Ausfluss

In der Schwangerschaft arbeiten die Drüsen aktiver als sonst, die Scheide wird stärker durchblutet und produziert mehr Flüssigkeit. Deshalb ist verstärkter, eher dünnflüssiger Ausfluss normal.

Das gesunde Scheidenmilieu ist mit einem pH-Wert von 4,0 leicht sauer, was das Wachstum gefährlicher Keime verhindert. Auch bei starkem Ausfluss reicht eine normale Hygiene mit Wasser und etwas Seife. Auf keinen Fall sollten Scheidenspülungen oder Intimsprays eingesetzt werden, denn sie können die natürliche Schutzfunktion des Scheidenmilieus zerstören. Unterwäsche aus Baumwolle und Hosen, die im Schritt locker sitzen, sind hautfreundlich und atmungsaktiv und unterstützen ein gesundes Scheidenmilieu.

Wenn sich der Ausfluss grünlich oder weißlich verfärbt, seine Konsistenz verändert, unangenehm zu riechen beginnt und die Scheide juckt, kann eine Scheideninfektion vorliegen. Sie muss ärztlich behandelt werden, da bestimmte Infektionen Fehl- oder Frühgeburten auslösen können.

Zur Nachbehandlung und Vorbeugung von Scheideninfektionen verwenden manche Frauen in Apotheken erhältliche Milchsäurestäbchen oder Naturjoghurt, der rechtsdrehende Milchsäure enthält. Dazu wird ein mit Joghurt durchtränkter Tampon in die Scheide eingeführt und dort einige Stunden belassen. Auch Vitamin-C-Vaginaltabletten können zum Ansäuern des Scheidenmilieus eingesetzt werden.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 15.02.2011