Persönlich? Telefonisch? Per Internet? Arten der Beratung

Ob ein persönliches Gespräch in einer Beratungsstelle, ob telefonische Beratung oder Beratung über das Internet: Die Auswahl ist groß. Wie unterscheiden sich die Beratungsarten, und welche passt für wen?

Oft hängt es vom Anliegen ab, welche Beratungsart sich am besten eignet. Manchmal braucht man nur eine Information, bei einer anderen Gelegenheit den Kontakt zu Gleichgesinnten, in einer schwierigen Lebenssituation vielleicht eine intensive persönliche Begleitung.

Auch persönliche Vorlieben spielen eine Rolle: Wer sich um seine Anonymität sorgt oder Vorbehalte hat, mit einem fremden Menschen über sehr persönliche Fragen und Gedanken zu sprechen, der zieht möglicherweise die Distanz im Internet oder am Telefon vor. Wer lieber in direktem Kontakt stehen und auch einen eigenen Eindruck von der Beraterin oder dem Berater gewinnen will, sucht eher das Gespräch in einer Beratungsstelle.

Schließlich können auch körperliche Beeinträchtigungen wie Gehörlosigkeit oder eine Gehbehinderung sowie die räumliche Entfernung zu einer Beratungsstelle den Ausschlag für eine bestimmte Beratungsart geben.

Egal, ob persönlich, telefonisch oder über das Internet: Wenn Sie sich in Fragen von Verhütung, Schwangerschaft und Familienplanung an eine staatlich anerkannte Beratungsstelle wenden, können Sie sicher sein, dass Sie dort auf qualifizierte Beraterinnen und Beratern treffen, die Sie verlässlich zu medizinischen oder rechtlichen Fragen beraten. Staatlich anerkannt sind Beratungsstellen, die nach den §§ 5 und 6 Schwangerschaftskonfliktgesetz (SchKG) beraten, sowie Beratungsstellen, die nach § 2 SchKG staatlich gefördert werden. Die Kontaktdaten solcher Beratungsstellen finden Sie in unserer Beratungsstellendatenbank.

Hinweis
Wenn Sie einen Schwangerschaftsabbruch (umgangssprachlich auch „Abtreibung“) erwägen, ist eine Schwangerschaftskonfliktberatung in einer dafür anerkannten Beratungsstelle oder Arztpraxis verpflichtend. Nur dort erhalten Sie im Anschluss an die Beratung den für einen Schwangerschaftsabbruch gesetzlich vorgeschriebenen Beratungsschein. Nach einer telefonischen Beratung oder einer Beratung über das Internet kann kein Beratungsschein ausgestellt werden.

Die persönliche Beratung

© BZgA/HN/Eichhöfer

In einer persönlichen Beratung ist ein direkter und naher Austausch oft am einfachsten. Weil die Gesprächspartner auch auf Blicke und Gesten reagieren können, werden zudem Missverständnisse leichter vermieden. Ein weiterer Vorteil: Die Beraterin oder der Berater kann sofort praktisch helfen – etwa beim Ausfüllen von Anträgen oder bei der Wohnungssuche. Die Kontaktdaten von Beratungsstellen in Ihrer Nähe erhalten Sie in unserer Beratungsstellendatenbank.

Persönliche Beratung im Überblick

Die telefonische Beratung

Am Telefon lassen sich benötigte Informationen schnell und unkompliziert erfragen. Das Telefongespräch mit einer Beraterin oder einem Berater kann ein erster Schritt sein, eine Herausforderung zu bewältigen oder ein Problem zu lösen. Oft dient eine Telefonberatung als Vorgespräch zu einer nachfolgenden persönlichen Beratung.

Telefonische Beratung im Überblick

Online-Beratung per Kontaktformular, Einzel- oder Gruppenchat

© Veer

Die Träger von Schwangerschaftsberatung bieten auch Online-Beratung per Kontaktformular oder im Einzel- und Gruppenchat an. Sie erlaubt ein hohes Maß an Anonymität. Ob Name, Geschlecht, Alter oder Herkunft – es steht einem frei zu entscheiden, welche Angaben man machen möchte. Ein Plus: Gruppenchats ermöglichen den Kontakt zu Menschen mit ähnlichen Fragen.

Online-Beratung per Kontaktformular im Überblick

Beratung im Einzelchat im Überblick

Beratung im Gruppenchat – auf einen Blick

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 07.05.2019