.12.2016