. .

Beratungsstellensuche

Häufig gestellte Fragen

Lässt sich die Sterilisation beim Mann rückgängig machen?

Wenn die Sterilisation eines Mannes nicht länger als einige Jahre zurückliegt, lässt sich seine Fruchtbarkeit in vielen Fällen durch eine mikrochirurgische Operation wiederherstellen (Refertilisierung). Dabei werden die durchtrennten Samenleiter wieder zusammengefügt. Es gibt zwei Operationsverfahren. Meistens genügt eine Vasovasostomie, bei der die beiden einstmals durchtrennten Samenleiter wieder miteinander vernäht werden. Ist dies nicht möglich, kann bei der chirurgisch deutlich anspruchsvolleren Tubulovasostomie der Samenleiter neu an den Nebenhoden angeschlossen werden. Beide Verfahren können ambulant durchgeführt werden, erfordern aber eine Vollnarkose. Eine Vasovasostomie dauert etwa zwei, eine Tubulovasostomie bis zu vier Stunden.

Die Kosten für eine Refertilisierung liegen je nach Methode zwischen etwa 1500 und 4000 €. Sie werden von den Krankenkassen im Allgemeinen nicht übernommen.

Spielt das Alter des Mannes bei unerfülltem Kinderwunsch eine Rolle?

Viele Männer sind auch in höherem Alter noch zeugungsfähig. Dennoch wird auch die Fruchtbarkeit des Mannes durch Alterungsprozesse beeinflusst: Der Hormonspiegel sinkt, es werden weniger Spermien gebildet und ihre Beweglichkeit und Funktionsfähigkeit lassen nach.

Die gesetzlichen Krankenkassen beteiligen sich nicht mehr an den Kosten für eine künstliche Befruchtung, wenn der Mann über 50 Jahre alt ist.

Wie häufig sollte man Sex haben, wenn ein Kind geplant ist?

Viele Ärztinnen und Ärzte empfehlen, im Zeitraum des Eisprungs der Frau ungefähr alle zwei Tage Geschlechtsverkehr zu haben.

Bei sehr häufigem Verkehr wird die Spermienkonzentration im Samenerguss geringer, und damit sinken die Chancen einer Befruchtung leicht. Bei zu seltenem Verkehr kann es sein, dass man den Eisprung verpasst.

Ein Paar sollte sich jedoch nicht unter ″Zeugungsdruck″ setzen: Sex nur nach Kalender kann leicht zu Stress und Lustlosigkeit führen. Sexuelle Störungen und Probleme in der Partnerschaft können die Folge sein.

Stimmt es, dass oft bei beiden Partnern eine Fruchtbarkeitsstörung gefunden wird?

Fruchtbarkeitsstörungen können beide Geschlechter betreffen. Die Ursachen für ungewollte Kinderlosigkeit sind bei Mann und Frau beinahe gleich verteilt. Bei 20 bis 30 Prozent der Paare mit unerfülltem Kinderwunsch lässt sich sowohl bei der Frau als auch beim Mann eine eingeschränkte Fruchtbarkeit feststellen.

Es ist deshalb Standard, beide Partner zu untersuchen, wenn die erhoffte Schwangerschaft ausbleibt. Bevor eine Frau körperlich belastende diagnostische Verfahren, wie zum Beispiel Untersuchungen ihrer Eileiter, vornehmen lässt, sollte ihr Partner die Befruchtungsfähigkeit seiner Spermien prüfen lassen.

In etwa 10 bis 15 Prozent der Fälle lassen sich trotz sorgfältiger medizinischer Diagnostik keine Ursachen für das Ausbleiben der Schwangerschaft finden.

Stimmt es, dass Männer durch das Tragen enger Hosen unfruchtbar werden können?

Die Zeugungsfähigkeit eines Mannes kann durch Überhitzung, aber auch durch Unterkühlung der Hoden leiden. Die optimale Temperatur für die Spermienbildung ist etwa 35ºC – so warm ist es im außerhalb des Körpers hängenden Hodensack. Aus diesem Grund wird Männern mit Kinderwunsch häufig geraten, keine sehr engen Hosen (oder Unterhosen) zu tragen, die den Hodensack an den Körper drücken und dadurch die Hoden überwärmen können. Es gibt jedoch bisher keine Studien, die einen solchen Zusammenhang wissenschaftlich eindeutig belegen.

 
3389