Windpocken/ Varizellen

Windpocken (Varizellen) sind eine Infektionskrankheit, die durch das Varicella-zoster-Virus ausgelöst wird. Das Virus gehört zur Gruppe der Herpes-Viren. Die Krankheit tritt meist in der Kindheit auf und verläuft in der Regel harmlos. Hauptsächliche Krankheitszeichen sind ein juckender Hautausschlag mit Bläschenbildung und Fieber. Von Komplikationen sind meist nur Menschen mit einem geschwächten Immunsystem betroffen. Nach überstandener Krankheit bleiben die Viren im Körper und können später, vorwiegend in höherem Alter, wieder aktiv werden und Gürtelrose verursachen. Schwangere Frauen, die keine Antikörper gegen das Virus haben, sollten jeden Kontakt mit an Windpocken erkrankten Personen meiden; bei an Gürtelrose Erkrankten sollten sie nur die Bläschen nicht berühren. Bei einer mütterlichen Infektion in der ersten Schwangerschaftshälfte sowie in den Tagen kurz vor und nach der Geburt können das ungeborene Kind beziehungsweise das Neugeborene geschädigt werden. Bei dem Verdacht auf eine Ansteckung ist innerhalb von 96 Stunden eine passive Immunisierung mit Varicella-zoster-Immunglobulin möglich.

Verwandte Einträge:

zurück