Ich lebe vegan. Welche Verhütungsmittel kommen für mich infrage?

Wer sich für einen veganen Lebensstil entschieden hat, möchte auf tierische Produkte wie Fleisch, Eier, Fette, Milch und Milchprodukte verzichten und keine Produkte verwenden, die in Tierversuchen getestet wurden. Dazu gehören viele Medikamente, auch die Antibabypille, Hormonspirale, Verhütungspflaster und -stäbchen. 

Tierische Bestandteile finden sich in zahlreichen Verhütungsmitteln:

  • Casein (Milcheiweiß) in vielen Kondomen 
  • Laktose (Milchzucker) in vielen Pillen  
  • Knochenleim in der Kupferspirale und -kette (wird bei der Erzeugung von Kupfer verwendet) 
  • Tierisches Glyzerin in einigen Diaphragmen 
  • Milchsäure in einigen spermienabtötenden Gels
  • Rinderprotein in Teststreifen für Verhütungscomputer

Für Menschen, die konsequent vegan leben möchten, ist die Auswahl an Verhütungsmitteln daher eingeschränkt. Bisher gibt es nur wenige laktosefreie Pillen, bei denen als Ersatz pflanzliche Zellulose verwendet wird. Allerdings wurden auch sie in Tierversuchen getestet. Je nachdem, wie konsequent die vegane oder vegetarische Lebensweise praktiziert wird, können die Kupferspirale oder -kette eine Alternative sein. Das Femidom oder Diaphragmen aus Silikon kommen ebenfalls infrage, zumal hier ein spermienabtötendes Gel aus pflanzlichen Bestandteilen gewählt werden kann. Vegane Kondome sind in veganen Shops oder online erhältlich. Unbedenklich für Veganerinnen ist ebenfalls die natürliche Empfängnisverhütung (NFP).

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