Haarausfall

Ab der Mitte der Schwangerschaft bemerken viele Frauen, dass ihr Haar vermehrt wächst und besonders glänzt. Manchmal ist das auch bei der Gesichts- und Körperbehaarung festzustellen. Diese Veränderungen sind hormonell bedingt.

Etwa drei Monate nach der Geburt kehren sich diese Prozesse wieder um: Bei vielen Frauen setzt ein zeitlich begrenzter Haarausfall ein, der drei bis zwölf Monate anhalten kann. In seltenen Fällen – bei etwa zwei von tausend Schwangeren – kann der Haarverlust besonders einzelne Bereiche am Kopf betreffen (sogenannter „kreisrunder Haarausfall“). Neben hormonellen Ursachen können zusätzliche Faktoren wie seelischer Stress, ein hoher Blutverlust bei der Geburt oder Ernährungsmängel den Haarausfall verstärken.

Auch Blutarmut (Eisenmangel-Anämie) kann Haarausfall verursachen. Dann ist die rechtzeitige Einnahme von Eisentabletten eine wichtige Maßnahme zur Vorbeugung von Haarausfall. Manchmal wird Schwangeren geraten, Aufbaupräparate mit L-Cystin oder B-Vitaminen einzunehmen. Für deren Wirksamkeit gibt es allerdings keinen wissenschaftlichen Nachweis.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 20.03.2019