HELLP-Syndrom

Das HELLP-Syndrom ist eine schwere Erkrankung in der Schwangerschaft. Es zählt zu den sogenannten hypertensiven Schwangerschaftserkrankungen. HELLP steht für Hämolyse (Zerfall von Blutbestandteilen), Elevated Liver enzymes (erhöhte Leberwerte) und Low Platelets (geringe Anzahl an Blutplättchen). Das heißt, man findet bei einer Blutuntersuchung typischerweise einen Anstieg der Leberwerte, einen Abfall des Hämoglobins und vor allem einen schnellen Abfall der Blutplättchen (Thrombozyten).

Das HELLP-Syndrom ist häufig eine schwere Verlaufsform einer Präeklampsie, kann aber auch ohne Vorzeichen und sehr plötzlich auftreten. Kennzeichnend für das HELLP-Syndrom sind Schmerzen im rechten Oberbauch, plötzliche starke und/oder ungewohnte Kopfschmerzen, Sehstörungen, Übelkeit und Erbrechen. Versuchen Sie möglichst schnell, Ihren Arzt, Ihre Ärztin oder Ihre Hebamme zu erreichen, wenn solche Beschwerden auftreten, damit diese gleich abgeklärt werden können. Ist das nicht möglich, sollten Sie sich in die nächste Klinik fahren lassen! 

Wird das HELLP-Syndrom nicht erkannt und entsprechend darauf reagiert, kann es für Mutter und Kind lebensbedrohlich werden. Nach der Diagnose ist in den meisten Fällen eine rasche Entbindung notwendig. 

Ein HELLP-Syndrom kann auch noch nach der Geburt auftreten. Wenn Sie die oben genannten Symptome bemerken, informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Ihre Ärztin bzw. Ihre Hebamme.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 15.03.2019