Kopfschmerzen

Viele Menschen haben hin und wieder Kopfschmerzen – auch Schwangere. Es gibt aber keine Hinweise, dass die Schwangerschaft an sich für die Kopfschmerzen verantwortlich ist. Allerdings können starke Kopfschmerzen in der Schwangerschaft auf eine schwangerschaftsbedingte Erkrankung hinweisen.

Was tun?

Bei Kopfschmerzen können regelmäßige Bewegung an der frischen Luft, ausreichend Flüssigkeit, Entspannung und Schlaf hilfreich sein. Auch warme oder kühlende Auflagen auf die schmerzenden Stellen oder Pfefferminzöl – auf den Schläfen verteilt – kann helfen. 

Manchmal werden Kopfschmerzen durch Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich verursacht. Dann tut Ihnen vielleicht eine Massage gut.

Schmerzmittel sollten Sie in der Schwangerschaft nie ohne ärztlichen Rat und nicht dauerhaft einnehmen – auch dann nicht, wenn sie rezeptfrei verkäuflich sind.

Wann zur Ärztin oder zum Arzt?

Plötzlich auftretende, starke Kopfschmerzen in der zweiten Schwangerschaftshälfte können auf eine Präeklampsie hinweisen. Eine Präeklampsie entwickelt sich bei bis zu 5 von 100 Schwangeren. Auch Augenflimmern, Übelkeit oder Schmerzen im Oberbauch sind Warnsymptome für eine Präeklampsie oder das HELLP-Syndrom. Wenn Sie solche Symptome haben, suchen Sie umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf.

Treten Kopfschmerzen zusammen mit einer Verminderung des Sehvermögens, mit Hör- oder Sprachstörungen, einem Schwächegefühl oder Benommenheit auf, sollten Sie ebenfalls umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 15.03.2019