Schwindel und Kreislaufprobleme

Schwangeren kann es leicht schwindelig werden. Vor allem bei langem Stehen kann das Blut in den Beinen „versacken“. Viele Schwangere fühlen sich oft kreislaufschwach und müde, vor allem in der ersten Hälfte der Schwangerschaft.

Wie kommt es dazu?

Bei der Anpassung des Körpers an die Schwangerschaft hat das Herz-Kreislauf-System viel zu bewältigen: Die Blutmenge nimmt zu und die Blutgefäße weiten sich. Das Herz muss Mehrarbeit leisten, und gerade in den ersten Monaten der Schwangerschaft sinkt meist der Blutdruck.

Zudem kann es durch Stoffwechselveränderungen leichter zu einem niedrigen Blutzuckerspiegel kommen, was mit Zittern einhergehen kann und die Kreislaufprobleme verstärkt.

Was tun?

Oft hilft es schon, zu wissen, dass die Beschwerden normal und kein Grund zur Sorge sind. Wenn Ihnen schwindlig wird, setzen Sie sich hin und versuchen Sie, die Beine hochzulegen. Nehmen Sie immer eine Kleinigkeit zu essen mit, einen Apfel, Knäckebrot oder Kekse, und vor allem eine Flasche Wasser, um durch Essen und Trinken den Stoffwechsel anzuregen. Gönnen Sie sich regelmäßig Ruhe, wenn Ihnen danach ist.

Bewegung an der frischen Luft und Wechselduschen bringen den Kreislauf in Schwung. Auch eine Abreibung von Beinen und Armen morgens mit wenigen Tropfen Rosmarinöl auf einem feuchten Waschlappen oder ein Fußbad mit Rosmarin-Badezusatz können kreislaufanregend wirken. Wenn Sie regelmäßig Sport treiben, stärken Sie Ihren Kreislauf langfristig. Meist bessern sich die Beschwerden nach der ersten Schwangerschaftshälfte.

Wann zur Ärztin oder zum Arzt?

Schwindel kann auch auf Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Blutarmut hinweisen. Falls Ihnen auch in der zweiten Schwangerschaftshälfte noch häufig schwindlig wird, sollten Sie vorsichtshalber Ihre Ärztin oder Ihren Arzt informieren.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 22.03.2019