Können Kinder im Mutterleib schon sehen und hören?

Das Ungeborene ist im Mutterleib optimal geschützt, aber nicht vollständig abgeschirmt. So kann das ungeborene Kind auch immer mehr Sinneseindrücke empfangen, je weiter es sich entwickelt.

Schon im dritten Schwangerschaftsmonat reagiert der Fötus auf Lichteinflüsse, im fünften Monat sind seine Augen bereits voll entwickelt. Auch wenn die Lider bis etwa zur 26. Woche noch verschlossen sind, ist die Netzhaut lichtempfindlich. Ab der 26. Schwangerschaftswoche sind die Augen des Kindes in Wachzeiten geöffnet und reagieren auf Helligkeit.

In der 20. Schwangerschaftswoche ist sein Gehör schon weit entwickelt: Es kann das Rauschen des Blutes, den Herzschlag der Mutter und die Geräusche ihrer Verdauungsorgane hören. Aber auch Töne von außen dringen mehr und mehr zu ihm durch: Die Stimme der Mutter und oft gehörte Stimmen anderer Menschen kann das Kind nach der Geburt wiedererkennen. Auch für Rhythmen und Melodien ist das Ungeborene bereits empfänglich. Es reagiert auf hohe Frequenzen stärker als auf tiefe, und bei lauten Trommelgeräuschen bewegt es sich auf und ab.

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