Müdigkeit

Vor allem in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft sind Schwangere oft müde. Das kann an der Hormonumstellung, dem veränderten Stoffwechsel oder daran liegen, dass am Anfang der Schwangerschaft der Blutdruck oft etwas niedrig ist. Nicht zuletzt spielt auch die augenblickliche Lebenssituation eine Rolle: Haben Sie einen anstrengenden Arbeitsalltag zu bewältigen? Erfahren Sie im Alltag ausreichend Unterstützung? Bekommen Sie genug Schlaf in der Nacht?

Neben Entlastung im Alltag, Zeit für Entspannung und ausreichend Schlaf können tägliche körperliche Bewegung an der frischen Luft und gemäßigte sportliche Aktivität mehrmals pro Woche Ihr Wohlbefinden verbessern. Auch Wechselduschen und Rosmarinbäder können Sie in Schwung bringen.

In manchen Fällen ist die Müdigkeit durch Blutarmut (Eisenmangelanämie) oder eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) bedingt. Sich morgens nicht erholt zu fühlen oder tagsüber sehr müde zu sein, kann in seltenen Fällen auch an nächtlichen Atemaussetzern liegen, die bei starkem Schnarchen auftreten können. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann untersuchen, ob körperliche Ursachen für Ihre Müdigkeit vorliegen.

Anhaltende Müdigkeit und Antriebsarmut können auch Zeichen für eine große Erschöpfung sein oder auf eine Depression hinweisen. Depressive Verstimmungen sind in der Schwangerschaft häufig. Es ist wichtig, eine Depression zu erkennen und zu behandeln – gerade in der Schwangerschaft. Wenn Sie sich oft antriebslos und niedergeschlagen fühlen, sprechen Sie mit Ihrer Hebamme, Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 18.03.2019