Diabetes mellitus Typ1 und Typ2
(Zuckerkrankheit)

Diabetes mellitus ist der Sammelbegriff für unterschiedliche Störungen des Stoffwechsels, die mit einem chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie) einhergehen. Nach Schätzungen sind rund sechs Prozent der Bevölkerung in Deutschland von Diabetes betroffen. Die meisten, etwa 90 Prozent, haben einen Diabetes Typ 2, rund zehn Prozent sind an Diabetes Typ 1 erkrankt. Von den betroffenen Schwangeren haben die meisten Diabetes Typ 1.

Bei Diabetes mellitus ist der Zuckerstoffwechsel gestört. Der Magen-Darm-Trakt spaltet die in Kohlehydraten enthaltenen Zuckermoleküle auf, wodurch sie ins Blut aufgenommen werden. Das in der Bauchspeicheldrüse produzierte Hormon Insulin regelt dann den Transport des Blutzuckers in die Körperzellen und versorgt sie so mit Energie. Kann der Körper kein Insulin produzieren (Typ 1) oder es nicht ausreichend nutzen (Typ 2), gelangt der Blutzucker nicht oder nicht ausreichend in die Zellen. Erste Krankheitssymptome sind sehr starker Durst, große Harnmengen, auffälliger Gewichtsverlust und/oder geschwächte Abwehrkräfte. Wird die Erkrankung zu spät entdeckt, können schwere Schäden an den inneren Organen entstehen.

Es gibt drei Formen der Erkrankung:

  • Typ-1-Diabetes: Bei diesem Diabetestyp sind die für die Insulinproduktion zuständigen Langerhans-Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört. Sie kann deshalb kein Insulin produzieren.
  • Typ-2-Diabetes: Übergewicht, falsche Ernährung und zu wenig Bewegung können die Entstehung vonTyp-2-Diabetes begünstigen. Häufig entwickeln sich weitere Risikofaktoren wie z. B. chronischer Bluthochdruck und/oder Gefäßerkrankungen.
  • Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes): Der erhöhte Blutzuckerspiegel tritt erstmals während der Schwangerschaft auf und verschwindet danach meist wieder.
Kinder von Müttern bzw. Eltern mit Diabetes Typ 1 haben ein erhöhtes Risiko, diesen Diabetestyp ebenfalls zu entwickeln.

Verwandte Einträge:

zurück

Weitere Informationen