Blähungen

Blähungen kommen in der Schwangerschaft häufig vor. Eine der Hauptursachen ist das Hormon Progesteron, das bei Schwangeren vermehrt produziert wird.

Wie kommt es dazu?

Progesteron entspannt die Muskulatur – auch die Darmmuskulatur. Der Darm arbeitet langsamer und die Nahrung bleibt deshalb länger im Verdauungstrakt. Dadurch kann es zu Verstopfung und Blähungen kommen. Zusätzlich wird der Darm von der wachsenden Gebärmutter zur Seite gedrückt, was ebenfalls zu Darmbeschwerden und Blähungen führen kann.

Was tun?

Sie können Blähungen vorbeugen, indem Sie langsam essen und bewusst kauen. Auch regelmäßige Bewegung und ausreichendes Trinken unterstützen die Verdauung. Die Getränke sollten aber möglichst keine Kohlensäure enthalten. Hülsenfrüchte, Kohl- und Lauchgemüse blähen leicht; Gemüse wie Karotten, Fenchel oder Tomaten sind besser verträglich. Auch Milchprodukte wirken bei manchen Frauen blähend.

Zur Behandlung von Blähungen werden oft Mittel aus der Pflanzenheilkunde empfohlen, zum Beispiel Fenchel, Kümmel, Anis, Majoran oder Minze. Diese können als Tee getrunken, als Öl zum Einreiben oder als Gewürz verwendet werden. Ihr Einsatz beruht ausschließlich auf Erfahrung – wissenschaftlich nachgewiesen wurde die Wirksamkeit nicht. Es gibt bislang auch keine Hinweise, dass ihre Anwendung in der Schwangerschaft bedenklich ist. Als nachgewiesen unbedenklich gelten die Arznei-Wirkstoffe Simeticon und Dimeticon, die gegen Blähungen helfen.

Sie können auch ein warmes Bad, eine nicht zu heiße Wärmflasche oder eine sanfte Massage des Bauchs ausprobieren – auch das kann helfen.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 15.03.2019