Wadenkrämpfe

Viele Schwangere haben schmerzhafte Wadenkrämpfe, die meist nachts auftreten. Warum diese Krämpfe auftreten, weiß man nicht genau. Es wird angenommen, dass Stoffwechselveränderungen, zu wenig oder zu viel Bewegung, eine Unterversorgung mit den Mineralstoffen Magnesium, Kalzium und Salz oder ein Mangel an den Vitaminen E oder D eine Rolle spielen.

In der Schwangerschaft ist der Bedarf an Magnesium, Kalzium und Kalium erhöht; gleichzeitig werden diese Mineralstoffe vermehrt ausgeschieden. Gute Quellen für Magnesium und Kalzium sind Vollkorn- und Milchprodukte, grünes Freilandgemüse, geschälte Mandeln und Nüsse sowie Bananen.

Häufig wird Schwangeren empfohlen, Magnesium-, Kalzium- oder Vitaminpräparate einzunehmen. Allerdings ist wissenschaftlich bisher nicht erwiesen, dass bei täglicher Einnahme von Magnesium tatsächlich Wadenkrämpfe seltener und weniger schmerzhaft werden. Wenn Sie Magnesiumpräparate einnehmen möchten, sprechen Sie am besten mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab, welches Präparat in welcher Dosierung Sie verwenden können. Bei der Einnahme von Magnesium wird oft der Stuhlgang weicher – ein harmloser Nebeneffekt, der manchmal sogar positiv ist. Auch Dehnungsübungen, eine Massage der Wadenmuskulatur oder eine Wärmeanwendung können helfen, Wadenkrämpfen vorzubeugen.

Die Dehnung der Wadenmuskulatur ist auch eine wichtige Erste-Hilfe-Maßnahme, wenn ein Krampf auftritt: Drücken Sie in Schrittstellung die Fußsohlen kräftig gegen den Boden und beugen Sie dabei das vordere Knie, sodass die hintere, schmerzende Wade gedehnt wird. Wenn Sie liegen: Strecken Sie Ihr Bein und ziehen Sie die Zehen nach oben zum Körper hin, dabei drücken Sie die Ferse von sich weg. Dann lässt der Krampf meist schnell nach.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 21.03.2019